Montag, 31. Oktober 2011

Happy Halloween!

Obwohl wir uns in unserer Gegend im Halloween-Niemandsland befinden, die jährlichen drei Kinder gestern schon an den Türen bimmelten und heute alles still sein wird, weil morgen alle wieder in die Schule müssen, inspiriert mich der dicke Morgennebel doch, ein "Happy Halloween" in die Runde zu werfen. 

 

Montag, 24. Oktober 2011

Laubkönig-Wartezeitverkürzer #22

Heute ist einer dieser Tage, an denen ich mich einfach nicht für einen Teaser entscheiden kann. Meistens mache ich zwei oder drei und entscheide dann, aber heute hat das mit dem Abzählreim einfach nicht geklappt. 

Es stehen nur noch zwei Teaser aus, und ich freue mich, heute Ursula Dittmers Geschichte "Bistescheen" vorstellen zu können, in der sie von Marsianka erzählt, deren Dorf von allerlei Naturereignissen gebeutelt wird. 

"Wäre die Kiefer nicht so hoch gewesen, dann hätte Marsianka sie gar nicht bemerkt. Die junge Frau stand am Rand der Klippe und blickte auf den Wald hinab, der den Berg wie ein schützender Umhang aus duftendem Grün umhüllte.

Der Baumriese überragte die anderen Bäume um gut das Doppelte. Marsia kniff die Augen zusammen, um besser sehen zu können. Es war eindeutig eine Kiefer. Doch wie kam deren enorme Höhe zustande? ..." 

In unserer Gegend sind Kiefern leider nicht häufig anzutreffen. Besonders große Kiefern scheinen außerdem eine ganz besondere Rarität zu sein. Deshalb habe ich mit dem Material experimentiert, das ich finden konnte, ohne mich in enorme Unkosten zu stürzen. Hintergrundfotos von mir und meinem Mann. Stockfotos http://castock.deviantart.com/gallery/4902646#/d3g5ped, http://darknight-stock.deviantart.com/gallery/3982630?offset=48#/d1femq3 und http://castock.deviantart.com/gallery/4902646#/d3g5pgq.


Teaser 22 by *Vampirbiene on deviantART
(Falls die Gif-Animation nicht angezeigt wird, auf den "Teaser 22" klicken und schon dürfte man auf meiner dA-Seite rauskommen.)

Sonntag, 23. Oktober 2011

[31 Tage - 31 Filme] Tag 13

Tag 13: Welcher Film aus deinem letzten Spontankauf landete in deinem Regal?

Zählt es auch, wenn man online Bücher stöbern war und dann doch von anderen Angeboten verführt wurde? 


Bei der letzten Gelegenheit erstand ich Weites Land mit Gregory Peck und Jean Simmons. 
Eigentlich bin ich kein großer Westernfan, aber irgendwie kam mir dieser Film bekannt vor. 
Leider habe ich ihn bis jetzt noch nicht angeschaut, sodass ich nichts Näheres sagen kann. 

Der normale Wochenendeinkauf mit Kind gerät inzwischen zur pädagogischen Herausforderung, denn unser RammschSupermarkt hat nicht nur jede Menge bunter Werbeträger Kinderzeitschriften im Angebot, sondern seit nicht allzu langer Zeit auch DVDs. 

Während ich also am Donnerstag noch durch das Vitaminangebot ging und mich wieder einmal über die fliegenbesiedelten Weintrauben aufregte, schnappte sich die kindliche Hoheit was vom DVD-Turm und verbarg es hintertückisch hinter Gemüse und Eierkarton. An der Kasse überraschte mich dann Die große Reise

Zu erklären, dass es sich um den tausendsten Teil der Dinosaga handelt, von der wir bisher gemeinsam vielleicht zwei gesehen haben, nützte auch angesichts der immer länger werdenden Schlange einkaufswütiger Rentner nix, und so zückte ich die Finanzen, um das Sonderangebot zu bezahlen. 
Bislang blieb mir aber die "Große, helle Scheibe" ... lalala erspart, weil das Wetter viel zu schön ist, als dass man vor der Glotze hängen müsste. Uff.
Memo an mich: Künftig wieder alleine einkaufen fahren oder weiter an der pädagogischen Konsequenz arbeiten ... 

Donnerstag, 20. Oktober 2011

... über "Schwanentanz" von Jean Francis

Für Leser ab 18!
Jean Francis
(Erotischer Roman)

Mystisch und unerschrocken erotisch

Zum Inhalt:
Brandon ist ein Mensch, aber er lebt in einer Welt, die es eigentlich nicht geben dürfte, einer Welt, die nur noch in Legenden zu existieren scheint. Er ist Krieger der letzten Sídhefürstin Cara, und er gehört ihr. Mit alter Magie, Ritualen und Gewalt macht Cara sich die Menschenmänner hörig, benutzt ihr Blut und ihre Manneskraft. Sie erstickt ihre Fluchtgedanken und bindet sie mit allen Mitteln an sich, damit sie dafür sorgen, dass sie vor den Menschen verborgen bleibt. 
Der Feenhügel liegt ungünstigerweise genau im Garten eines alten Hauses im entlegenen nordirischen Carryglen, in das gerade eine junge Fremde eingezogen ist. Cara, die im Síd alles und jeden dominiert, aber längst nicht untastbar ist, fürchtet nun, von den Menschen entdeckt zu werden, und sendet Brandon aus, um den Eindringling zu vertreiben. Die unerwünschte neue Bewohnerin des heruntergekommenen, spinnenbesiedelten Hauses ist Suzanna Williams, eine ehemalige Primaballerina, die nach einer schweren Verletzung nun nicht mehr tanzen darf und Abstand von der funkelnden Bühnenwelt Londons sucht. Die irischen Mythen sind der Großstädterin genauso fremd wie dem Viehbauern Spitzenschuheinlagen. 
Schon bald begegnet sie Brandon, der sie befehlsgemäß verscheuchen will, aber plötzlich ganz andere Wünsche hegt und auf einmal hin- und hergerissen ist zwischen der Versuchung und neuen Fluchtgelegenheit, die Suzanna bedeutet, und der Hörigkeit und Angst, die mit Cara verbunden sind. Zwischen Brandon und Suzanna knistert, nein, brennt es rasch lichterloh. 
Natürlich dauert es auch nicht mehr lange, bis Suzanna mit den Legenden um das Feenvolk in Berührung kommt, Brandon in Gefahr gerät und Suzanna mutig Cara gegenübertritt ... 

Mittwoch, 19. Oktober 2011

[31 Tage - 31 Filme] Tag 10, 11 und 12

Tag 10: Welcher ist der lustigste Film, den du kennst?

Hm, ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. 
Mit Komödien geht es mir meist wie mit Thrillern oder Horrorfilmen: Hat man sie einmal gesehen, ist beim zweiten Mal der Effekt weg. Deshalb fällt mir gerade kein Film ein, bei dem ich mich auch beim zweiten Mal vor Lachen fast zerfetzt hätte. 

Tag 11: Welchen Film würdest du deinen Kindern zeigen?

Momentan sehen wir, wenn mal schlechtes Wetter und die Bastelkiste leer ist, Filme, die ich im Alter meines Sohnes gesehen habe. Ich habe nämlich einen Märchenprinz zu Hause, der unheimlich gerne Märchenfilme schaut, weshalb wir uns auch durch die Defa-Märchenkiste wühlen. Festgestellt habe ich, dass ihm die russischen Märchenfilmklassiker manchmal zu hektisch sind und er der Geschichte nicht immer gut folgen kann. Sein erster (und bisher letzter) Kinofilm war Rapunzel - Neu verföhnt, und den fand er zwar mädchenhaft, aber doch irgendwie cool. 

Tag 12: Die 7. DVD/Blu-ray/Video in deinem Regal von rechts.

Moment, ich husche mal zum DVD-Karton ... 
... so, da bin ich wieder. 
Die 7. DVD ist Ein Herz im Winter
Das trifft sich ja gut, denn irgendwann hätte ich diesen französischen Film noch vorgestellt. 
Dieser Spielfilm aus dem Jahr 1992 wurde von Claude Sautet inszeniert und besticht mit einer Dreiecksgeschichte, die einmal nicht ausgelutscht ist. 
Im Mittelpunkt stehen Stéphane und Maxime, die gemeinsam ein Geigenbaugeschäft betreiben. Die beiden Männer sind sehr unterschiedliche Charaktere, und während Maxime sein offenes Wesen (nicht nur im Kundenkontakt) auslebt, ist Stéphane eher im Hintergrund und arbeitet an den Instrumenten. Stéphane steht für das titelgebende Herz im Winter - er ist verschlossen und auf gewisse Weise vom Leben abgeschnitten. 
Sie akzeptieren und respektieren einander, sind Freunde, kommen sich nicht nicht in die Quere.
Eines Tages bringt aber Maxime seine neue Eroberung, die aufstrebende Violinistin Camille, mit. Stéphane ist von ihr fasziniert, hält sich aber fern. Vermutlich genießt er aber die Verführung aus der Ferne. Lange Zeit sind ausschließlich Blicke Spiegel von Gefühlen. Als Camille Stéphane jedoch gesteht, dass sie ihn liebt und bereit ist, ihn zu nehmen, wie er nun einmal ist, verschließt er sich wieder und verletzt die lebenslustige junge Frau damit zutiefst, woran letztendlich sogar die Männerfreundschaft zerbricht. 
Subtil, leise, melodisch, das dürften die Attribute sein, die zu diesem Film passen. Er erzählt eine Geschichte über die fragilen Fäden, die Männer miteinander verbinden, und über die Liebe, deren richtiger Zeitpunkt nicht verpasst werden sollte. 
Auch heute noch sehenswert und nicht nur Freunden des französischen Films zu empfehlen. 

Montag, 17. Oktober 2011

Verrückt nach Pop-up-Büchern


Es war einmal eine Buchmesse ... 
Nein, nicht die in Frankfurt, denn das Frankfurter Event fällt für mich alljährlich in logistisches Nirwana. 
Es war die Leipziger im März 2011, die mich an etwas erinnert hat, das ich über Jahre nicht bewusst im Gedächtnis hatte: Pop-up-Bücher. 
Ich weiß noch, dass unsere städtische Bücherei ein einziges Klappbilderbuch hatte, das ich als Kind immer wieder ausleihen musste, weil es mich einfach faszinierte, wie die Bilder beim Aufklappen aufstanden und eine neue Geschichte erzählten. Leider habe ich selbst nie ein Pop-up-Buch bekommen. Kein Wunder, denn selbst ewig im Voraus bestellte Bücher bekam man in unserem duft(end)en Kleinstadtbuchladen nicht immer. 
Später habe ich einfach vergessen, dass es solche Bücher gibt, und im neuerlichen Mutterdasein waren mir bislang all die pädagogisch wertvollen Bücher mit pädagogisch wertvollen Kläppchen und Schieberchen stets ein Graus, weil kleine Kinderfinger gar so gerne Fensterchen aus teuren Bücherchen reißen und der Entdeckungseffekt gerade so lange anhält, wie das Papier ein Reißgeräusch herausstöhnen kann. 
Jedenfalls stolperte ich in der Bildungshalle 2 bei Dorling Kindersley in ein winzigkleines Paradies und mit vollem Rucksack wieder raus. 
Kind ist nun bald Schulkind, dachte ich mir, und da kann man ja schon einmal altersmäßig vorgreifen und -kaufen und stößt zumindest nicht mehr auf Dauermissverständnis, was den pfleglichen Umgang mit wohlriechendem gebundenem Papier angeht. 
Nach Hause schleppte ich zunächst einmal Populärwissenschaftliches (und fragte mich, warum schon wieder mal alles ausländisches, anstatt heimisches Material sein muss, aber sei's drum ...). 
Man höre und staune: Nach gut einem halben Jahr leben alle Schätzchen noch. Nix rausgerissen, nix angeknabbert, aber alles mit viel Interesse in den leuchtenden Blauäuglein beschaut. 


"Weltall" und "Körper" 

Besonders angetan haben ihm es die beiden Bücher Weltall und Körper

Beide Bücher haben gerade einmal 14 Seiten (7 Doppelseiten) und einen, wie bei Pop-up-Büchern aufgrund der aufwändigen Gestaltung üblich, stolzen Preis. 

Vorausschicken muss ich, dass die Altersempfehlung vergleichsweise fragwürdig ist. Mein Sohn ist natürlich noch viel zu jung für die Bücher, die mit einer Altersempfehlung von 8 bis 10 Jahren angesetzt sind, und findet momentan Farben und Aufklappeffekte noch wesentlich interessanter als den zugehörigen Text. Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob man einen 10-Jährigen noch mit einem solchen Buch von der Spielkonsole weglocken kann. Ob sie im Zielalter thematisch interessant bzw. relevant sind, vermag ich ebenfalls nicht zu beurteilen, da meine eigene Beschäftigung mit dem Lehrplan bislang nicht über das erste Jahr hinausreicht. Beispielsweise befasst sich "Körper" in einem Kapitel mit Zellen und neuem Leben und geht dabei auf Chromosomen und DNS ein, ein weiteres Kapitel ist der Abwehr gewidmet. Das ist natürlich alles hochinteressant und gehört zum Thema dazu, aber ob nun 8- bis 10-Jährige im Sachkunde- und später Biounterricht bereits mit Chromosomen und lymphatischen System in Berührung kommen, wage ich zu bezweifeln. Diese Themen ziehen meines Erachtens deutlichen Erklärungsbedarf nach sich, was die gemeinsame Buchbetrachtung zwar kommunikativ macht, aber auf Elternseite doch einiges abverlangt. 
"Weltall" war für uns alle spannender, weil wir hier mit dem Kind mitlernen. Natürlich übersteigt der Begriff Weltall derzeit noch die Vorstellungskraft, denn momentan ist die Vorstellung Land schon kaum ermesslich. Auch dieses Buch ist für 8- bis 10-Jährige gedacht und verbreitet sicher mehr Wissen, als üblicherweise von der Schule vermittelt werden dürfte. Natürlich spricht nie etwas gegen eine außerschulische Interessenweckung. Da ich selber nämlich astronomisch vollkommen unbeleckt bin, ist "Weltall" genau das richtige Pop-up-Buch für mein hehres Erwachsenenalter. 
Beide Bücher haben auf der ersten Seite zusätzlich einen Soundeffekt, den man getrost vernachlässigen kann. Besonders der Herzschlag in "Körper" wirkte auf unser Kind zunächst etwas verstörend, ebenso wie das Kunststoffauge, das einem vom Umschlag aus entgegenblitzt.
Trotzdem sind sie zwei schöne Schätze zum Immerwiederanschauen und Entdecken. 

Insekten

Mitgebracht, angeschaut und an die kindliche Verwandtschaft verschenkt habe ich außerdem noch Insektenwissen. 

Wie Tiere wohnen: Mit spektakulären Pop-up-Szenen ist für 5- bis 8-Jährige vorgesehen und führt spannend in tierische Behausungen. Auch hier darf aufgeklappt, geschoben und gestaunt werden. 
Positiv hervorzuheben sind die natürlichen Farben, die den Wissensvermittlungseffekt untermalen. Oft zeichnen sich Kinderbücher ja durch übertriebene, unnatürliche Farbgebung aus, was zwar den Spannungseffekt verstärken mag, aber unter Umständen eine falsche Naturvorstellung nach sich ziehen kann. Dieses Buch, das im Hochformat zu betrachten ist, macht jedenfalls Lust auf mehr Naturinformation, und ich werde es auch noch ein zweites Mal kaufen.

Ein wesentlich bunteres Buch ist Insekten: Ein Pop-up-Buch zum Entdecken, das mein Sohn als Mädchenbuch verunglimpfte. Um ehrlich zu sein, ist das nicht ganz abwegig, denn dieses Bilderbuch ist für 4- bis 6-Jährige gedacht und tastet sich mit eher romantisch-bunter Zurschaustellung von Blümchen und bunten Insekten, wie Schmetterlingen und Marienkäfern, als mit viel Information an die Zielgruppe heran. Aber auch hier handelt es sich größtenteils realistische Abbildungen (u. a. Fotos) und das gemeinsame Blättern und Erkunden macht Spaß. Dieses Buch würde ich nun meinem Sohn aber nicht mehr nachkaufen, weil er ihm sicherlich entwachsen ist.





"Regenwald"

Nicht auf der Messe, aber später und keineswegs zu dem aktuell horrenden Preis (Neuauflage folgt nächstes Jahr) habe ich auf Sohnemanns Wunsch Regenwald: Vom Unterholz bis zu den Baumkronen erstanden. Der Einwand, er sei noch zwei Jahre zu jung, zählt sowieso nicht, und bereut haben wird den Kauf auch nicht. Kollege Frosch auf dem Umschlag hatte es Sohnemann nämlich sofort angetan. Auch hier werden die Seiten nicht von rechts nach links, sondern von unten nach oben aufgeschlagen, sodass sich alle zwei Seiten 3D-Szenerien von der Wasserwelt des Amazonas bis hin zu Baumriesen auftun. Dazu gibt es jeweils eine Legende, sodass man die Bewohner entsprechend in der Klappszene suchen kann. Dann folgt jeweils eine Doppelseite ohne Extras mit weiteren Informationen zum Thema. Auch dieses Buch ist für 8- bis 10-Jährige vorgesehen und bietet, erfreulicherweise ohne störenden Sound, mit Illustrationen und Fotos einen spannenden Freizeit-/Nachttischausflug in den Regenwald. 


Wer viel Geld übrig hat bzw. für pfleglichen Bücherumgang bekannte Entdecker mit etwas Besonderem beschenken möchte, das sie aber wirklich zu schätzen wissen müssen, der darf sich bei Oetinger umschauen. Denn da gibt es jeweils 12 Seiten echte Papierkunst zu einem Wirklich-nur-für-besondere-Gelegenheiten-Preis. 
Aber Achtung: Die Umschlaggestaltung wirkt klassisch-wissenschaftlicher und ernster als der Inhalt wirklich ist, denn der kommt höchst farbenfroh daher, der unser April-Geburtstagskind ausrufen ließ: "Ehrlich? War der T-Rex wirklich rot und das Megafaultier orange?" Sorry, Kind, aber wer weiß das schon. Aber angesichts des Klappabenteuers auf jeder Doppelseite waren ihm die Farben dann schnell "wurscht". 
Die Rede ist von folgenden Regalschätzen, die man beinahe nur unter Aufsicht oder gemeinsam anschauen möchte aus Angst, man könne die Papierarbeit zerstören: 
und .

Etwas Äquivalentes gibt es für die Verehrerin kleiner Zauberwesen, und wir mussten es natürlich der Freundin unseres Prinzen schenken. Diese schwelgt nun in filigran-bunten Feen und Elfen und träumt von Zauberwelten: 

Allesamt sind etwas für Liebhaber und Sammler, aber nicht unbedingt für Kinderhände auf dem Weg zu ausgefeilter Motorik.  

Bleibt nur die Frage: Welches Pop-up-Buch schenkt sich Mutter - äh - schenkt die Mutter dem Kind zu Weihnachten?

[31 Tage - 31 Filme] Tag 8 und 9

Da Tag 8 und Tag 9 schon wieder das "Lieblings"-Damokles-Schwert schärfen, fasse ich auch diese beiden Tage wieder in einem Posting zusammen. 

Tag 8: Nenne einen Film von deinem Lieblingsregisseur (wahlweise: Lieblingsschauspieler(in))!

In Bezug auf Regisseure bin ich normalerweise ein Banause. Allzu oft vergesse ich einfach, von wem ein Drehbuch umgesetzt wurde, oder ich achte einfach nicht darauf. Sträflich. Ich weiß. Ohne den Regisseur kann ein Film schließlich nicht funktionieren. 
Ich muss aber sagen, dass ich ein Hitchcock-Fan bin, mich aber relativ wenig mit seinem Schaffen und theoretischen Details befasse. 
Mir geht es lediglich um Gefallen oder Nichtgefallen, ganz gleich, welche Technik dahinter steht. 

Unter seinen zahlreichen Filmen habe ich zwei Favouriten, die nicht ganz so häufig zu sehen sind wie vielleicht die üblichen Verdächtigen "Die Vögel", "Psycho" oder "Marnie". 


Das ist zum einen Hitchcocks erster Hollywood-Film Rebecca nach Daphne du Mauriers gleichnamigen Roman mit Joan Fontaine und Laurence Olivier in den Hauptrollen. Nach gut einem Dutzend Filmen wurde Joan Fontaine, die die auf allen Seiten auf Widerstand stoßende 2. Mrs. de Winter zwischen Verzweiflung, Unsicherheit, Hoffnung und Liebe angemessen und authentisch portraitiert, endlich auch in Hollywood wahrgenommen (nicht nur mit einer Oscar-Nominierung). Ich muss gestehen, dass mir Laurence Olivier weniger glaubhaft und wesentlich blasser in Erinnerung geblieben ist. Auch wenn die Darstellungsweise heutzutage doch arg angestaubt wirken mag, so ist doch der Film schon beinahe allein aufgrund des beeindruckenden Spiels von Licht und Schatten immer noch sehenswert. 




Zum anderen ist das Immer Ärger mit Harry aus dem Jahr 1955 mit Shirley MacLaine und John Forsythe (Denver-Clan) in den Hauptrollen. "Immer Ärger mit Harry" ist einfach köstlich amüsant. Da liegt bei schönstem Wetter im Wald eine Leiche herum, die von den spaziergehenden Dorfbewohnern nach und nach immer wieder gefunden wird. Sie stolpern buchstäblich über den Toten, der als Harry identifiziert wird, und jeder ist der Meinung, er habe dessen Tod verschuldet und will das nun vertuschen. Was folgt ist ein Ein- und Ausbuddeln des Toten, unnötige Selbstvorwürfe, eine eigentlich absurde, unrealistische Geschichte, die trotz langer Kamerafahrten und Szenen, in denen vermeintlich nichts passiert, mit vielen Schmunzelmomenten aufwartet. Eine Grundgeschichte, die in der Zwischenzeit häufig kopiert wurde, aber nie und nimmer an dieses Original heranreicht. Sehr sehenswert und absolut unterbewertet.



Tag 9: Welcher ist der schlechteste Film deines Lieblingsregisseurs (wahlweise: Lieblingsschauspieler(in))?

Ich fühle mich nicht in der Position, zu beurteilen, ob ein Film wirklich schlecht ist, deshalb interpretiere ich die Frage im Sinne von "Welcher Film deines XY hat dir am wenigsten gefallen?".

Ich bin sogar überzeugt, dass der betreffende Film nicht schlecht ist, denn all seine Überspitzungen sind mit Sicherheit beabsichtigt und ganz bewusst eingebracht worden.
Trotzdem kann ich mit Hitchcocks Frenzy überhaupt nichts anfangen.
Als ich den Film zum ersten Mal sah, war ich, glaube ich, noch keine 18. Damals fand ich ihn langweilig und konnte auch Hitchcocks makabren Humor  nicht nachvollziehen. Nach ein paar Jahren Abstand war ich der Auffassung, dass ich wohl einfach noch nicht "reif" für "Frenzy" war.
Deshalb habe ich aber immer wieder Ausschau nach Fernsehausstrahlungen gehalten und "Frenzy" mehrere Chancen gegeben.
Ich glaube mittlerweile, dass ich schlichtweg mit der britischen Atmosphäre, die hier in blassen Farben daherkommt, nichts anfangen kann. Dazu kommt das 70er-Flair, das sich bei einem Film von 1972 natürlich schlecht vermeiden lässt. Außerdem dürfte die locker-flockige Synchronisation der 70er zusätzlich dazu beitragen, dass ich diesen Film nicht wirklich ernst nehme. Vielleicht revidiere ich meine Meinung, wenn ich einmal im Besitz der DVD-Version bin und mir das Original anschaue (ich winke hier ausdrücklich mit allen Zaunslatten der Schrebergartensiedlung! Geschenke werden gerne angenommen ;-)). 

Vielleicht reiche ich zu diesen beiden Tagen noch die Schauspieler-Variante nach.
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