Freitag, 25. März 2011

Im Zwiespalt

Manchmal ist das Schreiben eine seltsame Sache und Autoren noch viel seltsamer. 
Eigentlich müsste ich vor Freude im Kreise springen, denn mich erreichte gerade die Nachricht, dass eine Kurzgeschichte für eine Anthologie angenommen wurde. 
Nun aber sitze ich hier und drehe, wenn ich nicht gerade in die Tasten haue, den Kugelschreiber hin und her, weil ich unschlüssig bin, ob ich den Vertrag unterschreiben soll. 
Nicht nur einmal habe ich gesagt, dass ich zwar hin und wieder eigene Erlebnisse in meinen Geschichten verarbeite, aber nie über mich selber schreibe. 
Nie stimmt nicht. 
Einmal habe ich über mich geschrieben und das Produkt in die Therapieschublade gelegt. 
Dann aber ermutigte mich eine befreundete Autorin, die Geschichte einzureichen. 
Ich würde zwar nicht ins Wasser hüpfen, nur weil mich jemand ermutigt, aber in diesem Fall habe ich brav Folge geleistet und nicht mehr darüber nachgedacht. 
So ist gut ein Dreivierteljahr ins Land gegangen ...
Genau diese Geschichte starrt mir nun vom Bildschirm als Druckfahne entgegen, der Vertrag liegt auf dem Tisch, der Kugelschreiber klemmt wie üblich hinter meinem rechten Ohr. 
Der Therapieschreiberling in mir ist unentschlossen ... ich werde wohl eine Nacht darüber schlafen müssen.

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