Mittwoch, 12. Oktober 2011

[31 Tage - 31 Filme] Tag 1

Deutschland tummelt sich auf der Frankfurter Buchmesse, ich aber bin mal wieder buchstabenmüde. Ich habe mir bisher weder Berichte noch Livestreams noch sonstwas zu Gemüte geführt, weil mich die Arbeit bislang erfolgreich davon ablenkt und sich für mich Frankfurt gerade Tausende Kilometer weit weg anfühlt.
Gerade noch bejammerte die Besitzerin meines Lieblingschina-Imbisses den schleichenden Niedergang des Papierbuches (welcher E-Reader wurde heute vorgestellt? Ich hab's noch  nicht mitbekommen) und den damit einherschleichenden Bildungsverlust unserer Kinder, und schon switche ich mal rüber zum Medium Film, denn bei Buchstabenmüdigkeit geht das grad noch durch. 

Da will ich also mal loslegen mit dem 1. Tag der Aktion 31 Tage - 31 Filme

Tag 1: Welchen Film hast du als letztes gesehen?

Ha, und da geht's schon los, denn momentan bin ich Junkie mal wieder im Serienfieber, aber darum geht es bei dieser Aktion ja nicht.  

Der letzte Film, den ich im Kino gesehen habe, ist tatsächlich Country Strong mit Gwyneth Paltrow, Garrett Hedlund, Leighton Meester ... 

Und das war im Juli. 
Bereits irgendwann im Frühjahr wurde ich durch den zugehörigen Soundtrack angefixt, der mir empfohlen wurde und mir wider Erwarten gut gefallen hat. 
Als Country-Fan möchte ich mich nicht gerade bezeichnen, aber der Soundtrack besticht durchaus mit einigen eingänglichen Melodien, die ich immer wieder hören möchte und die nach Kenntnis des Films noch besser zur Geltung kommen. 
Country Strong ist eine verhältnismäßig kleine Produktion (irgendwo war von Independant-Film die Rede) und auch nicht unbedingt ein herausragender Film. Vor allem, weil die Geschichte nicht sonderlich innovativ ist. Denn solche Geschichten kennen wir: Musikstar trinkt zu viel, erlebt persönliches Drama, kommt in die Entzugsklinik, ist verheiratet, nimmt es aber mit der Treue nicht so genau, wird vorzeitig aus der Klinik entlassen, um wieder auf Tour gehen zu können, erleidet erneuten Zusammenbruch, in einer Nebenstory sägt der Nachwuchs schon am Bühnenboden, der Sidekick hat die Chance, groß rauszukommen, und so ganz nebenbei bemerkt niemand wirklich, dass der Star es zwar eigentlich noch drauf hat, aber mit sich und der Welt einfach durch ist. 
Auch setzt Country Strong, selbst in Konzertszenen mit Tanzbeinmelodien, eher auf leisere Töne und reduzierte Farben, aber er lebt von den Darstellern, die allesamt Freude an der Musik haben und ihre Rollen überzeugend interpretieren.  
Gwyneth Paltrow, die ich, ehrlich gesagt, nicht mit Vorliebe sehe, zeigt sich hier als Multitalent und sehr zurückgenommener Star des Films. Obwohl ihre Rolle, der Country-Star Kelly Canter, mit all seinen Problemen und Fehlern im Mittelpunkt steht, ist doch Garrett Hedlund als Beau Hutton der eigentliche Star, der die vermeintliche Musikglitzerwelt hübsch (gerne auch zweideutig :-)) am Boden hält. 
Recht unspektakulär, aber rechten sehenswert und unterhaltsam, wobei die Musik wohl den nachhaltigeren Eindruck hinterlassen dürfte. 


Letzter Film im Fernsehen: 
Fame(2009)
Trotz netter Choreographien nicht der Rede wert und für mich definitiv ein Remake, das die Welt nicht braucht. Keine Musik, die hängen bleibt (bis auf zwei Songs aus dem Originalfilm), blasse Charaktere, ein Durchmarsch durch die Ausbildungsjahre, ohne dass Nennenswertes in Erinnerung bleibt und die Figuren sich kaum entwickeln können (beim Original hatte ich das nicht ganz so extrem empfunden) ...
Lieber das Original Fame - Der Weg zum Ruhm (1980) angucken, da fließt noch echter Schweiß. 

Letzter Film auf DVD: 
Don't bother to knock

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