Sonntag, 30. Januar 2011

Samstagabend

Ich muss schon sagen, so langsam bekomme ich den Nebelblues. 
Einerseits ist das Wetter durchaus inspirierend, weil ich die Facetten des Nebels sehr wohl brauchen kann, andererseits aber schlägt mir die undurchdringliche Waschküche gewaltig aufs Gemüt.

Gestern Nachmittag aber lachte die Sonne. 
Leider war ich beim Hörbuchrelaxen nach Mittagessen und Abwasch genüsslich eingschlummert (obwohl das Schlafen eigentlich Sohnemanns Auftrag gewesen wäre), sodass ich eine gute Stunde zu spät mit Kamera und Stativ aus dem Haus gestürmt bin. 

Hier also meine lahme Samstagsausbeute ungefähr eine Sekunde, bevor die wunderschöne Sonne hinter dem Hügel verschwunden ist und drüben in Thüringen (genau hinter dem Hügel) wohl noch eine Weile weiter geschimmert hat.


Wie man sieht, hat sich der Schnee bei uns verabschiedet. Bei heute -13°C denke ich aber, dass wir mit dem Thema Winter noch nicht durch sind, auch wenn die nächsten Fotos eine andere Sprache sprechen. 

Derselbe Weg aus einer leicht anderen Perspektive. Auf einem dieser Wege stellte ich mir Anne mit dem Handwagen vor.


Auch wenn mir das Licht langsam nicht mehr hold war, musste ich einfach noch ein bisschen herumexperimentieren. 


Wenn ich das so sehe, wird mir, ehrlich gesagt, etwas mulmig. Ich erinnere mich, dass wir vor zwei Jahren noch einmal einen späten Wintereinbruch hatten, dem sämtliche Jungtriebe zum Opfer gefallen waren. Für die Imkerei ist das nicht erfreulich, denn die Bienen finden dann in der wichtigsten Zeit, in der sie mit ordentlichen Nachwuchs ins Jahr starten sollten, nichts zum Sammeln. Also bitte, liebe Knospen, macht schön langsam ...


Ein kleines Tänzchen im Abendlicht, als der Nebel langsam wieder aufzog. Dann habe ich schnell die Flucht ergriffen. Die Kälte zauberte nämlich schon kleine Kristalle auf Fototasche und Kamera, und Nebel ist mir sowieso suspekt, denn ich weiß nie, ob mir da nicht einer meiner Vampire auf den Fersen ist. 

Ein kleines Herbstüberbleibsel zog mich dann aber doch noch in seinen Bann. Da hing es so einsam am kahlen Busch und schrie förmlich danach, dass ich es fotografiere.

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