Donnerstag, 1. September 2011

August 2011

Ups, wo isser denn hin?
Ist heute tatsächlich schon der 1. September?

Selten ist ein Monat so im Fluge vergangen, obwohl das Wetter ja eher geeignet war, einen depressiv ans Bett zu fesseln. Die Wolken über dem Gemüt konnte ich dank Einschulungsvorbereitungen und Lektüre gerade noch einmal wegschubsen.

Mein persönliches privates Highlight war deshalb auch mein Miniheimaturlaub im Thüringischen, was ich liebend gern wiederholen würde, wenn sich endlich mal meine Autofahrblockade lösen würden. Na ja, das ist eine andere Geschichte ... und Herbstferien gibt es in nicht allzuferner Zukunft auch noch. 
Die Einschulung hingegen kann ich nicht als Highlight bezeichnen, wenn man mal von den emotionalen Kapriolen im Sinne von "kaum zu glauben, nun ist er schon ein Schulkind" einmal absieht. Aber nun ist's vorbei und Schwamm drüber. Trotzdem würde ich den Kinderkleidungsherstellern mit größter Freude Jane Bingum auf den Hals hetzen, weil ich für meinen Sohnemann, der von Geburt an mit einem knackigen Apfelpopo gesegnet ist, diskriminierend im Kinderübergrößenhandel einkaufen muss, nur weil die neumodische Skinny-Mode nicht passt. Arrgh!

Das berufliche Gejammer, das ich im Juli bereits angeschlagen hatte, hat sich zu meinem Leidwesen nicht gemindert, denn nach wie vor zieht die Entscheidung für geregelte Arbeitszeiten und mehr gesunde Zeit für Familie und Seele Unverständnis und weniger Arbeit (= weniger Finanzen) nach sich. Da ich aber lieber weniger Kopfschmerzen habe und dafür den Reichtum bauchschmerzlos mit Freuden auf niemals vertage, bleibt es bei arbeitsfreien Familienwochenenden und durchdachter, ausgeschlafener Zeilenarbeit unter der Woche. Basta!

Meine arbeitsbezogene Frustration hat sich leider auch auf ein Buch ausgeweitet, das ich bei vorablesen.de zugeschlagen bekam. Zum ersten Mal war es sogar ein Buch, das mich wirklich interessierte, denn üblicherweise erwischt mich das Los bei Büchern, deren Leseproben mich nicht vom Hocker rissen. 
Andrej Kurkows Der wahrhaftige Volkskontrolleur ist mit Sicherheit ein weiteres erfrischendes Beispiel in seiner sarkastisch-zynischen Aufarbeitung sowjetischer Geschichtsrealitäten, nur stecke ich immer noch auf Seite 23 von 430, und nichts will vorwärts gehen. Wahrscheinlich gerade weil die Berufskrankheit zuschlägt und mich immer in den Gedanken verfallen lässt, was denn im Original dort gestanden haben könnte. Welch Glück für mich, dass im Begleitschreiben zur Buchsendung kein Lesetermin ausgewiesen war, sodass ich mir nun über den September hinweg Zeit für den Volkskontrolleur nehmen werde. 

Weniger berufskrank war ich allerdings bei anderer Lektüre. 
Deshalb ist es mir endlich gelungen, Band 3 und 4 von Lynn Viehls Darkyn-Reihe durchzuschmökern und nun tatsächlich keinen Darkyn-SuB mehr habe, sondern gemütlich auf Band 5 warten kann. 
Zusätzlich habe ich meine Romantic-Thrill-Phase mit Michelle Ravens "Vertraute Gefahr" fortgesetzt, dann aber erst einmal unterbrochen, weil ich schließlich doch dem neuen Egmont-Jugendlabel nicht widerstehen konnte und mir "Mortal Kiss" und "Eternally" gekauft und gleich weggeschmökert habe. (Der Alt-SuB verstaubt inzwischen.) 
Ein "Buch des Monats" habe allerdings nicht ausmachen können, denn auch wenn mir die Augustlektüre größtenteils zusagte, konnte mich keine Geschichte atemlos machen und mit Poesie bezaubern, sondern lediglich Eindrücke hinterlassen, die nur wenige Tage anhielten. 
Seit gestern steht die englische Fortsetzung der Poison Diaries Poison Diaries 02. Nightshade in meinem Regal, und ich fürchte, der Volkskontrolleur wird arg mit diesem um einen Platz auf dem Bookseat und in meinem Bett kämpfen müssen. 


Aus der Schreibstube gibt es nicht viel zu berichten, außer dass ich an zwei Kurzgeschichten arbeite. 

Zwei Kurzgeschichten scheint meine günstige Arbeitszahl zu sein, denn an mehr arbeite ich nie gleichzeitig. 
Da ich schreiberisch mit einer unausgebrüteten Idee schwanger gehe, von der auch die angebrochenen Romanprojekte betroffen sind, liegt Annes Fortsetzung derzeit auf Eis.
Dafür ist nun endlich die Anthologie Feuertraum, kühle Lippen: Fantastische Liebesgeschichten im Sphera-Verlag erschienen. (Dass ich an erster Stelle stehe, ist mir etwas peinlich, liegt aber am Alphabet ...). Eine Leseprobe gibt es hier: [klick]
Ich mag diese Anthologie sehr und obwohl ich bislang Abstand davon genommen habe, Bücher, an denen ich beteiligt bin, zu besprechen, werde ich hier wohl eine Ausnahme machen. 
Ansonsten bin ich immer noch recht uninspiriert und warte geduldig, bis mich die Musengewerkschaft von der schwarzen Liste streicht. 

Das mit starkem Wind oder viel Regen glänzende Wetter der vergangenen Wochen hat mir mein Fotohobby, außer im Kurzurlaub, arg versaut. 
Da ich kein ordentliches Indoor-/Studiolicht für rauschfreie Makroaufnahmen habe, sitze ich blumentechnisch mächtig auf dem Trockenen und hibbele gewaltig auf ordentliches Kunstlicht oder windstille Tage, um mal wieder die Winzlinge der Natur ganz groß festhalten zu können. 


Und schon sind wir beim Zauber der Natur:

Wie steht es eigentlich mit dem Laubkönig? 
Machen euch die Teaser neugierig auf die Anthologie, die nun nicht mehr ganz so lange auf sich warten lässt?
Ein paar Geschichten stehen noch aus, aber ich bin in meinen freien Minuten an der Arbeit, um weitere visuelle Teaser zu erstellen. 
Habt ihr schon eine Favoritin unter den Geschichten, die ihr endlich lesen wollt? 
Ich freue mich auf jeden Fall, sie alle bald in den Händen halten zu dürfen. 


Legen wir also mal los und starten mit altweibersommerlichem Elan in den September!
Viel Spaß und guten Mut beim Lesen, im Urlaub und bei allem, was sonst noch so ansteht!

1 Kommentar:

Sue hat gesagt…

Die Teaser sind einfach klasse!
Und natürlich habe ich auch Favoriten unter den Geschichten. Allerdings kann ich mich nicht auf eine festlegen. Es sind so viel, die sich wirklich gut anhören und vor allem auch verdammt neugierig machen.
Daher freue ich mich jeden Montag auf den neuen Teaser und werde sie bestimmt vermissen!

Aber den Laubkönig muss ich auch unbedingt lesen!!

Liebe Grüße
Sue

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