Montag, 10. Januar 2011

... über "Dämmerung des Herzens" (Sarah) von Christine Feehan

Christine Feehan
"Dämmerung des Herzens"
Teil 1: Sarah

Magisch-gefühlvolle Unterhaltung für Zwischendurch

Zum Inhalt:
Dämmerung des Herzens: Drake-Schwestern 01 und 02 besteht aus den beiden Novellen, die im Original Magic in the Wind (Drake Sisters) und The Twilight Before Christmas (Drake Sisters Novels) heißen, und bildet den Auftakt von Christine Feehans zauberhafter Reihe um die Drake-Schwestern.
An dieser Stelle möchte ich somit auf den ersten Teil eingehen, der sich um die älteste Drake-Schwester Sarah dreht. 
Insgesamt gibt es sieben Schwestern, die allesamt über besondere Fähigkeiten verfügen und derzeit in aller Herren Länder weilen: Sarah, Kate, Abigail, Libby, Hannah, Joley und Elle. Auch wenn sie voneinander getrennt sind, verfügen sie doch über eine starke Bindung und wissen, wann immer eine von ihnen Unterstützung benötigt. 
Nach längerer Abwesenheit kehrt zunächst Sarah in das beschauliche Städtchen Sea Haven zurück. Überall ist zu hören "Sarah ist wieder da." (= erster Satz). 
Damon Wilder, der neu in der Stadt ist, weil er sich hier Rückzug und Schutz erhofft, wird vom erfreuten Tuscheln der Menschen neugierig gemacht und begibt sich zum Anwesen der Drakes mit dem Vorwand, er wolle wissen, mit welchem Schutzanstrich das Gebäude witterungsfest gemacht wurde. Schließlich hat er ebenfalls ein Häuschen am Meer und möchte es nicht gleich dem salzigen Wind der Küste preisgeben. 
Kaum hat Damon das Grundstück betreten, wird er auch schon von Sarahs freundlichem Wesen und unerklärlicher Anziehungskraft eingenommen.  Verwundert stellt die Frau fest, dass Damon vollkommen ungehindert durch ihr magisch gesichertes Tor gelangt ist, verdrängt aber zunächst die damit verbundene Weissagung.
Ganz zufällig ist Sarah nämlich nicht nach Sea Haven gekommen, denn genau dieser Damon Wilder ist ihr Auftrag. Erst vor kurzem hat er sich aus dem Verteidigungsdienst zurückgezogen. Eines der intelligentesten Verteidigungssysteme hat er ausgeklügelt und befindet sich nun im Visier der "Bösen". Aufgrund seiner Tätigkeit hat Damon nicht nur seinen besten Freund verloren, sondern wurde außerdem gekidnappt und gefoltert, sodass er nun körperlich nicht mehr unversehrt ist. Sarahs Auftrag lautet, Damon Wilder vor seinen Verfolgern zu schützen. 
Doch nicht nur Sarah ist zurück in Sea Haven, auch ihre Schwestern Kate, Abigail und Hannah treffen ein, während wir die übrigen drei Schwestern nur vom Hörensagen bzw. Telefonaten kennenlernen. 
Sehr bald schon findet Damon heraus, dass Sarah nicht nur zu seinem Schutz abgestellt ist, sondern die Schwestern eine besondere Verbindung zu den Naturgewalten haben und diese sogar befehligen können. 
Natürlich verliebt er sich in Sarah, die ihn mit ihrer ruhigen Art besänftigt und sogar seine Schmerzen zu lindern vermag. 
Und auch Sarah, die nicht viel auf die Weissagung gegeben hat, muss einsehen, dass nun ihre Zeit der Liebe gekommen ist. Jene Prophezeiung besagt, dass diejenige ihr Glück finde, sobald der Auserwählte ungehindert die magische Pforte des Anwesens durchschreitet. Erst wenn die älteste Schwester ihren Auserwählten gefunden hat, können auch alle anderen Schwestern nachziehen. Leichtes Missfallen erregt die Lawine, die damit losgetreten wird, vor allem bei der Jüngsten Elle, denn diese muss die Familienbürde auf sich nehmen und, ob sie nun will oder nicht, sieben Töchtern das Leben schenken. 
Mit vereinten Kräften kämpfen die vier anwesenden Schwestern nun gegen die höchst menschliche, bewaffnete  Bedrohung, aber auch gegen eine, die als Schatten hinter Damon her ist: den Tod. 

Meine Meinung: 
Wenn es um Christine Feehan geht, bin ich irgendwie parteiisch. Selbst wenn manche Ausgaben aufgrund schauriger Buchumschläge eher in die 2. Regalreihe verbannt gehören, kann ich mich ihren Geschichten einfach nicht entziehen, wenn mich die Liebesromanlaune packt. 
Mit "Dämmerung des Herzens" wird genau diese kleine, anspruchslose Laune zwischendurch wunderbar befriedigt. 
Wie üblich versteht es die Autorin, mich mit lebhaften, emotionalen Bildern in die Geschichte hineinzusaugen. Dass diese Sprache nicht jedem Leser liegen wird, ist mir bewusst. Mir hingegen macht sie immer wieder Spaß und lässt mich träumen. 
Der erste Teil, den man in dieser Ausgabe schnöde "Sarah" nennt, heißt im Original "Magic in the Wind", und in der Tat wird der Wind, der insbesondere von Hannah geleitet werden kann, häufiger zur Sprache. 
Da es sich eher um eine Novelle denn um einen Roman handelt, wird man sich wohl daher entschlossen haben, die beiden ersten Teile der Reihe in einem Buch zusammenzufassen. 
Aufgrund der Kürze fällt leider alles ein wenig knapp aus. 
Die Beziehung von Sarah und Damon ist quasi vollkommen konfliktfrei und magisch bestimmt. Das stört aber kaum, denn Christine Feehan lässt einen sofort in diese Verbindung eintauchen, sodass man geneigt ist, nicht zu hinterfragen. 
Die Abwesenheit der übrigen Schwestern ist überaus begrüßenswert, denn sieben Protagonistinnen in geballter Ladung wäre etwas zu viel des Guten gewesen. 
Die Schwestern werden allesamt als ruhige, gesetzte Charaktere beschrieben, die sich selbst von einer vorgehaltenen Waffe nicht aus der Ruhe bringen lassen. Auch gehen sie keinem typischen Hexenzauber nach, sondern verlassen sich primär auf die Gaben, die ihnen in die Wiege gelegt wurden. Für die Bewohner des kleinen Küstenortes sind sie etwas ganz Besonderes, da sie freundlich und höflich im Umgang sind und sich und ihre Gaben nicht aufdrängen, sondern eher unterschwellig durchsetzen und damit auch keine Angst vor Hexerei und Co. schüren. 
Trotzdem bleibt alles nur angeschnitten, auch Damon, der aufgrund seiner Verluste psychisch und physisch gequält ist, bleibt blass. Ob wir mehr von ihm sehen werden, jetzt da die Beziehung Damon und Sarah angehandelt ist, bleibt abzuwarten. 
Als Mitwisser wurde Sheriff Jonas Harrington eingeführt, mit dem insbesondere Hannah einige Reibereien hat. Da wird uns wohl noch Einiges erwarten. 
Nichtsdestotrotz ist "Dämmerung des Herzens" eine herzerwärmende Liebesgeschichte ganz im Stil von Christine Feehan, in der auch ihre typische, ansprechende, wenn auch leicht verblümte Erotik nicht zu kurz kommt. 

Fazit
Bewährte paranormale Liebesgeschichte à la Christine Feehan, die trotz des kriminellen Handlungsstrangs um Damon Wilder ohne nennenswerte Action auskommt, dafür aber umso mehr magische Augenblicke zu bieten hat, die die Herzen von Liebesromanfans höher schlagen lassen dürften. 

Weil die Geschichte deutlich zu kurz ist und einige Fragen ungeklärt bleiben, aber so den Weg für Fortsetzungen ebnen, vergebe ich: 

4 von 5 Weißdornzweigen





Fortsetzung folgt ...

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