Montag, 28. März 2011

Die Post war da ...

... ich aber nicht :-) 

Deshalb erreichten die Sendungen mich erst jetzt. 

Zuerst bekam ich endlich die Sendung von Vorablesen mit Astrid Rupperts Wenn nicht jetzt, wann dann?. Langsam hatte ich schon Angst gehabt, die Post hätte das Buch verschlampt. weil ich schon vor zwei Wochen die Information bekommen hatte, dass ich diesen Roman lesen dürfte. Deshalb bin ich auch froh, dass es keinen Termin gibt, zu dem das Buch gelesen sein muss. Wie immer werde ich mir aber Mühe geben, die Lektüre zeitnah zu absolvieren.

Das zweite Päckchen war eine Überraschung. 
Die Bibliothèque des vampires, wo ich immer gerne nach Büchern stöbere und schon Einiges gefunden habe, was ich noch nicht kannte, hatte nämlich die Leser zur Abstimmung über die schönsten klassischen und modernen Vampirgeschichten aufgefordert, und da dachte ich mir, ich stimme auch mal ab. 
Siehe da, ich habe sogar etwas gewonnen, nämlich einen  signierten Kalender von Gerald Axelrod mit Fotografien aus Rumänien auf den Spuren von Dracula. 
Na ja, es ist zwar schon fast April, aber Kalender kann man ja nie genug haben, vor allem, wenn sie mit  so schönen atmosphärischen Fotografien aufwarten.  

Zu guter Letzt schließlich kamen dann auch noch die LeseBlüten Lyrik 2011 vom Piepmatz-Verlag
Überpünktlich als Ostergeschenk für meine Lyrikfreundin. 
Sehr schön. 

Übrigens feiert der Piepmatz-Verlag Geburtstag und veranstaltet ein Gewinnspiel, bei dem es die LeseBlüten Prosa 2010, die LeseBlüten Lyrik 2011 und die LeseBlüten Fantasy 2011 zu gewinnen gibt. Dafür muss bis 4.4.2011, 9:00 Uhr, lediglich eine klitzekleine Frage per Mail beantwortet werden. Mehr Informationen gibt's auf der Homepage des Verlages. [Klick]
Ich drücke die Daumen!

Sonntag, 27. März 2011

Sonntagsspaziergang

Das Wetter hat mich erhört: Der Regen hat sich gestern noch vor 18 Uhr verzogen, und heute hatten wir den ganzen Tag Sonnenschein. Selbstverständlich waren wir am Nachmittag wieder auf Fototour:

Samstag, 26. März 2011

Bastelei in Rot

Eine Bastelei vom Februar. 
So langsam aber sicher juckt mir mein Auslöserfinger, und ich hoffe, dass wir morgen mal wieder mit der Kamera rauskommen. 
Verzieh dich, Regen!

LeseBlüten Fantasy 2011

Pünktlich zum Wochenende reihe ich mich in den allgemeinen Reigen ein und mache mal Werbung:

Im Piepmatz Verlag erscheinen in Kürze zwei neue Anthologien. 

Und zwar einmal am 28.03.2011 die LeseBlüten Lyrik 2011, ISBN: 978-3-942786-01-0, Umfang: 256 Seiten, broschiert, die für 12,95 € versandkostenfrei beim Verlag bestellt werden kann.
 
Und dann schließlich am 12.04.2011 die LeseBlüten Fantasy 2011
ISBN: 978-3-942786-02-7, Umfang: 224 Seiten, broschiert.  
Auch diese Anthologie kann zu einem Preis von 12,95 € portofrei schon jetzt beim Verlag vorbestellt werden. Unter allen Vorbestellern wird übrigens ein Freiexemplar verlost!

Darin werden unter anderem Geschichten von Carol Grayson, Annette Eickert vertreten sein, aber auch Charlene und Mirjam haben eine Geschichte beigetragen. Ich habe meine "Melody" beigesteuert, die ich selber jetzt nicht so "fantastisch" finde, aber die Verlegerin war der Auffassung, sie passt sehr wohl, und so hat nun meine allererste Geschichte überhaupt nach zwanzig Jahren ein Zuhause in einem Buch gefunden. 

Weil ich das Projekt toll fand und so bunte Kurzgeschichtensammlungen sehr mag, konnte ich es nicht lassen und habe zzgl. zu meinen Pflichtexemplaren noch ein paar mehr Bücher geordert, sodass demnächst bei mir - selbstverständlich signierte - Exemplare bestellt werden dürfen. 
Wann es losgeht, werde ich natürlich hier verkünden.

Freitag, 25. März 2011

Im Zwiespalt

Manchmal ist das Schreiben eine seltsame Sache und Autoren noch viel seltsamer. 
Eigentlich müsste ich vor Freude im Kreise springen, denn mich erreichte gerade die Nachricht, dass eine Kurzgeschichte für eine Anthologie angenommen wurde. 
Nun aber sitze ich hier und drehe, wenn ich nicht gerade in die Tasten haue, den Kugelschreiber hin und her, weil ich unschlüssig bin, ob ich den Vertrag unterschreiben soll. 
Nicht nur einmal habe ich gesagt, dass ich zwar hin und wieder eigene Erlebnisse in meinen Geschichten verarbeite, aber nie über mich selber schreibe. 
Nie stimmt nicht. 
Einmal habe ich über mich geschrieben und das Produkt in die Therapieschublade gelegt. 
Dann aber ermutigte mich eine befreundete Autorin, die Geschichte einzureichen. 
Ich würde zwar nicht ins Wasser hüpfen, nur weil mich jemand ermutigt, aber in diesem Fall habe ich brav Folge geleistet und nicht mehr darüber nachgedacht. 
So ist gut ein Dreivierteljahr ins Land gegangen ...
Genau diese Geschichte starrt mir nun vom Bildschirm als Druckfahne entgegen, der Vertrag liegt auf dem Tisch, der Kugelschreiber klemmt wie üblich hinter meinem rechten Ohr. 
Der Therapieschreiberling in mir ist unentschlossen ... ich werde wohl eine Nacht darüber schlafen müssen.

... im Gedränge zwischen Menschen und Büchern - Tag 3

Tja, der Samstag war auch gleichzeitig mein letzter Messetag, denn wenn ich schon einmal in meiner alten Heimat Leipzig war, musste auch noch viel Zeit für alte Freundin übrig bleiben. 
So kurz wie mein Besuch wird wohl auch mein Bericht.
Schon immer war es samstags voll, aber weil ich früher bereits vor dem Hauptbahnhof in die 16 umsteigen konnte, war mir bislang die Megaquetscherfahrung vom Hauptbahnhof erspart geblieben. Bekanntlich gibt es für alles ein erstes Mal ... 
Eingequetscht zwischen Fahrkartenentwerter und Rückenlehne der letzten Sitzreihe beschloss ich, dass ich meinen kompletten Leipzig-liest-Plan über den Haufen werfen und einfach ohne festen Plan und vor allem ohne Lesungsterminstress durch die Hallen streifen würde.
Feste Verabredungen hatte ich keine, sodass ich es vorzog, mich hier und da hinzuzugesellen, anstatt jedes Mal auf die Uhr schauen zu müssen, um es termingerecht durch die Glasröhren zu schaffen.
Deshalb ging ich auch nach meiner üblichen Ankunft im CCL nicht weiter in die verstopfte Halle 2 zur Fantasy-Insel, wie ich eigentlich geplant hatte, sondern ganz entspannt in Halle 3. 
Und das war richtig angenehm. Fast zwei Stunden wanderte ich durch die Buchkunst, die ich an den Vortagen verpasst hatte. Grundsätzlich finde ich ja alles rund um das Buch spannend, inkl. Druckerschwärze an den Händen. Ich guckte hier, schnackte da, blätterte dort in den schönsten Büchern der Welt und schlenderte doch recht gemütlich umher, schmökerte bei anderen on-demand-Anbietern, füllte meinen Lesezeichenvorrat bei BoD auf und war weiterhin in Erwachsenenbildungsmission unterwegs. 
Für meine reisewilligen Französischschüler fand ich sogar noch ein Sprachhilfsmittel in Taschenformat, das allerdings einige Mängel aufwies, die die Übersetzerin in mir auf den Plan riefen und zu einem kritischen Gespräch mit den Entwicklern führten. Damit war dann auch meine Samstagsverwirrung komplett, denn dass ich ein "Fachgespräch" auf Englisch führen muss (wo ich doch nur TV-Serienenglisch kann), in dem es um ein französisches Dokument geht, war fernab meines Tagesplans gewesen. 
Wie war ich doch froh, dass ich direkt im Anschluss meinen Regaltraum mit der Lösung für mein aktuellen Bücherstapelproblem fand. Das liebe ich mir an der Messe: der Besuch im Möbelhaus kann nun ausfallen, denn auch dieser Part rund ums Buch war auf dem Messegelände vertreten. 
Wie schnell doch die Zeit verging ... zwischendurch bin ich übrigens schon wieder Markus Heitz über den Weg gelaufen, außerdem Wiebke Lorenz und bestimmt hundert anderen, die ich nicht erkannt habe :-), habe bei Droemer-Knaur einer Dame "Die verborgene Sprache der Blumen" aufgeschwatzt, für meine Freundin Geld bei Ullstein gelassen, meinen Wunschzettel für französische Bücher ergänzt ... und ehe ich es mich versah, war es schon Nachmittag und ich schlug mich nun doch zwischen bunten Gestalten durch Halle 2, um mich zu verabschieden. 
Nachdem ich noch eine halbe Stunde ergebnislos bei einem der Schulbuchverlage mit schmerzenden Füßen herumgestanden und auf den für die Erwachsenenbildung zuständigen Mitarbeiter gewartet hatte, beschloss ich, meine Zelte abzubrechen. 
Dummerweise habe ich im kontinuierlichen Rauschen und Getümmel der Hallen mein Telefon nicht gehört. So saß ich bereits in der Straßenbahn und war nur noch eine Station von Hauptbahnhof entfernt, als ich die SMS sah. Lose war ich mit der Autorin Michelle Klemm verabredet, hatte aber kaum damit gerechnet, dass wir uns an einem so vollen Messetag zusammenfinden würden. Trotzdem schade, dass wir uns verfehlt haben.
Auch wenn ich rückblickend den Eindruck habe, dass ich weitaus weniger belletristisch unterwegs war, als ich hätte sein wollen, bin ich rundum zufrieden mit meinem Leipzig-Besuch. Ich freue mich, dass ich so viele Menschen kennengelernt habe, und wahrscheinlich habe ich in den 3 Tagen mehr gesprochen als sonst in einer Woche (nicht, dass ich mit meinem Sohn nicht sprechen würde, aber beruflich bin ich mündlich eher weniger gefordert). 
Ich freue mich aufs nächste Jahr und hoffe, dass wir dann den "Laubkönig" im Gepäck haben.

Dienstag, 22. März 2011

Stau in der Inbox

Obwohl ich seit Sonntag an meinem Posteingang arbeite, bin ich noch nicht ansatzweise vollständig durch den Wust durchgedrungen. 
Es ist schier unglaublich, wie viel sich in vier Tagen in drei Postfächern ansammeln kann und tatsächlich KEIN Spam ist.
Dazu ist mir noch etwas, was sich Arbeit nennt und (da ich ja selbständig auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen bin hoffentlich) länger andauern wird, dazwischengekommen. 
Ich bitte daher, Verzögerungen bei der Postbeantwortung zu entschuldigen. 
Lesezeichen verschicke ich, ohne die Mails zu beantworten, denn das mache ich gleich mit der echten Post. 
Also bitte nicht wundern, wenn keine Rückantwort per Mail kommt.
Selbstverständlich verwende ich die Adressen nur für die Zusendung der Lesezeichen!
Infos zum "Laubkönig" gibt es demnächst, wenn Verlegerin und ich durch den virtuellen Postberg wieder zueinander gefunden haben.

... im Gedränge zwischen Menschen und Büchern - Tag 2

Mit einem Buchmessetag war es nicht getan, sodass ich mich am Freitag wieder ins Hauptbahnhofgetümmel gestürzt habe, wo auch wesentlich mehr los war als am Donnerstag. Da ich aber (meistens) ein geduldiger Mensch bin, habe ich lieber eine Straßenbahn davonfahren lassen, als mich zerquetschen zu lassen. Die Verkehrsbetriebe haben die Straßenbahnen nämlich in einem Zwei- bis Fünfminutentakt zum Messegelände verkehren lassen, sodass bestimmt jeder ohne großartige Verspätung ans Ziel kam, sofern nicht etwas dazwischenfunkte. Zur Buchmesse herrscht nun mal verkehrstechnischer Ausnahmezustand, und ich halte es durchaus für einen organisatorischen Kraftakt, die Verkehrmittel zu koordinieren. Auch wenn man manchmal hinsichtlich der Fahrkartennutzung das Gefühl hat, dass bei den Verkehrbetrieben die linke Hand nicht weiß, was die rechte macht (so behauptete eine Kontrolleurin, die mich in der 3 zur Kasse bitten wollte, die Fahrkarte gelte nur ab Hbf, obwohl das Gegenteil klein auf der großen Fachbesucherkarte steht, wurde dann aber von Kontrolleur Nr. 2 zurechtgewiesen), gibt es von mir einen Daumen hoch für die Beherrschung der Lage!

Ich bin also wieder durch den Fachbesuchereingang geschlüpft und habe noch einmal mein Glück in Halle 2 versucht, weil ich dort ohnehin um 11 Uhr einen Termin mit Frau Stadelmann von und im Wunderwaldverlag hatte. 
Natürlich war ich pünktlich zur regulären Öffnungszeit anwesend, weshalb ich mich wieder zu den Lehrbuchverlagen aufmachte und schließlich sogar Glück hatte. Oder Unglück ... wie man's eben nimmt. Denn zum (nicht mehr ganz so) frühen Morgen beglückte mich der Standmitarbeiter mit Höchstgeschwindigkeitsfranzösisch, sodass ich erst einmal meine Sprachkenntnisse verleugnet habe. Ich bin Übersetzerin und kein Dolmetsch-TGV. Interessant war die individuelle Buchvorstellung aber doch und ich werde zumindest mit den Probelektionen im Unterricht arbeiten. 
Das Ganze hat dann sogar so lange gedauert, dass ich im Anschluss direkt zum Wunderwaldverlagsstand schlendern konnte, wo ich Frau Stadelmann mit Kind und Kegel antraf und auch ein Poster abstaubte. 

Für diesen Tag hatte ich mich extra in Werbeschale geworfen, denn aus gegebenem Anlass ließ ich ein T-Shirt mit dem vorläufigen Cover unserer Anthologie bedrucken, siehe rechts. 
Ist es nicht schick?
Aber weiter im Text ...
Man darf keineswegs davon ausgehen, dass Verlegerin und ich uns zuvor schon persönlich begegnet sind. 
Im digitalen Zeitalter kannten wir uns nämlich noch nicht von Angesicht zu Angesicht. Deshalb musste ich mich angemessen zu erkennen geben, und Frau Stadelmann erwartete wohl auch ein typische Übersetzerin (bebrillt und so - wenn jemand weiß, wie typische Übersetzer aussehen, würde ich mich über ein Phantombild sehr freuen, damit ich mir ein Bild machen kann). 
Jedenfalls haben die Verlegerin und ich eine gute Stunde über die Anthologie und vieles mehr geschnattert, und da nach der Messe vor der Messe ist, werden wir uns in Bälde an die Fertigstellung der Anthologie machen. Vor der Messe hat es leider aufgrund diverser organisatorischer Widrigkeiten nicht mehr geklappt, und gut Ding will schließlich Weile haben. 


Am Vortag hatte ich bereits die strategische Position der Fantasy-Insel erkundet, damit ich am Freitag Cornelia Franke nicht verfehlen konnte. Da die Anthologiejury Cornelias Kurzgeschichte ausgewählt hatte, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, die Lesung zu ihrem Kinderbuch Timmy und die Allergomörder zu besuchen und hinterher einmal offiziell guten Tag zu sagen. Die Lesung war auch gut besucht, auch wenn die Schulklassen scheinbar eher ihre Mittagspause in die Fantasy-Insel verlegt hatten, auch war die Geräuschkulisse der Halle der Lesung nicht gerade zuträglich, aber trotzdem habe ich gespannt gelauscht. Anschließend habe ich brav die kindlichen Autogrammjäger vorgelassen, bevor ich Cornelia dann überfallen habe. Dabei habe ich gleich noch Sandra von Read and be yourself ... kennengelernt, mit der ich mich am Nachmittag noch treffen wollte. Frech, wie ich eigentlich gar nicht bin, habe ich dann glatt Sandras Interview mit Cornelia beigewohnt, damit ich wusste, was mich erwartete. Später bin ich mit Cornelia noch kurz durch die Halle 2 zum Stand vom Papierfresserchens MTM-Verlag geschlendert, wo sie auch schon von einem Kettenleser fürs nächste Interview erwartet wurde.

Allein bin ich also weiter in Halle 5 gewandert, die ich am Vortag nur ganz kurz besucht hatte.  Zwischendurch stieß ich zwei Mal beinahe mit Markus Heitz zusammen und quatschte mich dann am Stand der Deutschen Sprachwelt fest (ich sag ja, ich war auch als Übersetzer unterwegs), bevor ich wieder in die Glashalle zum Blauen Sofa flitzte, um meine Freundin einzusammeln. 
Gemeinsam machten wir uns auf zum BoD-Stand in Halle 3, wo ich meinen randplatzierten Bestseller präsentierte und auch mit einer Dame vom Marketing näher ins Gespräch kam. Bei der Gelegenheit habe ich mir auch gleich einmal die e-Books von BoD angeschaut. Seit kurzem kann man nämlich seine Printausgabe auch in eine e-Ausgabe umwandeln lassen. Da Books on Demand ein Verlagsdienstleister ist, kostet das natürlich Geld und da will man doch schon gerne sehen, was man für sein Geld bekommt. Da BoD den für die Printausgabe eingereichten PDF-Buchblock in ein (bislang auf Apple beschränktes) e-Format konvertieren muss (wofür tatsächlich ein menschlicher Mitarbeiter notwendig ist), ist das wohl mit einigem Aufwand verbunden. Nun ja, ich habe mir also ein paar Beispiele an einem echten iPad angesehen und bin zu dem Schluss gekommen, dass es mein Buch erst einmal nicht als e-Book geben wird. Da ich vertraglich an BoD gebunden bin, muss ich e-Books über BoD realisieren lassen, so ich mich denn für das elektronische Format entscheide. Wie erwähnt, wird es  sobald ich dazukomme, eine überarbeitete Version von Blutsuche: Annes Reise geben, sodass ich mir momentan lieber die Kosten spare, zumal ich noch nicht wirklich eine Zielgruppe sehe. Wenn das Angebot einmal weiter ausgebaut ist, sodass nicht nur Apple, sondern auch andere Anbieter bedient werden, könnte man darüber nachdenken, aber bis dahin wird es sicherlich noch einige interne Änderungen geben (vielleicht kann man auch irgendwann ein besseres Format als PDF zur e-Book-Herstellung liefern, um den Konvertierungsaufwand zu minimieren). Ich warte also ab ...
Nach eher ziellosem Herumstreifen, Schauen und Blättern kehrte ich um 15.30 Uhr wieder zu BoD zurück, wo Sandra von Read and be yourself ... mich zum Interview erwartete. Was wir eine Stunde lang zu Beschnacken hatten, könnt Ihr bald bei ihr nachlesen. 

Wie doch die Zeit vergeht ... Nachdem ich auch noch einmal buchstäblich in Sandra Vogel vom Piepmatz-Verlag gerannt bin, haben meine Freundin und ich uns noch etwas Leckeres zum Essen gegönnt und sind fast pünktlich um 18 Uhr vom Messegelände in Richtung Stadt gefahren. 
Eigentliches Ziel war eine Lesung von Jan Weiler im Centralkabarett. Natürlich kamen wir viel zu spät, denn die Location war viel zu klein für einen beliebten Autor wie Jan Weiler. Sehr, sehr schade. Wer sich den Veranstaltungsort ausgesucht hat, hat wahrscheinlich nicht mitgedacht. Wir sind also stehenden Fußes wieder umgekehrt, wie so viele andere auch.
Weil wir nun einmal in der Stadt waren, wollten wir unser Glück woanders versuchen. Da kam uns die Alte Handelsbörse gerade recht, denn dort sollte um 20 Uhr Oliver Kalkofe aus Agatha Christies Der Wachsblumenstrauß (der Link führt zum von ihm gelesenen gekürzten Hörbuch des Poirot-Klassikers) lesen. Um nicht noch einmal vor überfüllter Location zu stehen, besuchten wir in weiser Voraussicht die Vorgängerveranstaltung, nämlich die Präsentation von: Spuk unterm Riesenrad: Filmhörspiel. Wer in der DDR aufgewachsen ist, kennt C. U. Wiesners Reihe: Spuk unterm Riesenrad, Spuk im Hochhaus und Spuk von draußen. Ich bin froh, dass wir bei dieser Veranstaltung waren, denn so wurden nicht nur Erinnerungen wach, sondern wir bekamen auch sehr interessante Informationen zur Entstehung des Filmhörspiels, das der Produzent mit unverkennbarer Leidenschaft ins Leben gerufen hat. 
Pünktlich um 20 Uhr startete dann Oliver Kalkofe mit etwas angeschlagener Stimme, aber viel guter Laune seine Darbietung eines typischen Agatha-Christie-Krimis und ließ uns rasch die Weiler-Enttäuschung vergessen. Ich muss immer noch grinsen, wenn ich an einige Bemerkungen zurückdenke, die ich hier gar nicht zum Besten geben kann, weil ihre Wirkung einfach verpuffen würde.
Um die signierte CD und ein weiteres Autogramm reicher machten wir uns gegen 22 Uhr auf den Nachhauseweg. 


Ja, und das war der zweite Streich, der dritte und letzte folgt auch nicht sogleich, aber morgen.

Montag, 21. März 2011

... im Gedränge zwischen Menschen und Büchern - Tag 1

Obwohl ich immer noch platt wie eine Flunder bin und meine Füße bestimmt um eine Schuhgröße angewachsen sind, will ich mich an dieser Stelle (weil ich - Gott sei Dank - nicht mit den laufmüden Füßen schreiben muss) offiziell zurückmelden. 

Die Leipziger Messe habe ich ja sehr ins Herz geschlossen, weil ich dort meinen Lieblingsstudentenjob ausgeübt habe. 
In den vergangenen nichtstudentischen Jahren hatte ich allerdings selten Gelegenheit, als Besucher auf das Gelände zu kommen. 
Mein letzter Besuch liegt schon einige Jahre zurück, sodass ich mich noch mehr auf meine alte Heimat Leipzig freute.
Nur gut, dass ich nicht nur einen Tag bei meiner Freundin verweilen  und Sohnemann in Papas männlich-chaotischer Obhut belassen durfte, denn so hatte ich mehr Zeit zum Herumschauen und Unterhalten. 

Auch wenn, seit wir aus Leipzig weggezogen sind, gefühlte zehn Straßenbahnlinien eingespart wurden, habe ich mich doch im Handumdrehen wieder zurechtgefunden und bin am Donnerstagvormittag guter Dinge im noch vergleichsweise locker bepackten Eisenschwein zur Messe geschippert. 

Ich muss schon sagen, dass es immer wieder ein seltsames Gefühl ist, auf der "anderen Seite" zu stehen. Irgendwie habe ich meistens das Bedürfnis, die dunkelblau gekleideten Damen und Herren an den messeeigenen Informationsständen mit Care-Paketen zu versorgen, weil ich mich noch gut an die Tätigkeit dort erinnere. Vor allem die Buchmesse war immer nicht nur ein besonderes Erlebnis, sondern auch sehr anstrengend, und immer musste man ruhig und freundlich Service leisten, auch wenn einem oft nicht auf selbe Weise begegnet wurde. Deshalb muss ich an dieser Stelle wirklich einmal den Info-, Einlass- und allen anderen Servicekräften Danke sagen, denn oft sind sie Abladestellen für Besucherfrust und -ärger.

Den 17.3. habe ich in erster Linie zur Orientierung genutzt. 
Ich war gleich in dreifacher Hinsicht Fachbesucherin: Übersetzerin, Autorin, Dozentin, ach, was sage ich, ich war sogar in einer vierten Hinsicht unterwegs: als Bücherwurmmutter (jawoll, ich zähle das sehr wohl in die Fachbesucherkompetenz). 
Nachdem ich also über den bequemen Fachbesuchereingang auf dem Gelände eingefallen war, bin ich direkt geradeaus in Halle 2 marschiert. Ziel Nr. 1: Lehrbücher. 
Wie einige vielleicht wissen, übe ich mich nun schon das dritte Volkshochschulsemester darin, erwachsenen Reisewilligen die französische Sprache näherzubringen. Da ich mit meinem aktuellen (auferlegten) Lehrwerk eher unzufrieden bin, wollte ich mich einmal näher umschauen, womit ich Abwechslung in den aktuellen und zukünftigen Unterricht bringen kann. 
Leider aber wurde dieses Vorhaben von unübersichtlichen Schülerscharen erschwert, die mir ungeniert vor die Füße sprangen, um Tüten, Kugelschreiber und anderlei Souvenirs zu ergattern. Hier muss ich auch direkt zum wiederholten Male meckern, denn ich rege mich seit Jahren darüber auf, dass die Schulbuchverlage in Schmusenachbarschaft mit Cosplay-Bereich und Fantasy-Verlagen stehen. Als mir dann zwischen berucksackten Schülern auch noch Monkey D. Ruffy ein Bein stellte und ich bei Klett sanft ins Oberstufensortiment rutschte, gab ich mein Vorhaben erst einmal auf und wanderte weiter. 
Weit kam ich allerdings nicht, denn auf Lehrbücher folgten Kinderbücher. Weil wir selbstverständlich nicht genug Kinderbücher für ein Kind im Haus haben, war ich für die nächsten zwei Stunden gefesselt. In meiner ländlichen Wahlheimat bin ich nämlich auf den Büchertisch im Kindergarten (mit Bestellservice) angewiesen bzw. bestelle eben online. Deshalb machte ich ausgiebig von der Gelegenheit Gebrauch, einmal potenzielle Kinderzimmerfüller in die Hand zu nehmen und hineinzuschmökern, wie in einem echten Buchladen - hach. 


Im Anschluss erspähte ich den Wunderwaldverlag, den ich vereinbarungsgemäß erst am nächsten Tag aufsuchen würde (und Frau Stadelmann war ohnehin nicht am Platz). So schlich ich also inkognito weiter zum Noel-Verlag mit Inhaberin Elke Link, mit der ich mich kurz über die letzte Weltentor-Ausschreibung unterhalten habe, und zum benachbarten MCK-Verlag, wo ich Carola Kickers alias Carol Grayson, die ich schon eine Weile brav virtuell verfolge, persönlich kennenlernen durfte. Leider habe ich es am Abend nicht in La Petite Absintherie zu ihrer Lesung geschafft. 
Ein Stückchen weiter entdeckte ich dann Jennifer Schreiner mit ihrem Verlag Elysion Books. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich auch mit ihr ein ausgiebiges Schwätzchen über Vampire,  Vampirmüdigkeit, Romance und Cover halten durfte, bevor ich von der Kinderbuchhandlung aufgesaugt wurde, die auf Biegen und Brechen an mein Geld wollte. 


Homeoffice-Arbeiter ohne Modelambitionen. (c) Sandra Vogel
Ziemlich viele Euros leichter schleppte ich dann meine Errungenschaften zur Garderobe, um anschließend in die Glashalle zu hetzen, wo ich mit Sandra Vogel vom Piepmatz-Verlag verabredet war. Da die Hinweisschilder der Leipziger Messe nicht immer bombensicher sind, ist die liebe Frau Vogel an mir vorbeigelaufen. Dank Facebook-Fotos habe ich sie aber schon von Weitem identifiziert und bin ihr nachgesprintet. Zusammen besuchten wir einen Vortrag zum Thema e-Book. Zu unserem Leidwesen brachte dieser aber keine neuen Erkenntnisse in diesem Bereich, sondern ließ sich nach nur zwei Sätzen als Werbeveranstaltung für das dort präsentierte Buch entlarven, womit ja weder Sandra als Verlegerin noch mir als Autorin gedient war. Trotzdem haben wir bis zum Ende tapfer durchgehalten und sind dann enttäuscht schnackend weitergelaufen, bevor wir uns in Halle 3 trennten. Wie es immer so ist, habe ich natürlich die tausend Fragen, die ich stellen wollte, vergessen, sondern frisch-fröhlich über Kurzgeschichten und Anthologien geplaudert. 
Eigentlich wollte ich kurz vor Messeschluss auch noch zum Social-Media-Treffen,  um mich dort noch einmal mit Sandra Vogel zu treffen, habe mich dann aber mit meinen Büchersäcken doch gegen 17 Uhr auf den Nachhauseweg gemacht. 
Bevor es aber zum Nachhauseweg kam, schlenderte ich gemütlich zum Stand von BoD, denn ich wollte ja sehen, ob ich nicht nur in eine unauffällige Einbuchpräsentation investiert hatte, sondern Blutsuche: Annes Reise (gibt's gerade unter Ladenpreis gebraucht bei Amazon zu erstehen :-)) auch wirklich im Regal stand. 
Nach positiver Investigation wandelte ich ohne genaues Ziel weiter in Halle 5, wo ich auf die Literaturübersetzerausbildung stieß. Weil die Standbetreuerin ein wenig einsam dort herumstand, habe ich glatt für eine Stunde Gesprächsstoff gefunden. 
Liebe Kritiker der Literaturübersetzer, lasst euch sagen, dass dieser Job nicht nur eine unermüdliche Leidenschaft für Sprache und Literatur, sondern auch eine gewaltige Portion Kritikfähigkeit und Bereitschaft zum Multijobberdasein erfordert. Ich denke ernsthaft über einen gesonderten Beitrag nach und werde versuchen, mit weiteren Literaturübersetzern ins Gespräch zu kommen (ich kenne leider nur eine Übersetzerin persönlich, die ich allerdings nicht als Maß der Dinge heranziehen kann).


Ehe ich mich wirklich für diesen Tag vom Gelände verabschiedete, besuchte ich noch in Halle 4 die Autorin Ulrike Renk, die ich aus einem Forum kenne, und brach bei Ubooks schließlich mein für mich selbst auferlegtes Buchkaufverbot. Ich gestehe zu meiner Schande, dass ich Sandra Henkes Alphavampir bislang nur vom Hörensagen kannte. Nun habe ich also meinen Schweinehund mit einem rechten Haken einwandlos gemacht und mir das Buch gekauft. Außerdem habe ich hier auch mal den raffgierigen Buchmessebesucher raushängen lassen und die schönen Postkarten mit den Covern von Richelle Meads Succubus-Reihe mitgenommen.

Dass ich mich zu Dreck ärgere, weil meine Ixus kaputt ist und ich gepäckeinsparend die Spiegelreflex nicht durch die Gegend schleppen wollte (sie macht ohne Stativ auch keine guten Indoor-Aufnahmen), muss ich wohl nicht noch mehr auswalzen ...


Der Rest des Tages gehörte dann meiner Gastgeberin und viel Gelächter um alte und neue Erlebnisse.


Das war der erste Streich, doch der nächste folgt ... nicht sogleich, aber vielleicht morgen.

Sonntag, 20. März 2011

Beine hoch!

Das ist wohl mein Motto für die nächsten Tage.
Nach 4 Tagen Leipzig, davon 3 auf der Buchmesse, bin ich nun wieder daheim und muss die Eindrücke erst einmal sacken lassen.
Mein Bericht wird eher unspektakulär, da ich sehr viel Zeit mit berufsbedingtem Stöbern verbracht habe und bei sprachberufsbezogenen Gesprächen schnell eine Stunde weg war wie nichts. 
Auch hatte ich dieses Mal nicht die Kamera dabei, weil die reisetaugliche Schnappschusskamera defekt ist. 
In diesem Sinne verabschiede ich mich erst einmal in die heimischen Federn und melde mich in der Nachmessewoche mit bilderlosen Erinnerungen zurück. 


Freitag, 11. März 2011

[Blogparade] Die 10 schönsten, romantischsten oder bewegendsten Liebesbeweise

Bei Kleinbrina fand ich heute eine Blogparade, die von Stephie von Nobody knows ausgeklügelt wurde.

Thema sind die 10 schönsten Liebesbeweise. 

Stephie hat sich Folgendes vorgestellt. 

Ich zitiere: 
"Bei dieser Blogparade, die vor allem etwas für Fans von Romantik ist, sollt ihr die eurer Meinung nach 10 schönsten Liebesbeweise vorstellen. Das können sowohl Liebeserklärungen als auch sonstige kleine Gesten sein, die dem anderen zeigen sollen, wie sehr man ihn/sie schätzt und liebt. Dabei muss es auch nicht zwangsläufig um die Liebe in einer Partnerschaft gehen, sondern kann auch von der Liebe zu Freunden oder der Familie etc. handeln.
Die Liebesbeweise sollten vor allem aus Büchern stammen, können aber auch aus Filmen sein, sofern sie trotzdem irgendetwas mit Büchern zu tun haben.
Die Liste könnt ihr entweder als Top 10 erstellen oder aber ohne eine gewisse Reihenfolge."


Wer gerne mitmachen möchte, möge bitte in Stephies Aufruf zur Blogparade einen Kommentar mit Link zum eigenen Beitrag hinterlassen, damit sie alle Teilnehmer verlinken kann.

Liebeserklärungen, Liebesbezeugungen, Liebesbeweise ... 
Das klingt ziemlich verlockend, denn eigentlich müsste es bzw. gibt es doch so viele schöne Bekundungen in der Literatur geben, die die Herzen höher schlagen lassen. 
Nun muss ich sagen, dass ich mich trotzdem damit unheimlich schwer getan habe, weil ich ja auch immer versuche, Bücher zu nennen, die nicht schon hundertfach an anderer Stelle aufgeführt wurden. Auf Anhieb komme ich nicht auf 10 Bücher oder Filme, sodass ich mir an dieser Stelle einfach die Freiheit nehme, die Liste, die demzufolge unwillkürlich ist, zu ergänzen. 
Die Nummerierung bezeichnet lediglich die Reihenfolge, in der mir die Bücher in den Sinn kamen. 

Also hier sind sie, meine Liebesbeweisgedanken:

1. Als Erstes ist mir Wie ein einziger Tag von Nicholas Sparks eingefallen. Das Buch an sich ist meines Erachtens selbst schon eine Liebeserklärung, ein Zeugnis einer Liebe, an die sich die Protagonistin nicht mehr erinnern kann. 

Achtung, für Nr. 2 und 3 kommen Spoiler, weil das betreffende Buch noch nicht erschienen ist.
Vanessa Diffenbaughs "Die verborgene Sprache der Blumen" mangelt es ebenfalls nicht an Liebesbeweisen. 
Zwei davon möchte ich herauspicken, auch wenn der erste vom Kontext losgelöst, höchst kontrovers erscheinen mag: 
Wer also nicht wissen, will, was in dem Buch passiert, bitte großzügig scrollen und erst beim nächsten Foto weiterlesen!

SPOILERANFANG
2. Die Protagonistin Victoria ist aufgrund ihrer Vergangenheit überzeugt, nicht in der Lage zu sein, für ihr Kind sorgen zu können. Sie bemüht sich redlich, ihrer neugeborenen Tochter die notwendige Pflege angedeihen zu lassen, und liebt sie von ganzem Herzen. So bringt sie eines Tages das kleine Mädchen wortlos zum Kindsvater, als der nicht zu Hause ist, überlässt es ihm, weil sie glaubt, er sei gefestigter als sie und könne ihm neben elterlicher Liebe auch das echte Zuhause bieten, das es verdient hat. 

Diese Stelle hat mich wirklich  geschockt, schien aber tatsächlich die einzige Lösung zu sein, damit das Buch nicht an Authentizität verliert. 

3. Victoria ist zwar nicht emotional verkümmert, aber auch nicht wirklich fähig, zu erkennen, dass sie selbst liebt bzw. geliebt wird. Grant nähert sich ihr in sehr kleinen Schritten, ist zunächst ein Freund, der die gleichen Interessen, also Blumen und ihre Sprache, hat. Später aber beginnt er, für sie zu kochen, d. h. auch kochen zu lernen, und als sie ihn verlässt, richtet er dennoch ein Zimmer für sie ein, in dem sie für sich sein kann, weil er weiß, dass sie eines Tages zurückkommen wird, wenn sie bereit ist, sein Leben zu teilen und auch die gemeinsame Tochter in ihrem Leben willkommen zu heißen. 
SPOILERENDE

4.  Die nächste Liebeserklärung stammt aus dem Film "Alle Herrlichkeit auf Erden", der auf Han Suyins Roman "A Many-Splendored Thing" beruht, den ich allerdings nicht kenne.
Wie erwähnt, entscheiden sich Kriegsberichtserstatter Mark Elliot und Ärztin Han Suyin für ihre Liebesbeziehung, obwohl er verheiratet und sie eine Witwe eurasischer Abstammung und daher mit tiefer traditioneller Verwurzlung zu ihrer chinesischen Familie ist. 
Sie begegnen einander in Hong Kong, während China vom Bürgerkrieg gebeutelt ist und Mark oft zu Berichterstattungen abberufen wird. 
Zunächst ist Suyin überzeugt, das Schicksal habe für sie beide nichts vorgesehen, denn sie war bereits verheiratet. Ihr Mann war ein nationalistischer General und wurde von den Kommunisten erschossen. Sie sagt, sie interessiere sich seither für das menschliche Herz nur als Arzt, aber nicht mehr in romantischem Sinne. Trotzdem geht sie mit Mark aus, obwohl sie weiß, dass er verheiratet ist. Sie meint, es bestünde keine Gefahr, wenn er glücklich verheiratet wäre, und wenn nicht, machte es auch keinen Unterschied. Sie redet sich immerzu selbst ein, sie habe nur ihren Ehemann gekannt und etwas anderes dürfe es für sie nicht geben. Dabei ist sie bereits in Mark verliebt. Durch die Beziehung setzt sie sich der Ausgrenzung durch Familie und Freunde wie auch dem Verlust ihrer Stellung im Krankenhaus aus. Es gibt zahlreiche wirklich romantische Augenblicke, z. B. ruft Mark Suyin abends nur an, um nichts als "Gute Nacht" zu sagen.
Nachdem Mark schließlich nach Korea beordert wird, bleibt Suyin zurück und hat lediglich den Briefwechsel mit ihm. Als sein letzter Brief eintrifft, ist Mark bereits ums Leben gekommen, sodass sich sein Brief wie ein Abschiedsbrief liest, als habe er geahnt, dass er nicht zurückkehrt. Darin schreibt er, die größte Tragik des Lebens sei, nicht geliebt zu haben und das Schicksal habe es mit ihnen beiden gut gemeint. 
In ihrer Trauer eilt Suyin auf den Hügel, wo sie sich oft getroffen haben, begleitet wird diese Szene von William Holdens Voice-over, der Marks Brief zitiert. Die Liebe zu Suyin mache ihn dankbar und ruhig, und er sei stolz auf sie, denn er wisse, dass sie sich, ganz gleich, welchen Schmerz sie selbst erleiden werde, nicht dem Schmerz anderer verschließen werde. 
Der Hügel ist leer, niemand erwartet sie dort, aber seine Stimme fordert sie auf, ihm die Hand zu geben. Seine letzten Zeilen an sie sind von tiefen Vertrauen und Bewunderung für sie geprägt. Er ist überzeugt, dass sie in der kurzen Zeit miteinander nichts versäumt haben, denn sie haben alle Herrlichkeit auf Erden (that many-splendored thing) erlebt.
Mit seinem Vertrauen und seiner Liebe gibt er ihr die Kraft, als Ärztin weiterzumachen, auch wenn Suyins weiterer Weg im Film nicht erkennbar ist.

5. Stephenie Meyers "Breaking Dawn" kam nicht nur Kleinbrina in den Sinn, sondern auch mir. Auch ich dachte sofort an die Szene, in der Bella Edward Einlass in ihre Gedanken gewährt. 

6. Beinahe hätte ich meinen All-time favorite "The Ghost and Mrs. Muir" vergessen, ein Film von 1947, der auf dem gleichnamigen Roman von R. A. Dick aus dem Jahr 1945 basiert, den ich allerdings auch nicht kenne. Wie der Name schon fast sagt, erzählt der Film von der Liebe der jungen Witwe Lucy Muir zu einem Geist, der in ihrem neuangemieteten Cottage herumspukt. Nach anfänglichen Reibereien - er will sie aus seinem Haus vertreiben, sie will sich nicht vertreiben lassen - entwickelt sich eine intensive Freundschaft, wenngleich keiner von beiden ausspricht, dass sie sich eigentlich lieben, denn schließlich "existiert" er nicht, während sie sehr wohl lebendig ist. Liebesbezeugung Nr. 1 ist, dass sich Kapitän Gregg, der Geist (dargestellt von Rex Harrison), aus Lucys Leben zurückzieht, als sie mit einem lebendigen Mann anbandelt, damit sie ihr Leben leben kann. Er kehrt auch nicht zurück, als sich der neue Mann als verheiratet herausstellt. Lucy verbringt daraufhin den Rest ihres Lebens allein, ohne Mann, im Cottage, um bei Daniel zu sein, den sie erst wiedersieht, als sie schließlich in hohem Alter in dem Zimmer verstirbt, in dem sie gemeinsame Stunden verbracht haben.

7. Nr. 7 ist mir nun auch noch eingefallen, allerdings weiß ich nicht, ob das wirklich zu zählen ist. Nur einen Seufzer lang. von Anne Philippe ist in meinen Augen nicht nur eine autobiografische Verarbeitung von Trauer, sondern auch für sich allein eine unverkennbare Liebeserklärung an den verstorbenen Ehemann. Dieses Buch hat erst kürzlich wieder Einzug in mein Regal gehalten, und ich habe inzwischen festgestellt, dass wir sogar noch eine Ausgabe von 1964 besitzen. Gelesen habe ich es allerdings noch nicht wieder.

8. Die aktuelle romantische Vampirliteratur ist ja ziemlich voll von Liebesbeweisen verschiedener Art (mein Buch ist da keine Ausnahme).
Sehr häufig ist es die menschliche Protagonistin, die ein Opfer bringt und ihr Blut gibt, um den Geliebten zu retten (okay, auch hier bin ich keine Ausnahme).
Oder aber der vampirische Held reißt sich am Riemen und versucht, für die Geliebte so menschlich wie möglich zu sein (ja, auch da wieder ...).
Finde ich alles gar nicht schlimm, denn ich lese diese Geschichten bekanntermaßen sehr gerne. 
Aber irgendein vampirisches Beispiel außerhalb von Twilight möchte ich schon bringen, deshalb entscheide ich mich für J. R. Wards "Lover Eternal". In der Tat ist das mein Lieblingsband bei den Black Daggern. Um Mary nicht zu verlieren, entscheidet sich Rhage, die Bestie, die ihm von der Jungfrau der Schrift einst als befristete Strafe aufgebürdet wurde,  für immer in sich zu tragen. Ein großes Opfer, das angesichts der großen Liebe wohl eher klein erscheint.

 
Fortsetzung folgt vielleicht, vielleicht aber auch nicht ...

Nostalgische Filmwoche

Die Buchstabenmüdigkeit hat mich wieder im Griff, zwar nicht ganz so fest, aber doch ausreichend, um mich mit einem müden Lächeln am SuB vorbeischlendern zu lassen. 
Natira sei Dank wurde ich an das übliche Sonderangebot des bekannten Onlineanbieters aufmerksam und habe glatt in meine bescheidene DVD-Sammlung investiert. Ich komme an Klassikern einfach nicht vorbei. 
Memo an mich: Neben selbstauferlegten Buchkaufverboten  muss und wird es in Zukunft auch eine Selbstkontrolle in Sachen DVD geben. 
Jedenfalls habe ich frischfröhlich 6 Filme und noch drei Serienboxen in meinen Warenkorb geschoben und diese Woche angefangen, meinen DVD-Player zu füttern.  
Irgendwann muss ich ja das alles mal sehen, aber visuelle Dauerbelastung kann ich auch nicht gebrauchen. 

Wer mitliest, weiß, dass es mir alte Filme angetan haben. 
Ich gestehe, dass ich mir häufig Titel nicht merken kann. 
Bei Büchern ist dieser Gedächtnisverlust nicht ganz so ausgeprägt, weil ich da ja häufig das Regal zuhilfe nehmen kann. 
Aber wenn ich vor zwanzig Jahren Mutters Taschentuchvorräte vollgeheult habe, habe ich meist auch Filmtitel und Darstellernamen gleich mit ins Schnupftuch verbannt.
So habe ich nun natürlich ganz zielstrebig Filme ausgesucht, die mir irgendwie bekannt vorkamen, ich sie aber nicht in die Kategorie "hab ich schon gesehen" einordnen konnte. 
Nun gut, der einzige mir wirklich bekannte dabei war Das Apartment, der sogar vor kurzem im Fernsehen lief. 

Um es nicht zu übertreiben, hatte ich mir für diese Woche drei Filme herausgepickt.

An Das Lied von Bernadette aus dem Jahr 1943 konnte ich mich nicht erinnern, und es ist  schon fast sträflich, dass ich diesen Film noch nie gesehen hatte, obwohl ich Lourdes schon einige Male auf dem Übersetzertisch hatte. 
Damit habe ich die Nostalgiewoche dann auch direkt eingeleitet. 
Fazit: Typisches, nicht nur oscarverdächtiges, sondern auch oscarprämiertes Hollywoodkino der Vierziger nach der Romanvorlage von Franz Werfel mit den üblichen Hinzudichtungen und Beschönigungen, aber wunderbar in dezentem Schwarz-weiß, Technicolor wäre da wirklich übertrieben gewesen. Ein bisschen langatmig (meine Interpretation von "episch"), dafür mit einer ausgezeichneten 24-jährigen Jennifer Jones, die sehr zurückgenommen spielt, sodass man ihr das einfache Mädchen problemlos abnimmt. Auch Gladys Cooper als die Skeptikerin Sr. Vauzous hat mich überzeugt, selbst wenn ihr Charakter hollywoodmäßig gewandelt wurde. Einige sehr emotionsgeladene Momente durften natürlich nicht fehlen. 



Mit Jennifer Jones habe ich dann auch direkt weitergemacht. 
Und da kommt meine Titelvergesslichkeit ins Spiel. 
Der Titel Alle Herrlichkeit auf Erden sagte mir nämlich überhaupt nichts, und ich kam auch nicht auf die Idee, näher nachzuschauen. William Holden als männlicher Hauptcharakter genügte mir schon. Außerdem sah die DVD sowieso schon aus, als würde mir der Film gefallen. Romantik und so ... 
Dann startete der Film und mir war sofort die Filmmusik bekannt. Nun gut, auch das muss nichts heißen, denn wir besitzen ein paar Audio-CDs mit den Klassikern der Filmmusik. 
Nach fünfzehn Minuten fiel es mir dann wie Schuppen aus den Haaren. 
Meine Mutter schreckt ja zumeist schon früher mit einem "Ach, den hab ich schon gesehen" aus der gemütlichen Fernsehsesselposition hoch, aber mir blieb die Spucke weg. 
Diesen Film habe ich tatsächlich schon einmal gesehen, ein einziges Mal vor wahrscheinlich zwanzig Jahren, und er zählt in die Taschentuchkategorie. 
"Alle Herrlichkeit auf Erden" aus dem 1955 basiert auf dem Roman "A Many-Splendoured Thing" von Han Suyin und erzählt vor dem Hintergrund des Chinesischen Bürgerkrieges von dem amerikanischen Kriegsberichterstatter Mark Elliot und der eurasischen Ärztin Han Suyin, die in Hong Kong aufeinandertreffen. Er ist verheiratet, lebt aber von seiner Frau getrennt, sie stammt ursprünglich aus China und ist Witwe eines nationalistischen Offiziers. Entgegen den Konventionen und Traditionen verlieben sie sich, er plant, sich scheiden zu lassen, seine Frau aber willigt nicht ein. Sie beschließen, die Zeit, die sie miteinander verbringen können, zu genießen, doch dann wird Mark ins Krieggebiet nach Korea beordert.

Fazit: Klassisches Taschentuchkino in Technicolor, das William Holden wie schon in "Die Brücken von Toko-Ri", wo er den Ehemann von Grace Kelly mimte, dahinrafft. Der kritische Plot kommt angesichts der Liebesgeschichte deutlich zu kurz, weswegen sich die Autorin wohl auch von der Verfilmung distanzierte. Trotzdem eine Inszenierung in schönen Farben und voller Emotionen, mit einer asiatisch dezent wirkenden Jennifer Jones. 



Der bislang letzte Film in der Sechserrunde war Wie klaut man eine Million?, der mir Gelegenheit gab, mich von dem ganzen Geschluchze zu erholen.
Ich bin ein großer Fan von Audrey Hepburn, habe aber längst noch nicht alle Filme gesehen,  geschweige denn im Regal.
So ist mir bislang diese nette Komödie aus dem Jahr 1966 durch die Lappen gegangen.
Fazit: Verwickelte Komödie um Kunstfälschungen und Diebe, die keine sind und sich verlieben. Mit einer charmanten Audrey Hepburn, die sich als Fälschertochter Nicole Bonnet wohlzufühlen scheint, und einem hinreißend blauäugigen Peter O'Toole, der sie herrlich an der Nase herumführt. Auch Edi Wallach ist mit von der Partie. Trotz ein paar Längen bei knapp zwei Stunden Laufzeit auch heute noch sehenswert.


Dann werde ich mal die Augen schließen und blind ins Regal nach dem nächsten Film greifen, den ich mir heute Abend gönnen werde. 
Zuvor aber werde ich mir doch noch Gedanken zu einer Blogparade machen, die ich heute gefunden habe.

Montag, 7. März 2011

Buchmesse ...

... ich komme!

Nach Jahren der Abstinenz werde ich mich also dieses Jahr wieder in die alte Heimat begeben und in den Besucherstrom einreihen. 
Als Studentin habe ich unheimlich gerne auf der Messe gearbeitet, allerdings insbesondere während der Buchmesse nicht wirklich viel von der Veranstaltung selbst mitbekommen. Später trieb mich die Wörterbuchsuche beruflich auf das Gelände. 

Zum ersten Mal werde ich nun privat unterwegs sein und hoffentlich gemütlich durchs Programm streifen.

Mein Terminkalender ist vergleichsweise entspannt, schließlich soll ja nichts in Stress ausarten.

Wer also ein Käffchen mit mir trinken möchte, darf mich gerne anmailen.

Sonntag, 6. März 2011

Sonntagsspaziergang

Heute lockte die Sonne verführerisch hinaus in den trügerischen Frühling. 
Trotz arger Kälte haben wir uns also auf einen Sonntagsspaziergang begeben und die Kamera mitgenommen. 

Um nicht immer alle Bilder auf Bloggröße schrumpfen zu müssen, verlinke ich wieder zu meiner dA-Seite. 

Hier also ein Teil meiner Sonntagsausbeute: 





Donnerstag, 3. März 2011

Donnerstagsbilder

Weil's bei uns zurzeit nur grau ist, gibt es heute etwas Grünes aus Koreiz von der Halbinsel Krim. Diesmal leider ohne Literaturbezug. Dummerweise hatte ich nämlich beim Besuch des Tschechow-Hauses in Jalta die Kamera nicht dabei, sodass ich heute mal auf Geschichtlich-Touristisches ausweiche.
Es handelt sich um den Park des Jussupow-Anwesens, das 1909 vom Architekten Krasnow (der auch für den Liwadija-Palast verantwortlich zeichnete) für die Familie des an der Ermordnung Rasputins beteiligten Fürsten Jussupow entworfen wurde. Während der Konferenz von Jalta hat die sowjetische Delegation, so auch Stalin und Molotow, hier genächtigt. 
Wir hatten Gelegenheit zu einer Führung im Palast und man erzählte uns damals, der ukrainische Staatspräsident habe sich das Anwesen als Sommerresidenz erwählt, sodass es bald für den Publikumsverkehr gesperrt werde bzw. nur noch mit Sondergenehmigung betreten werden dürfe. 

Und so sah es im Jahr 2002 dort aus:
 
Falls das alles gerade etwas merkwürdig erscheint, kläre ich an dieser Stelle auf, dass das Gewühle in alten Fotos und mitgebrachten Büchern durchaus einen Sinn hat. Auch wenn ich eigentlich wie ein Weltmeister an der Fortsetzung von Annes Reise schreiben sollte, lässt mich meine andere Geschichte (die - keine Angst - keineswegs so reiselastig werden soll) nicht los. Auch wenn diese Geschichte rein gar nichts Historisches an sich haben wird, hat mich die Recherche voll am Haken.

Gefunden habe ich doch glatt noch dieses Video:
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