Donnerstag, 27. Dezember 2012

Leseresümee 2012

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, am Jahresende zu jedem Bereich, dem ich diesen Blog verschrieben hatte, Bilanz zu ziehen. Aber wieder einmal macht mir der Alltag einen Strich durch die Rechnung, sodass ich das Geplante nicht umsetzen kann. 
Dabei kam es mir gerade recht, dass ich kürzlich bei Martina Bookaholic eine Umfrage zum Buch des Jahres 2012 fand, die ich nun gerne nutzen möchte, um mein Lesejahr 2012 zusammenzufassen. 
  
1. Buch des Jahres – Welches war für Euch DAS Buch des Jahres? Auch, wenn es schwer fällt, nur eine Nennung ist erlaubt.

Die Antwort fällt mir in der Tat ziemlich schwer. Es gab viele Bücher, die ich mochte, aber nur wenige, die mich wirklich beeindruckten. 
Ein Buch, das ich als wertvoll empfand, weil es etwas zu sagen hat und zudem höchst feinfühlig geschrieben ist, ist: "Rotkäppchen muss weinen" von Beate Teresa Hanika. So beklemmend die Lektüre auch war, so sehr hat sie mich doch bereichert. 
   
2. Flop des Jahres – Welches Buch war für Euch der Flop des Jahres? 

Einen echten Flop gab es für mich nicht. Jedes Buch hat auf seine Weise zu meiner Unterhaltung beigetragen und ich möchte keines versäumt haben. 
 
3. Schlimmster Buchmoment – Welches war für Euch der schlimmste Moment in einem Buch? Entdeckung eines Betrugs? Tod eines Lieblings? Eine herzergreifende Trennung?
 
Ein ganz schlimmer Buchmoment war für mich das Ende von Forbidden von Tabitha Suzuma. Im Grunde war die Geschichte voller "schlimmer" Momente, die nachhaltig bewegten. Diesen Roman habe ich nicht rezensiert. Er hat mich so aufgewühlt, dass ich wirklich vor lauter Tränen fast die letzten Seiten nicht mehr entziffern konnte, und er hat mich sehr lange beschäftigt, sodass mir einfach die Worte fehlten, um mich schlüssig zu äußern.
 
4. Größte positive Überraschung – An welches Buch hattet Ihr eher geringe bis durchschnittliche Erwartungen und dann hat es Euch richtig umgehauen (im positiven Sinne)?
 
Überhaupt keine Erwartungen hatte ich an Sunday Girl von Isabel Ashdown. Ich hatte mir diesen Roman als Gratiszugabe bei einer Buchbestellung ausgesucht, weil er das einzige Buch war, das rein äußerlich und der Beschreibung nach so aussah, dass ich es auch wirklich lesen würde. Auch dieser Roman hat mich sehr bewegt und stellenweise zum Taschentuch greifen lassen. 
 
5. Größte Enttäuschung – An welches Buch hattet Ihr große Hoffnungen geknüpft und dann hat es Euch richtig enttäuscht?
 
Gewissermaßen enttäuscht war ich leider von Tracy Deebs' Tempest: Tocher des Meeres. Ich hatte zwar keine großen Hoffnungen an diesen paranormalen Jugendroman geknüpft, mir aber wesentlich mehr Flair und Handlungsdynamik erwartet. 

6. Enttäuschendstes Ende – Das Buch war toll aber das Ende einfach Mist? Welches Ende hat Euch am meisten enttäuscht?
 
Definitiv das Ende des Shades-of-Grey-Abschlussbandes "Befreite Lust". Immer schön Friede, Freude, Eierkuchen, einen Haufen Kohle und einen Hauch von Kink(erlitzchen). 
 
7. Bestes Cover – Welches Cover hat Euch im Jahr 2012 am besten gefallen? (Hier müsst Ihr das Buch nicht gelesen haben, jedes Cover, das Euch im Jahr 2012 beeindruckt hat zählt.)
 
Hach, es gibt immer so viele richtig hübsche Bücher. Ganz vorne spielt da optisch und haptisch Patricia Schröders "Meeresflüstern" mit. 
 
8. Liebster Autor – Welchen Autor habt Ihr in diesem Jahr am liebsten gelesen?

Hm, irgendwie klingt die Frage danach, als müsse man von einem Autor mehrere Werke gelesen haben. Ich habe allerdings nur von E. L. James und Amanda Hocking mehr als ein Werk konsumiert (jeweils als Hörbuch), nur würde ich keine der Autorinnen unter "am liebsten" einstufen. 
Sehr gerne gelesen habe ich Ali Shaw, der mich mit großem poetischem Gespür überrascht hat. 
 
9. Autoren-Neuentdeckung 2012 – Habt Ihr einen Autor in diesem Jahr für Euch entdeckt, von dem Ihr nun am liebsten alles verschlingen würdet?
 
Ali Shaw hat mich mit seinem "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" zwar nicht ganz von meinen Füßen geweht, vor allem weil ich mich mit seinen magisch-fantastischen Beigaben nicht so ganz anfreunden konnte und mir die ungewöhnliche Liebesgeschichte ausgereicht hätte. Mit Feinsinn und Mut zu Ungewöhnlichem und Gemächlichkeit hat er mich aber sehr für sich eingenommen, sodass ich sein in Kürze erscheinendes neues Werk Der Mann, der den Regen träumt kaum abwarten kann. 

10. Bester Pageturner – Welches Buch konntet Ihr gar nicht mehr aus der Hand legen?
 
Wenn ich einmal in einem Buch drin bin, lese ich es sehr häufig auch in einem Rutsch durch. Bei "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" hat das beispielsweise nicht geklappt, weil ich mich von diesem Roman und seiner Sprache nicht trennen wollte. Ganz anders war es wieder bei Aprilynne Pikes "Elfenkuss", bei dem ich wirklich unbedingt wissen wollte, was als Nächstes passiert, sodass ich erst mitten in der Nacht wieder hochgeschaut habe, nachdem ich das Buch beendet hatte (und das obwohl ich Elfenkuss gar nicht mal als so spannend empfand, sondern einfach nur wunderbar unterhalten wurde). 
 
11. Bester Kuss – Habt Ihr bei einem Kuss so richtig mitgefiebert, erleichtert aufgeseufzt, richtig Lust aufs Küssen bekommen?
 
Ähem. Mir fällt gerade nicht einmal ein, wer wen wann warum geküsst hat ... 
Allerdings schafft es Michelle Raven immer wieder, dass ich dem Moment des ersten Kusses entgegenfiebere.  
 
12. Beste Liebesszene – Wenn es nicht beim Küssen bleibt, welche Liebesszene hat Euch am meisten angesprochen?
 
Interessanterweise hat mir eine Szene am besten gefallen, die wahrscheinlich eher eine Antiliebesszene ist, weil sie nämlich recht realistisch daneben geht bzw. wenig Gänsehautfeeling vermittelt, mir aber beinahe ein dankbares Lächeln auf die Lippen malte.  Zu finden ist diese in Andrea Schachts "Kyria & Reb: Bis ans Ende der Welt". 
 
13. Liebster Held – Welches war Euer liebster Held?
 
Jake Hansen aus Stephanie Tylers "Navy SEALS. Entführt" fand ich einfach ... na ja ... hach. Sowas Einfühlsames und Verständnisvolles ist mir noch nie über den realen Weg gelaufen ...  

Wer mag und kann, darf gerne auch noch angeben, welcher Held Euch so richtig angesprochen hat 

– nur vom Charakter

Lili St. Crow hat in ihrem Reihenauftakt "Strange Angels: Verflucht" ihrer Protagonistin einen männlichen Partner zur Seite gestellt, den ich seiner rein optischen Beschreibung nach wohl eher von der Bettkante schubsen würde, allerdings ist er wirklich ein netter Kerl, der ohne zu fragen hilft und sich ins Gemetzel stürzt. Ein ganz wunderbarer Freund-Charakter.  

- nur vom Äußeren

Da fällt mir spontan niemand ein. 

14. Liebste Heldin – Welche Heldin hat Euch am besten gefallen?
 
Richtig klasse fand ich die kratzbürstige Dee Swann in Linda Howards Am wilden Fluss.

15. Liebstes Paar - Manchmal stimmt die Chemie einfach, welches Paar hat Euch am besten gefallen? Hier zählt das Paar als Ganzes, ein noch so anbetungswürdiger Held kann seine unwürdige Partnerin nicht raus reißen!
 
Irgendwie stimmte rein paarmäßig in meinem Lesejahr kaum etwas.  Oft fand ich, dass die jeweiligen Protagonisten nicht unbedingt zusammen passten bzw. nach einer Holzhammermethode miteinander verkuppelt wurden. Am meisten Spaß machten mir aber noch die Paare in Stephanie Tylers "Navy SEALs. Entführt" und Michelle Ravens "Riskante Nähe". In beiden Fällen haben die Beteiligten auf dramatische, aber nachvollziehbare Weise schlussendlich harmonisch zueinander gefunden und ein gutes Gefühl hinterlassen.

16. Nervigster Held – Welcher Protagonist hat Euch am meisten genervt?

Christian Grey. 
 
17. Nervigste Heldin – Bei wem konntet Ihr nur noch mit den Augen rollen?
 
Ana(stasia) Steele Grey. 
 
18. Fiesester Gegenspieler – Wer hat Euren Buchhelden am schlimmsten zugesetzt?

Einen echten Fiesling hat Inez Corbi in "Im Tal des wilden Eukalyptus" mit der realen Figur des Captain Penrith in ihre Geschichte eingeflochten. Oh, wie habe ich diesen Unmenschen verflucht und die Syphillis gegönnt ... 

19. Fieseste Schlampe – Wer hat Euch am meisten aufgeregt von den gemeinen weiblichen Charakteren? 

Offenbar haben sich mir die gemeinen weiblichen Charaktere in diesem Jahr nicht einprägen können, denn mir will so gar keine Schlampe einfallen (die gute Mrs. Robinson aus Shades of Grey konnte ebenfalls keinen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen).

20. „The big screen“ – Welches Buch würdet Ihr am liebsten verfilmt sehen? 

Ganz ehrlich? Keins. Vorläufig jedenfalls. Bitte her mit mehr Originaldrehbüchern und weniger Bestselleradaptationen. 
 
21. „Lachkrampf“- Bei welchem Buch konntet Ihr am herzhaftesten lachen? 

Da habe ich wahrscheinlich 2012 zu den falschen Büchern gegriffen. Ich habe unheimlich viel Wasser vergossen, aber kann mich nicht an einen Lachkrampf erinnern, auch wenn mich Ana Steeles innere Göttin ab und an amüsieren konnte. 
Amüsant war auch Robyn Hardings "Verliebt, verlobt, verstrickt", aber ich könnte mich jetzt nicht an Lachtränen erinnern. 
 
22. „Heulkrampf“ – Bei welchem Buch habt Ihr am meisten geweint bzw. hättet am meisten heulen können? 

Geweint habe ich bei "Forbidden" von Tabitha Suzuma und "Sunday Girl" von Isabel Ashdown. Also so richtig. Mit einer ganzen Packung Tempos. 
Rührungstränchen lasse ich ansonsten auch ganz gerne freien Lauf, kann mich aber nicht konkret an weitere Bücher erinnern.  

Das Formular zum Mitmachen gibt's bei Martina

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