Donnerstag, 6. Januar 2011

Am Donnerstag ......

... bin ich in LiRo-Laune. 

In den vergangenen Tagen hat mich meine instabile Technik gewaltig genervt, sodass ich mich gar nicht auf meine geplante Januarstartlektüre konzentrieren konnte. 
So hat mich just die Lust auf einen Liebesroman gepackt und ich habe ins Regal mit meinen lange vernachlässigten Feehans gegriffen. 
Im Sommer wollte ich mich schon auf ihre Drake-Schwestern stürzen, weil ich nach den unzähligen Karpathianern mal eine Abwechslung brauche, aber wie üblich ist alles anders gekommen. 

Also starte ich heute offiziell mit Dämmerung des Herzens: Drake-Schwestern 01 und 02, nun gut, wegen Spülmaschinenfrusts (ich sage nur "leichender Gerätetod") habe ich schon mit dem Lesen begonnen. 

Ich muss schon sagen, normalerweise stehen die Karpathianer (im englischen Original) bei mir eher in der zweiten Regalreihe, denn ich finde die Cover eher schaurig als schön, aber ich lese Christine Feehan unheimlich gerne. 

Wann immer die romantische Ader bei mir heftig pulsiert, greife ich sehr gerne zu ihr. 
Christine Feehan ist wohl eine der produktivsten Autorinnen überhaupt, und, ganz ehrlich, ich schlage vor Bewunderung lang nieder, wenn jemand so viele Ideen hat und die zu Papier bringen darf. 

Zugegeben, ich rege mich zwar sehr regelmäßig auf, wenn in der Dark-Carpathians-Serie wieder die zunächst so eigenständige, starke Dame am Ende doch heimchenmäßig an die Brust des zumeist (oder gar immer - spielt das eine Rolle?) langhaarigen brütenden Protagonisten sinkt, aber was soll's. 
Das sind sie, die wahren Stunden der Leseromantik, in denen ich schon mal die Senfsoße anbrennen lasse. 
Komisch, dass es mich bei Christine Feehan nie ernsthaft stört, wie unrealistisch der Augenblick des ersten Kusses ist. 
Die Realität der angebrannten Senfsoße stört mich dann schon mehr, und mein Kind noch viel mehr.

Bekanntermaßen bin ich ja nicht so ein Neuerscheinungsleser, sondern eine Schnecke, die nicht hinterherkommt. Meistens schließe ich Band 1, wenn Band 4 bereits über den Ladentisch geht. (Hatte ich meinen Zeitmangel eigentlich schon einmal erwähnt?)

Deshalb fand die große Familie der Drake-Schwestern auch erst 2010 in mein knappes Bücherregal, obwohl sie sich schon seit einer Weile, nämlich (im Original) seit 2003 und 2005, an den Leser heranzaubern. 

Typisch für mich Spätzünder, komme ich nun genau nach Weihnachten auf die Idee, Dämmerung des Herzens: Drake-Schwestern 01 und 02 zu lesen, weil es inhaltlich ja so rein gar nichts mit Weihnachten zu tun hat. 
Vorsichtig weise ich darauf hin, dass "Dämmerung des Herzens" aus den Originalnovellen Magic in the Wind (Drake Sisters) und The Twilight Before Christmas (Drake Sisters Novels) zusammengesetzt ist.  
Also keine Spur von Weihnachten. 

Weil ich ja gerade hier herumsabbele (pardon), bin ich natürlich noch nicht weit mit Lesen. 
Ich versuche deshalb, mich am Riemen zu reißen und nicht wieder so viel zu schreiben, denn ich bin neugierig, wie es weitergeht. 
Interessant lässt sich der Roman schon einmal an. 
Und ich meine nicht dieses "interessant", das man überstrapaziert, wenn man etwas nicht unverblümt verreißen möchte. 

Die Drake-Schwestern sind allesamt magisch begabt. 
Irgendwie scheue ich mich angesichts solcher adrett anzusehenden jungen Damen  (mit makelloser Haut und seidigem Haar) immer vor dem Wort Hexe, aber trotzdem trifft es das wohl. 
Zu Beginn trudeln sie also nach und nach wieder in ihrem schönen Häuschen in dem beschaulichen Städtchen Sea Haven ein, allen voran die Älteste, Sarah. 
Und ohne viel Tamtam begegnet diese auch gleich dem ganz offensichtlichen Love Interest Damon Wilder (ach bitte, nicht schon wieder ein literarischer Damon, also wirklich!). 
Zufällig geschieht das allerdings nicht, denn Sarah arbeitet für die Regierung und wurde beauftragt, Damon zu schützen. 
Er ist nämlich ein ganz brillanter Kopf, der brisante Verteidigungssysteme zu entwickeln weiß, hat allerdings aufgrund eines katastrophalen Ereignisses, das ihn weiterhin seelisch verfolgt, den Dienst quittiert, was ihn natürlich längst nicht in Sicherheit bringt. 
Sarahs Tarnung fliegt ziemlich schnell auf, und auch die Anziehung zwischen ihr und Damon kann man nur als magisch bezeichnen. (Ich wollte mich bereits in Sarah  hineinmorphen, als sie in Damons Armen dahinschmolz - hui, kann der Mann küssen - aber wahrscheinlich hätte ich ihren schwarzen Tarnanzug gesprengt.)
Dazu kommt eine Weissagung, derzufolge zuerst die älteste Schwester an den Mann gebracht werden muss, bevor alle anderen sich verlieben können. 
Ist Damon deshalb in der Lage, die magisch gesicherte Pforte des Drake-Anwesens zu durchqueren, oder steckt etwas anderes dahinter?
Das werde ich hoffentlich rasch herausfinden. 

Ich begebe ich also in Kürze in meinen Spülmaschinentrostabend und hoffe, das mein Herz von der Dämmerung erwärmt wird.

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