Sonntag, 10. April 2011

Sonntagsspaziergang

Irgendwie will bei mir zurzeit nichts vorwärtsgehen, deshalb bin ich froh, dass mein Sonntagsspaziergang gerade eine feste Größe ist, auch wenn ich vielleicht langsam zum Fotoblog mutiere.
Während andere angesichts des momentan sehr antidepressivasparenden Wetters höchstmotiviert in die Tasten hauen, liege ich im Clinch mit einem jammernden Vampir, der nicht aus dem Knicke kommen will. Von dem körperlosen Dämonenjägerseelchen wollen wir ja mal gar nicht sprechen. Auch das zauberhafte Einhörnchen hat sich irgendwo im Zauberwald verbarrikadiert und will partout keinen an sein Horn lassen. 
Deshalb möge man mir verzeihen, dass ich mir derzeit lieber den Wind um die Allergienase pusten lasse und mit meinem Baldschulkind durch die heimatliche Natur streife. Wer weiß, wozu das mal gut ist. Vielleicht finde ich dabei ja die Wunderwaffe, die ich Rosa in die Hand geben kann. 

Hier folgen nun also die Spazierimpressionen von Samstag und Sonntag in bunter Mischung. 

Auf geht's mit blauem Himmel:
So blau war der Himmel am Samstag.
Vom See ging es dann auch schnurstracks weiter zum Wäldchen, wo uns dann auch Blauviolettes erwartete, meistens in kuscheliger Ansammlung: 
 
Aber Blau und Violett waren doch eher die Ausnahme, denn Buschwindröschen machten sich mächtig breit. Im Übrigen hören Buschwindröschen bei uns auch auf den dubiosen Beinamen "Bettseicher", mit dem sich ja anderswo der Löwenzahn schmückt. zu Großmutters Zeiten schreckte man die Kinder vom Pflücken der vergänglichen Schönheit offenbar mit dem Hinweis ab, dass man ins Bett nässte, wenn man sie pflückte. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es weniger am Pflücken des Pflänzchens liegt, sondern daran, dass dieses gerne feuchte Standorte bevölkert, die dann wiederum gerne mal nach einem stilleren Örtchen verlangen lassen.
Gar nicht fehlen darf natürlich mein Freund, der Weißdorn. Mutig niesend habe ich mich also mit der Kamera auf einen Busch gestürzt, aber aufgrund des starken Windes, der uns hier seit Donnerstag plagt, gerade mal ein gescheites Bild ergattert. Da werde ich wohl noch einmal ranmüssen, wenn es mal wieder windstill ist.
Dafür aber haben Pflaumen und Mirabellen dann etwas stiller gehalten und mit angenehmerem Duft gelockt. Im Oscar-Ansprachenstil muss ich meinem Sohnemann für seine Engelsgeduld danken, mit der er gewartet hat, bis ich fertig war mit Fokussieren. Vielleicht aber hat er sich auch nur über die Pause vom Radfahren gefreut.
Mit einem kleinen "Ach, du Schreck" stellte ich dann fest, dass die Kugelprimeln schon blühen. Mensch, man kann sich aber auf nichts mehr verlassen. Früher standen die brav in Reih und Glied, wenn ich Geburtstag hatte, und das ist noch 4 Wochen hin. 
Zum Abschluss haben wir dann doch noch etwas richtig Blaues gefunden und auch da hab ich ein wenig auf den Wind geschimpft.
Und auf dieser Bank würde ich gerne meine Protagonisten alt und grau in trauter Zweisamkeit sehen. Aber ob es je so weit kommt?

Startet gut in die neue Woche!

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