Montag, 17. Oktober 2011

[31 Tage - 31 Filme] Tag 8 und 9

Da Tag 8 und Tag 9 schon wieder das "Lieblings"-Damokles-Schwert schärfen, fasse ich auch diese beiden Tage wieder in einem Posting zusammen. 

Tag 8: Nenne einen Film von deinem Lieblingsregisseur (wahlweise: Lieblingsschauspieler(in))!

In Bezug auf Regisseure bin ich normalerweise ein Banause. Allzu oft vergesse ich einfach, von wem ein Drehbuch umgesetzt wurde, oder ich achte einfach nicht darauf. Sträflich. Ich weiß. Ohne den Regisseur kann ein Film schließlich nicht funktionieren. 
Ich muss aber sagen, dass ich ein Hitchcock-Fan bin, mich aber relativ wenig mit seinem Schaffen und theoretischen Details befasse. 
Mir geht es lediglich um Gefallen oder Nichtgefallen, ganz gleich, welche Technik dahinter steht. 

Unter seinen zahlreichen Filmen habe ich zwei Favouriten, die nicht ganz so häufig zu sehen sind wie vielleicht die üblichen Verdächtigen "Die Vögel", "Psycho" oder "Marnie". 


Das ist zum einen Hitchcocks erster Hollywood-Film Rebecca nach Daphne du Mauriers gleichnamigen Roman mit Joan Fontaine und Laurence Olivier in den Hauptrollen. Nach gut einem Dutzend Filmen wurde Joan Fontaine, die die auf allen Seiten auf Widerstand stoßende 2. Mrs. de Winter zwischen Verzweiflung, Unsicherheit, Hoffnung und Liebe angemessen und authentisch portraitiert, endlich auch in Hollywood wahrgenommen (nicht nur mit einer Oscar-Nominierung). Ich muss gestehen, dass mir Laurence Olivier weniger glaubhaft und wesentlich blasser in Erinnerung geblieben ist. Auch wenn die Darstellungsweise heutzutage doch arg angestaubt wirken mag, so ist doch der Film schon beinahe allein aufgrund des beeindruckenden Spiels von Licht und Schatten immer noch sehenswert. 




Zum anderen ist das Immer Ärger mit Harry aus dem Jahr 1955 mit Shirley MacLaine und John Forsythe (Denver-Clan) in den Hauptrollen. "Immer Ärger mit Harry" ist einfach köstlich amüsant. Da liegt bei schönstem Wetter im Wald eine Leiche herum, die von den spaziergehenden Dorfbewohnern nach und nach immer wieder gefunden wird. Sie stolpern buchstäblich über den Toten, der als Harry identifiziert wird, und jeder ist der Meinung, er habe dessen Tod verschuldet und will das nun vertuschen. Was folgt ist ein Ein- und Ausbuddeln des Toten, unnötige Selbstvorwürfe, eine eigentlich absurde, unrealistische Geschichte, die trotz langer Kamerafahrten und Szenen, in denen vermeintlich nichts passiert, mit vielen Schmunzelmomenten aufwartet. Eine Grundgeschichte, die in der Zwischenzeit häufig kopiert wurde, aber nie und nimmer an dieses Original heranreicht. Sehr sehenswert und absolut unterbewertet.



Tag 9: Welcher ist der schlechteste Film deines Lieblingsregisseurs (wahlweise: Lieblingsschauspieler(in))?

Ich fühle mich nicht in der Position, zu beurteilen, ob ein Film wirklich schlecht ist, deshalb interpretiere ich die Frage im Sinne von "Welcher Film deines XY hat dir am wenigsten gefallen?".

Ich bin sogar überzeugt, dass der betreffende Film nicht schlecht ist, denn all seine Überspitzungen sind mit Sicherheit beabsichtigt und ganz bewusst eingebracht worden.
Trotzdem kann ich mit Hitchcocks Frenzy überhaupt nichts anfangen.
Als ich den Film zum ersten Mal sah, war ich, glaube ich, noch keine 18. Damals fand ich ihn langweilig und konnte auch Hitchcocks makabren Humor  nicht nachvollziehen. Nach ein paar Jahren Abstand war ich der Auffassung, dass ich wohl einfach noch nicht "reif" für "Frenzy" war.
Deshalb habe ich aber immer wieder Ausschau nach Fernsehausstrahlungen gehalten und "Frenzy" mehrere Chancen gegeben.
Ich glaube mittlerweile, dass ich schlichtweg mit der britischen Atmosphäre, die hier in blassen Farben daherkommt, nichts anfangen kann. Dazu kommt das 70er-Flair, das sich bei einem Film von 1972 natürlich schlecht vermeiden lässt. Außerdem dürfte die locker-flockige Synchronisation der 70er zusätzlich dazu beitragen, dass ich diesen Film nicht wirklich ernst nehme. Vielleicht revidiere ich meine Meinung, wenn ich einmal im Besitz der DVD-Version bin und mir das Original anschaue (ich winke hier ausdrücklich mit allen Zaunslatten der Schrebergartensiedlung! Geschenke werden gerne angenommen ;-)). 

Vielleicht reiche ich zu diesen beiden Tagen noch die Schauspieler-Variante nach.

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