Mittwoch, 19. Oktober 2011

[31 Tage - 31 Filme] Tag 10, 11 und 12

Tag 10: Welcher ist der lustigste Film, den du kennst?

Hm, ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. 
Mit Komödien geht es mir meist wie mit Thrillern oder Horrorfilmen: Hat man sie einmal gesehen, ist beim zweiten Mal der Effekt weg. Deshalb fällt mir gerade kein Film ein, bei dem ich mich auch beim zweiten Mal vor Lachen fast zerfetzt hätte. 

Tag 11: Welchen Film würdest du deinen Kindern zeigen?

Momentan sehen wir, wenn mal schlechtes Wetter und die Bastelkiste leer ist, Filme, die ich im Alter meines Sohnes gesehen habe. Ich habe nämlich einen Märchenprinz zu Hause, der unheimlich gerne Märchenfilme schaut, weshalb wir uns auch durch die Defa-Märchenkiste wühlen. Festgestellt habe ich, dass ihm die russischen Märchenfilmklassiker manchmal zu hektisch sind und er der Geschichte nicht immer gut folgen kann. Sein erster (und bisher letzter) Kinofilm war Rapunzel - Neu verföhnt, und den fand er zwar mädchenhaft, aber doch irgendwie cool. 

Tag 12: Die 7. DVD/Blu-ray/Video in deinem Regal von rechts.

Moment, ich husche mal zum DVD-Karton ... 
... so, da bin ich wieder. 
Die 7. DVD ist Ein Herz im Winter
Das trifft sich ja gut, denn irgendwann hätte ich diesen französischen Film noch vorgestellt. 
Dieser Spielfilm aus dem Jahr 1992 wurde von Claude Sautet inszeniert und besticht mit einer Dreiecksgeschichte, die einmal nicht ausgelutscht ist. 
Im Mittelpunkt stehen Stéphane und Maxime, die gemeinsam ein Geigenbaugeschäft betreiben. Die beiden Männer sind sehr unterschiedliche Charaktere, und während Maxime sein offenes Wesen (nicht nur im Kundenkontakt) auslebt, ist Stéphane eher im Hintergrund und arbeitet an den Instrumenten. Stéphane steht für das titelgebende Herz im Winter - er ist verschlossen und auf gewisse Weise vom Leben abgeschnitten. 
Sie akzeptieren und respektieren einander, sind Freunde, kommen sich nicht nicht in die Quere.
Eines Tages bringt aber Maxime seine neue Eroberung, die aufstrebende Violinistin Camille, mit. Stéphane ist von ihr fasziniert, hält sich aber fern. Vermutlich genießt er aber die Verführung aus der Ferne. Lange Zeit sind ausschließlich Blicke Spiegel von Gefühlen. Als Camille Stéphane jedoch gesteht, dass sie ihn liebt und bereit ist, ihn zu nehmen, wie er nun einmal ist, verschließt er sich wieder und verletzt die lebenslustige junge Frau damit zutiefst, woran letztendlich sogar die Männerfreundschaft zerbricht. 
Subtil, leise, melodisch, das dürften die Attribute sein, die zu diesem Film passen. Er erzählt eine Geschichte über die fragilen Fäden, die Männer miteinander verbinden, und über die Liebe, deren richtiger Zeitpunkt nicht verpasst werden sollte. 
Auch heute noch sehenswert und nicht nur Freunden des französischen Films zu empfehlen. 

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