Montag, 2. Juli 2012

Leseflaute - mal wieder

Es ist ja nicht so, dass ich keine Lektüre liegen hätte, aber irgendwie schaue ich sie seit Wochen nur schief von der Seite an und greife dann doch lieber zu Kamera oder Pinsel. 
Voll im Griff hat mich wieder eine jener Phasen, die ich hier schon häufiger zur Sprache gebracht habe, nämlich jene Phasen, in denen ich vor lauter beruflichen Buchstaben keine Feierabendbuchstaben mehr sehen kann. 
Das ist die Krux, wenn man seine Brötchen mit Texten anderer verdient und sie quasi im Akkord in eine andere Sprache transportieren muss. Und das dann auch noch mit einer wunderbaren Konjunkturachterbahnfahrt, die einen entweder unter- oder eben maßlos überfordert. 
Da steht mir gerade noch der Sinn nach etwas Social-Media-Pflege, aber ein schönes Büchlein am Abend vor dem Einschlafen kann mir echt gestohlen bleiben. 
Voilà, genau da befinde ich mich wieder einmal, und dabei habe ich auch wieder einmal zwei angefangene Bücher liegen, die nun nicht unbedingt schmal sind. 
Zum einen kämpfe ich seit ca. einem Monat mit Vision: Das Zeichen der Liebenden von Ana Alonso und Javier Pelegrin, Urban Fantasy für Jugendliche, die mich interessierte, ganz egal, ob das Buch geliebt oder gehasst wird. Warm will ich noch nicht so ganz mit diesem Roman werden, was wohl eher daran liegt, dass ich keinen blassen Schimmer habe, wohin die Tattoo-Reise gehen soll. Auch nach knapp zweihundert Seiten wird mehr diskutiert und überlegt, gegenseitige Aussagen widerlegt und zunichte gemacht, als dass irgendetwas Wesentliches passiert. Irgendwie schade, denn die Idee der magischen Tattoos ist durchaus reizvoll. 
Zum anderen habe ich In den Schatten lauert der Tod von Shannon McKenna in Angriff genommen, weil dieser Roman schon ziemlich lange auf meinem SuB liegt. Nicht ohne Bauchschmerzen, denn der Vorgänger, Die Nacht hat viele Augen, hat mich nicht überzeugen können. Aber gekauft ist gekauft, daher wird das Buch auch gelesen. Nach gefühlten zwanzig Seiten kann ich allerdings überhaupt noch keinen Eindruck wiedergeben. 
Dazwischen habe ich noch buchgesündigt und mir selbst ein verspätetes Geburtstagsgeschenk gemacht, nämlich André De Dienes - Marilyn Monroe: Fotografien / Memoiren, ein kleines Schmuckstück aus dem Taschen-Verlag. Das liegt nun ganz oben auf meinem Nachttisch, weil es einfach nur wunderschön anzusehen ist. 
Ich hoffe, dass ich diesen Monat noch die eine oder andere Rezension zustandebekomme und auch die Kategorie "Schmökern mit Sohnemann" nicht mehr brachliegt. Wir schmökern nämlich sehr wohl, aber seine Lesehoheit ist derzeit in Abrafaxe-Laune. Die Mosaikhefte meiner Kindheit vorzustellen, habe ich mir nicht zur Aufgabe gemacht ... 
Habt also etwas Geduld mit mir. 
In der Zwischenzeit gibt es weiterhin das tägliche Bild, um den Blog nicht in totale Stille versinken zu lassen.

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