Freitag, 11. März 2011

[Blogparade] Die 10 schönsten, romantischsten oder bewegendsten Liebesbeweise

Bei Kleinbrina fand ich heute eine Blogparade, die von Stephie von Nobody knows ausgeklügelt wurde.

Thema sind die 10 schönsten Liebesbeweise. 

Stephie hat sich Folgendes vorgestellt. 

Ich zitiere: 
"Bei dieser Blogparade, die vor allem etwas für Fans von Romantik ist, sollt ihr die eurer Meinung nach 10 schönsten Liebesbeweise vorstellen. Das können sowohl Liebeserklärungen als auch sonstige kleine Gesten sein, die dem anderen zeigen sollen, wie sehr man ihn/sie schätzt und liebt. Dabei muss es auch nicht zwangsläufig um die Liebe in einer Partnerschaft gehen, sondern kann auch von der Liebe zu Freunden oder der Familie etc. handeln.
Die Liebesbeweise sollten vor allem aus Büchern stammen, können aber auch aus Filmen sein, sofern sie trotzdem irgendetwas mit Büchern zu tun haben.
Die Liste könnt ihr entweder als Top 10 erstellen oder aber ohne eine gewisse Reihenfolge."


Wer gerne mitmachen möchte, möge bitte in Stephies Aufruf zur Blogparade einen Kommentar mit Link zum eigenen Beitrag hinterlassen, damit sie alle Teilnehmer verlinken kann.

Liebeserklärungen, Liebesbezeugungen, Liebesbeweise ... 
Das klingt ziemlich verlockend, denn eigentlich müsste es bzw. gibt es doch so viele schöne Bekundungen in der Literatur geben, die die Herzen höher schlagen lassen. 
Nun muss ich sagen, dass ich mich trotzdem damit unheimlich schwer getan habe, weil ich ja auch immer versuche, Bücher zu nennen, die nicht schon hundertfach an anderer Stelle aufgeführt wurden. Auf Anhieb komme ich nicht auf 10 Bücher oder Filme, sodass ich mir an dieser Stelle einfach die Freiheit nehme, die Liste, die demzufolge unwillkürlich ist, zu ergänzen. 
Die Nummerierung bezeichnet lediglich die Reihenfolge, in der mir die Bücher in den Sinn kamen. 

Also hier sind sie, meine Liebesbeweisgedanken:

1. Als Erstes ist mir Wie ein einziger Tag von Nicholas Sparks eingefallen. Das Buch an sich ist meines Erachtens selbst schon eine Liebeserklärung, ein Zeugnis einer Liebe, an die sich die Protagonistin nicht mehr erinnern kann. 

Achtung, für Nr. 2 und 3 kommen Spoiler, weil das betreffende Buch noch nicht erschienen ist.
Vanessa Diffenbaughs "Die verborgene Sprache der Blumen" mangelt es ebenfalls nicht an Liebesbeweisen. 
Zwei davon möchte ich herauspicken, auch wenn der erste vom Kontext losgelöst, höchst kontrovers erscheinen mag: 
Wer also nicht wissen, will, was in dem Buch passiert, bitte großzügig scrollen und erst beim nächsten Foto weiterlesen!

SPOILERANFANG
2. Die Protagonistin Victoria ist aufgrund ihrer Vergangenheit überzeugt, nicht in der Lage zu sein, für ihr Kind sorgen zu können. Sie bemüht sich redlich, ihrer neugeborenen Tochter die notwendige Pflege angedeihen zu lassen, und liebt sie von ganzem Herzen. So bringt sie eines Tages das kleine Mädchen wortlos zum Kindsvater, als der nicht zu Hause ist, überlässt es ihm, weil sie glaubt, er sei gefestigter als sie und könne ihm neben elterlicher Liebe auch das echte Zuhause bieten, das es verdient hat. 

Diese Stelle hat mich wirklich  geschockt, schien aber tatsächlich die einzige Lösung zu sein, damit das Buch nicht an Authentizität verliert. 

3. Victoria ist zwar nicht emotional verkümmert, aber auch nicht wirklich fähig, zu erkennen, dass sie selbst liebt bzw. geliebt wird. Grant nähert sich ihr in sehr kleinen Schritten, ist zunächst ein Freund, der die gleichen Interessen, also Blumen und ihre Sprache, hat. Später aber beginnt er, für sie zu kochen, d. h. auch kochen zu lernen, und als sie ihn verlässt, richtet er dennoch ein Zimmer für sie ein, in dem sie für sich sein kann, weil er weiß, dass sie eines Tages zurückkommen wird, wenn sie bereit ist, sein Leben zu teilen und auch die gemeinsame Tochter in ihrem Leben willkommen zu heißen. 
SPOILERENDE

4.  Die nächste Liebeserklärung stammt aus dem Film "Alle Herrlichkeit auf Erden", der auf Han Suyins Roman "A Many-Splendored Thing" beruht, den ich allerdings nicht kenne.
Wie erwähnt, entscheiden sich Kriegsberichtserstatter Mark Elliot und Ärztin Han Suyin für ihre Liebesbeziehung, obwohl er verheiratet und sie eine Witwe eurasischer Abstammung und daher mit tiefer traditioneller Verwurzlung zu ihrer chinesischen Familie ist. 
Sie begegnen einander in Hong Kong, während China vom Bürgerkrieg gebeutelt ist und Mark oft zu Berichterstattungen abberufen wird. 
Zunächst ist Suyin überzeugt, das Schicksal habe für sie beide nichts vorgesehen, denn sie war bereits verheiratet. Ihr Mann war ein nationalistischer General und wurde von den Kommunisten erschossen. Sie sagt, sie interessiere sich seither für das menschliche Herz nur als Arzt, aber nicht mehr in romantischem Sinne. Trotzdem geht sie mit Mark aus, obwohl sie weiß, dass er verheiratet ist. Sie meint, es bestünde keine Gefahr, wenn er glücklich verheiratet wäre, und wenn nicht, machte es auch keinen Unterschied. Sie redet sich immerzu selbst ein, sie habe nur ihren Ehemann gekannt und etwas anderes dürfe es für sie nicht geben. Dabei ist sie bereits in Mark verliebt. Durch die Beziehung setzt sie sich der Ausgrenzung durch Familie und Freunde wie auch dem Verlust ihrer Stellung im Krankenhaus aus. Es gibt zahlreiche wirklich romantische Augenblicke, z. B. ruft Mark Suyin abends nur an, um nichts als "Gute Nacht" zu sagen.
Nachdem Mark schließlich nach Korea beordert wird, bleibt Suyin zurück und hat lediglich den Briefwechsel mit ihm. Als sein letzter Brief eintrifft, ist Mark bereits ums Leben gekommen, sodass sich sein Brief wie ein Abschiedsbrief liest, als habe er geahnt, dass er nicht zurückkehrt. Darin schreibt er, die größte Tragik des Lebens sei, nicht geliebt zu haben und das Schicksal habe es mit ihnen beiden gut gemeint. 
In ihrer Trauer eilt Suyin auf den Hügel, wo sie sich oft getroffen haben, begleitet wird diese Szene von William Holdens Voice-over, der Marks Brief zitiert. Die Liebe zu Suyin mache ihn dankbar und ruhig, und er sei stolz auf sie, denn er wisse, dass sie sich, ganz gleich, welchen Schmerz sie selbst erleiden werde, nicht dem Schmerz anderer verschließen werde. 
Der Hügel ist leer, niemand erwartet sie dort, aber seine Stimme fordert sie auf, ihm die Hand zu geben. Seine letzten Zeilen an sie sind von tiefen Vertrauen und Bewunderung für sie geprägt. Er ist überzeugt, dass sie in der kurzen Zeit miteinander nichts versäumt haben, denn sie haben alle Herrlichkeit auf Erden (that many-splendored thing) erlebt.
Mit seinem Vertrauen und seiner Liebe gibt er ihr die Kraft, als Ärztin weiterzumachen, auch wenn Suyins weiterer Weg im Film nicht erkennbar ist.

5. Stephenie Meyers "Breaking Dawn" kam nicht nur Kleinbrina in den Sinn, sondern auch mir. Auch ich dachte sofort an die Szene, in der Bella Edward Einlass in ihre Gedanken gewährt. 

6. Beinahe hätte ich meinen All-time favorite "The Ghost and Mrs. Muir" vergessen, ein Film von 1947, der auf dem gleichnamigen Roman von R. A. Dick aus dem Jahr 1945 basiert, den ich allerdings auch nicht kenne. Wie der Name schon fast sagt, erzählt der Film von der Liebe der jungen Witwe Lucy Muir zu einem Geist, der in ihrem neuangemieteten Cottage herumspukt. Nach anfänglichen Reibereien - er will sie aus seinem Haus vertreiben, sie will sich nicht vertreiben lassen - entwickelt sich eine intensive Freundschaft, wenngleich keiner von beiden ausspricht, dass sie sich eigentlich lieben, denn schließlich "existiert" er nicht, während sie sehr wohl lebendig ist. Liebesbezeugung Nr. 1 ist, dass sich Kapitän Gregg, der Geist (dargestellt von Rex Harrison), aus Lucys Leben zurückzieht, als sie mit einem lebendigen Mann anbandelt, damit sie ihr Leben leben kann. Er kehrt auch nicht zurück, als sich der neue Mann als verheiratet herausstellt. Lucy verbringt daraufhin den Rest ihres Lebens allein, ohne Mann, im Cottage, um bei Daniel zu sein, den sie erst wiedersieht, als sie schließlich in hohem Alter in dem Zimmer verstirbt, in dem sie gemeinsame Stunden verbracht haben.

7. Nr. 7 ist mir nun auch noch eingefallen, allerdings weiß ich nicht, ob das wirklich zu zählen ist. Nur einen Seufzer lang. von Anne Philippe ist in meinen Augen nicht nur eine autobiografische Verarbeitung von Trauer, sondern auch für sich allein eine unverkennbare Liebeserklärung an den verstorbenen Ehemann. Dieses Buch hat erst kürzlich wieder Einzug in mein Regal gehalten, und ich habe inzwischen festgestellt, dass wir sogar noch eine Ausgabe von 1964 besitzen. Gelesen habe ich es allerdings noch nicht wieder.

8. Die aktuelle romantische Vampirliteratur ist ja ziemlich voll von Liebesbeweisen verschiedener Art (mein Buch ist da keine Ausnahme).
Sehr häufig ist es die menschliche Protagonistin, die ein Opfer bringt und ihr Blut gibt, um den Geliebten zu retten (okay, auch hier bin ich keine Ausnahme).
Oder aber der vampirische Held reißt sich am Riemen und versucht, für die Geliebte so menschlich wie möglich zu sein (ja, auch da wieder ...).
Finde ich alles gar nicht schlimm, denn ich lese diese Geschichten bekanntermaßen sehr gerne. 
Aber irgendein vampirisches Beispiel außerhalb von Twilight möchte ich schon bringen, deshalb entscheide ich mich für J. R. Wards "Lover Eternal". In der Tat ist das mein Lieblingsband bei den Black Daggern. Um Mary nicht zu verlieren, entscheidet sich Rhage, die Bestie, die ihm von der Jungfrau der Schrift einst als befristete Strafe aufgebürdet wurde,  für immer in sich zu tragen. Ein großes Opfer, das angesichts der großen Liebe wohl eher klein erscheint.

 
Fortsetzung folgt vielleicht, vielleicht aber auch nicht ...

Kommentare:

Stephie hat gesagt…

Schöne Sachen hast du da rausgesucht.

Könntest du aber vielleicht noch darauf hinweisen, dass man bei mir einen Kommentar hinterlassen soll, wenn man mitmacht, damit ich das verlinken kann?

Sinje hat gesagt…

Mache ich gerne, Stephie.

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