Freitag, 19. August 2016

Ausgelesen

Wirklich viel habe ich in diesem Jahr noch nicht gelesen. Obwohl ich mir einmal vorgenommen habe, wirklich jedes Buch, das ich "ausgelesen" habe, auch zu rezensieren, fehlt mir einfach die Zeit dazu.
Trotzdem will ich, wie schon Anfang des Jahres, ab und an zusammenfassen, was so den Weg auf mein Nachtschränkchen gefunden hat.


(c) Loewe, Bildlink zu amazon
Kari und Tui T. Sutherland: Magic Park - Ein Drache mit schlechtem Gewissen
Der zweite Band der Magic-Park-Reihe setzt nahtlos an, wo der erste aufhörte. 
Logan ist gerade dabei, sich daran zu gewöhnen, dass es in Xanadu eine Menagerie für Fabelwesen gibt, immerhin war er erst vor wenigen Tagen in die Suche nach Greifenbabys gerutscht, doch schon geht es spannend weiter. Pelly, die goldene Gans, ist verschwunden, ermordet, so wird angesichts von Blut und einzelnen Federn vermutet. Schnell fällt der Verdacht auf einen der Drachen, der zwar zu Recht ein schlechtes Gewissen hat, der vorlauten Pelly aber nicht zu Leibe gerückt ist. Alles spricht gegen ihn, und Zoe und Logan wollen keineswegs mit ihren Ermittlungen warten, bis die Beamten der Aufsichtsbehörde für magische Wesen, FABA, anrücken, um über den Drachen zu richten. 
Was folgt, ist wieder ein spannendes Abenteuer, das Zoes und Logans Freundschaft festigt, mehr Einblicke in das System der Menagerien bietet und für Begegnungen mit einem Quilin und außergewöhnlichen, amüsanten Werwesen sorgt. Es wird nie langweilig, die Dialoge machen Spaß, und die Hintergrundgeschichte um das Verschwinden von Logans Mutter wird nie aus dem Blick verloren und stets an passender Stelle eingeflochten. Ich bin inzwischen weit aus dem Lesealter heraus, aber Magic Park ist die erste Kinderbuchreihe, die ich bewusst und mit großer Freude nur für mich selbst kaufe.





(c) Carlsen, Bildlink zu amazon

Lauren Oliver: Panic - Wer Angst hat, ist raus 
Heather wollte eigentlich gar nicht mitmachen bei dem verbotenen Spiel, das jeden Sommer die Schulabgänger in Atem hält. Aber sie erträgt es nicht mehr, ihre Mutter Tag für Tag zugedröhnt zu sehen und mitzuerleben, wie sie selbst und ihre jüngere Schwester vor die Hunde gehen. Das Spiel sieht sie als Chance, zu entkommen. Der Gewinn, der wartet, ist hoch. Aber auch der Einsatz. Das weiß Dodge nur zu gut. Denn seine Schwester verunglückte in der Endrunde und sitzt seitdem im Rollstuhl. Und genau bis in die Endrunde will Dodge es schaffen, um sich zu rächen. Nur stellen die jungen Leute im Laufe des Spiels fest, dass sie eigentlich keine Einzelkämpfer sein wollen, sondern irgendwie im selben Boot sitzen.
"Panic" ist das erste Buch, das ich von Lauren Oliver gelesen habe. Mitgerissen hat es mich nicht, weder mit seiner Handlung noch mit frischer Sprache. Die beklemmenden Hintergründe der Charaktere machen die Geschichte zu schwer verdaulicher Kost, auch die abwechselnden Sichtweisen von Heather und Dodge sorgen da nicht für wesentliche Auflockerung. Spannung wollte bei mir trotz der gefährlichen Aufgaben, denen sich die Spielteilnehmer stellen müssen, nicht aufkommen, und im Handlungsverlauf habe ich mehr und mehr das Interesse an den Figuren und ihren neugeordneten Beziehungen verloren. Vielleicht erwischte mich das Buch auch nur auf dem falschen Fuß, aber von einer Leseempfehlung nehme ich Abstand. 






(c) Bastei Entertainment,
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Monica Davis: Plötzlich Dämon
Als wäre das Teenagerleben nicht schon turbulent genug ... Nach der Trennung seiner Eltern hat der ewige Außenseiter Daniel Taylor in Vanessa endlich ein liebes Mädchen gefunden, das ihm gut tut und sein Herz höher schlagen lässt. Doch dann steht plötzlich Marla da und behauptet nicht nur, sie sei seine Schwester, sondern auch, Daniel selbst sei ein Halbdämon und es sei ihm vorherbestimmt, die Unterwelt zu beherrschen. Mit der Erkenntnis, dass die Menschen, bei denen er aufgewachsen ist, nicht seine richtigen Eltern sind, ist auch Daniels leiblicher Vater nicht mehr weit. Mit einem Mal zerren zwei Welten an dem Jungen. Wem kann er vertrauen? Noch dazu, wo seine dämonischen Fähigkeiten so verführerisch sind. Als schließlich Vanessa zwischen die Fronten gerät, wird aus Verlockungen ein tödliches Spiel und Daniel muss sich entscheiden … 
Selten hat mir ein Jugendbuch so viel Lesespaß geboten. Monica Davis (das Jugendbuch-Pseudonym einer deutschen Autorin mit dem bürgerlichen Namen Monika Dennerlein) versteht es ausgezeichnet, glaubwürdige Figuren und fantasievolle, atmosphärische Settings zu gestalten. Das Kopfkino, das sie zu erzeugen weiß, ist abwechslungsreich und kurzweilig. Schlüssige Handlungen, überzeugende Dialoge und Figuren, die nicht nach Schema F gepinselt sind und mitfiebern lassen - so macht Lesen Spaß.
(Das Buch habe ich schon vor längerer Zeit gelesen. Das Taschenbuch ist nicht mehr erhältlich, dafür stehen E-Book und Hörbuch zur Verfügung.)
 
 

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