Freitag, 1. November 2013

Vorbei der Oktober ...

... und irgendwie saust das Jahr nur so vorüber. 

Wenngleich ich mich gegen Monatszusammenfassungen entschieden habe, weil es meistens nichts Interessantes zu berichten gibt, mache ich Oktober einmal eine Ausnahme. 
Eines der ältesten Bücher,
die ich beim Ausmisten fand.

Betrachte ich meine private, ganz zwanglose Lesestatistik, lehne ich mich entspannt zurück. 
Obwohl ich weit unter meiner Seitenzahl vom letzten Jahr liege, fühle ich mich viel wohler. 
Weniger Druck, aber trotzdem eine größere Büchervielfalt. 
Das darf, von mir aus, gerne so weiter gehen. 

Raus damit ... 

 

Da wir momentan am Ausmisten sind, uns von Ballast trennen und unser Leben buchstäblich aufräumen, haben diesen Monat stapelweise Bücher unseren Haushalt verlassen. Belletristik gen Gemeindebücherei, Fachbücher unmittelbar in die Tonne (die braucht eh keiner mehr angesichts ihres Alters). 
Von diesem Aufklärungsschinken habe ich
leider nur den Umschlag gefunden.
Wieso der einsam im Regal stand? Keine Ahnung.
Immer habe ich gedacht, dass ich mich nie und nimmer von so vielen Büchern trennen kann, aber dann war es auf einmal ganz einfach. Allerdings habe ich auch seit unserem Einzug nie wieder so viele Bücher auf einmal in die Hand genommen, begutachtet, geputzt oder nicht, um- und aussortiert. Und ich glaube, dass ich, als ich nach dieser Mammutaktion ins Bett gekrochen bin, zum ersten Mal in meinem Leben gesagt habe: "Ich kann keine Bücher mehr sehen!"
Wenigstens hatte ich dabei viele Bücher in der Hand, an die ich mich schon gar nicht mehr erinnern konnte. Ein paar wackelige Handyfotos habe ich zum Beweis geschossen. 

Gelesen ... 

Mehr als im September habe ich auf jeden Fall gelesen. Lesetechnisch hatte ich im September nach einem sehr guten August nämlich eine echte Durststrecke gehabt, über die ich mich aber gar nicht beschweren will :) 
Nicht zur Rezension gekommen sind im Oktober allerdings die beiden folgenden Bücher: 

(c) Fischer Taschenbuch Verlag /
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Die Zwillinge von Highgate ist nach "Die Frau des Zeitreisenden" Audrey Niffeneggers zweiter Roman und erzählt das Leben der Charakter nach dem Tod von Elspeth. Zu früh verstorben hinterlässt sie in einem Wohnhaus direkt am Londoner Highgate-Friedhof ihren Lebensgefährten Robert und ihren Nichten ihre Wohnung. Ihre Nichten, die Zwillinge Valentina und Julia, die Elspeth, die die Zwillingsschwester ihrer Mutter war, nie kennengelernt haben, ziehen nun von den USA nach London. Nur sehr langsam leben sie sich ein, während auch Robert nur sehr langsam aus seiner Trauer auftaut und sich den Mädchen öffnet. Zunächst ahnen die drei nicht, dass Elspeth noch da ist. Als Geist schwebt sie durch ihre alte Wohnung, beobachtet ihre Nichten und Robert und lernt nach und nach, auf die Wirklichkeit einzuwirken und auf sich aufmerksam zu machen. In einer Nebenhandlung trennen sich ein weiterer Hausbewohner, Martin, und seine Frau. Während er in seiner Wohnung festsitzt, kehrt seine Frau nach Holland zurück. Doch das Eintreffen der Zwillinge verändert auch sein Leben. 
Obwohl ich "Die Frau des Zeitreisenden" lediglich als Film kenne und den zugrundeliegenden Roman noch nicht gelesen habe, nahm ich Niffeneggers zweites Buch mit gewissen Erwartungen zur Hand. Leider muss ich sagen, dass ich lange nichts derart Langweiliges gelesen habe. Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir eine warme Liebesgeschichte erhofft, wurde aber enttäuscht. Obwohl angekündigt, ist von Roberts und Elspeths großer Liebe und seinem Kummer kaum etwas zu spüren, und die Spiegelzwillinge Valentina und Julia machen einen mächtig verkorksten, aber auch gelangweilten Eindruck. Elspeth schwebt klischeehaft durch die Botanik und nutzt geisterhafte Kommunikationsmittel, die wir alle schon hundertfach in Buch und Film gesehen haben. Erst im letzten Viertel wird der Roman zwar dann durchaus emotional und interessant, aber da hatte Niffenegger mich bereits verloren. 


(c) Prestel Verlag /
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Hollywood Unseen: Filmstars hinter den Kulissen aus dem Prestel Verlag habe ich sozusagen auf Facebook gefunden. Dass ich es haben musste, steht außer Frage, denn ich liebe nun mal alte Hollywood-Fotos. Dieser großformatige Bildband befasst sich mit auf 240 Seiten mit der Praxis der Publicity-Fotos der frühen Jahre Hollywoods. Zu einer Zeit, in der die Studios das Privatleben der Stars im Auge hatten und deren Bild in der Öffentlichkeit stark beeinflussten und formten, entstanden jede Menge Fotos, die das Privatleben beliebter Leinwandhelden suggerieren sollten. Auf casual und natürlich getrimmt strahlen bekannte Gesichter in die Kameras und zeichnen beinahe ein unwirkliches Bild. Viele dieser Fotografien, viele davon bisher nicht gezeigt, sind in diesem Bildband vereint. Stars wie Joan Crawford, die sich zu einem absoluten Publicity-Profi entwickelte, sind darin beinahe schon übermächtig vertreten, aber es ist auch das eine oder andere heute nicht mehr ganz so präsente Gesicht dabei. Wenn ich erbsenzählerisch sein will, dann kann ich bemängeln, dass mir manche Fotos zu klein waren und ich mir mehr großformatige Fotos gewünscht hätte, aber das ist ja ein rein subjektives Empfinden. Das Vorwort stammt im Übrigen von Joan Collins, die die ausklingende Zeit des Studiosystems noch miterlebt hat.
"Hollywood Unseen" ist auf jeden Fall ein Buch für Fans und für diese auch empfehlenswert. 


Ausgeflogen ... 

Herbstferien sei Dank hatten wir wieder einmal Gelegenheit für Ausflüge. Wir hatten nämlich lieben Besuch, der uns eine wunderbare Abwechslung und die Möglichkeit bot, unsere Region noch ein bisschen mehr zu erkunden. 
Ausflugsfotos gibt es demnächst. 

Nun aber starten wir mal frisch-fröhlich in den vorletzten Monat des Jahres!

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