Mittwoch, 9. Januar 2013

Medienwechsel #14 - Der Jubibär

Sohnemann hat mich in den Weihnachtsferien zu allerlei Zeichenaktionen angestachelt. Unter anderem ging es auch an den Jubibär. Als mein Sohn knapp fünf Monate alt war, bin ich mit ihm und Kinderwagen in den Zug geklettert, um den Imker in der Nachbarstadt auf dem Markt zu überraschen. Da man aber nun nicht den lieben langen Tag mit Kinderwagen über einen Bauernmarkt tigern kann (na gut, kann schon, aber wollen nicht, insbesondere wenn man sich einen grauen Nieseltag im Oktober ausgesucht hat), habe ich einen Abstecher ins Kaufhaus unternommen. Bekommt man Kinder, sind Plüschtiere selbstverständlich höchst selten unter den zahlreichen Willkommensgeschenken von Freunden, Verwandten, Bekannten und anderen Hilflosen, die sich zu Geschenken verpflichtet fühlen, und selbstverständlich hat kein Mensch plüschtierige Altlasten aus der eigenen Kindheit. Nein, ganz gewiss nicht. Deshalb rollte ich mein kariertes Wäglein durch das Warenhaus, das in jenem Jahr just sein - ich weiß nicht, wievieltes - Jubiläum beging, und wurde von einem Plüschbären buchstäblich angesprungen. Natürlich war mein Sohn mit seinen fünf Monaten absolut aus dem Häuschen, denn ein Plüschbär in seiner Größe war schon immer sein Traum (= der Zwerg hat im Wagen gepennt und konnte meinem mütterlichen Kuschelkaufanfall ohnehin nicht widersprechen), weshalb ich ihn mitnehmen musste. Hat ja nur zehn Euro gekostet, und wer kann so was Knuffigem schon widerstehen? Nach Jahren plüschiger Gehirnwäsche sitzt der Bär heute - nach regelmäßigen Waschmaschinenaufenthalten - noch immer putzmunter in Sohnemanns Bett, und seit ich ihm die Geschichte vom Kaufhausbesuch mit Einkauf zum Jubiläumspreis erzählt habe, heißt der sympathische Teddy "Jubibär". Voilà, und so sieht er aus. Ungefähr jedenfalls.

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