Montag, 19. Dezember 2011

Jahresgedanken-ABC Teil 7 - NO

Na? Neugierig?

Namen
Schall und Rauch? 
Natürlich nicht. 
Auch 2011 ließen sie mich nicht los.
Selbst wenn meine Namen oft profan wirken, werfe ich sie nie einfach so hin. 
Geschichten um Personen schreiben, ist nicht selten wie eine kleine Geburt. 
Nicht nur muss man dem Sprößling Geschichte einen Namen, einen Titel, geben, man möchte in den meisten Fällen auch die Charaktere namentlich benennen. 
Da wird's dann auch schon haarig, denn die meisten Namen sind in der Regel bereits irgendwo vergeben. 
Kunstnamen liegen mir nicht, passen auch fast nie in meine Erzählwelten, in denen die Charaktere ja irgendwann mal eine Geburtsurkunde bekommen haben und somit die standesamtliche Namenshürde überwunden haben müssen. 
Namen sind hin und wieder auch der Grund, weshalb ich für bestimmte Geschichten sehr lange brauche. 
Manchmal gibt man einem Charakter einen Namen und stellt plötzlich fest, dass der Name ein Eigenleben entwickelt, die Figur aber ganz anders sein sollte. 
Tja, und so wurde die Irma in Blutsuche zur Helma. 
Kaja in "Seesüchtig" hingegen ist eine Art Querschläger, weil der Name bedeutungsmäßig eigentlich nicht passt, aber in meiner Vorstellung, die ich von meiner erfundenden Figur hatte, konnte sie einfach nicht anders heißen. 
Sascha in "Spritzringe" drängte sich förmlich auf, weil wir in meiner Kindheit quasi alle Alexander mit diesem Spitznamen versahen, sobald wir nach dem entsprechenden Russisch-Unterricht wussten, dass Sascha die Koseform von Alexander ist. 
Nun aber Schluss mit den Namen. 
Der Nächste bitte!

Nebel
Noch nie hatten wir so viel Nebel wie in diesem Jahr. 
Optisch reizvoll und schreiberisch inspirierend, aber extrem gefährlich für alle, die mit fahrbarem Untersatz unterwegs sein mussten.

Nebencharaktere
... sind nicht unwichtig. 
Zu viel Personal muss aber auch nicht sein. 

Neid
... ist mir fremd. 

Nerds
... cool!

Neues
... ist gut und wichtig, bedarf aber einer kritischen Betrachtung. 

Nikita
... schaue ich schon seit der ersten Staffel, auch wenn ich das Gefühl nicht loswerde, einen Alias-Ersatz vor mir zu haben. Aktuelle 2. Staffel: Plot um Alex undurchsichtig. Plot um Nikita - menschlicher und gefühlvoller. Gehen wir etwa in eine neue Richtung? 

Nörgler
Gibt's immer. 

Normen
Gut und schön, aber man muss sie kennen. 
Nicht selten wird in meinem Job vorausgesetzt, dass man die Terminologie bestimmter Normen in- und auswändig kennt. Glücklich sei der, der sich wirklich spezialisieren kann!

Nostalgie
... ist eine meiner Schwächen. 
Ich bin hoffnungslos nostalgisch. Zwar nicht im Sinne von "früher war alles besser", sondern ich lasse mich gern von alten - bewegten und unbewegten - Bildern einfangen und liebe es, Erinnerungen wachzuhalten.

Jennifer Benkaus Schattendämonen sind in diesem Jahr in die zweite Runde gegangen, und ich gehe mich rasch eine Runde schämen, dass ich Nybbas Nächte noch nicht durchhabe.

Nymphen
Ich glaube, demnächst schreib ich mal über Nymphen. 
Stefanie Lasthaus hat mich mit "Tanz mit mir" inspiriert. 
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Ob mir jetzt was einfällt?! 
Oh ja ... 

Once upon a time
Märchen sind in. 
Nicht nur Hollywood arbeitet an Märchenneuinterpretationen (ob die immer nötig sind, sei einmal dahingestellt), sondern auch die Sender im Land der unbegrenzten Geschichtenproduktion widmen sich dem Märchen. 
Neben  der Mystery-Crime-Serie Grimm, die wohl eher dem mysteriös-düster eingestimmten Zuschauer gefallen dürfte, kommt der Sender ABC mit einer Familienserie daher, die deutlich mehr aus den Märchenvorlagen macht. 
In Storybrooke, Maine, sind nämlich sämtliche Märchenfiguren durch einen Fluch gefangen. Allerdings wissen sie nichts von ihrer wahren Identität. Aber der zehnjährige Henry ist überzeugt, dass nur ein Mensch den Fluch brechen kann: die verschollene Tochter von Schneewittchen und ihrem Prinzen, Emma. Diese wiederum ist Henrys leibliche Mutter und hat ihn zur Adoption freigegeben. Emma folgt ihm zögerlich nach Storybrooke, wo die Zeit stillsteht und Henrys Adoptivmutter niemand geringeres ist als die böse Königin.
Nach einiger Unsicherheit, die vor allem daran lag, dass Hauptdarstellerin Jennifer Morrison, die uns aus Dr. House bestens bekannt sein dürfte, auf mich einen arg verlorenen Eindruck machte, hat mich die Serie mittlerweile hübsch am Haken.

Online
... bin ich den lieben langen Tag.
Was haben wir nur ohne Internet gemacht? 
Wenn ich mal einen Tag nicht online gehen kann, liegt meine Arbeit brach. 
Trotz aller Nachschlagewerke, Lexika, Wörterbücher usw. im Regal bin ich aufgeschmissen, wenn ich einen rechercheintensiven Übersetzungsauftrag habe. 
In Leipzig konnte man sich ja flugs in die Straßenbahn setzen und mal eben in die Deutsche Bücherei fahren und trotzdem die Liefertermine gut im Auge behalten, aber hier auf dem Lande bin ich aufgeschmissen, wenn das Netz mal schlappmacht.

Ordnung
... ist das halbe Leben. 
Kleine Helfer können aber nicht schaden.
In diesem Sinne schwinge ich nun lieber den Hader, damit der Weihnachtsmann sich am Samstag nicht abgestoßen fühlt.

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