Montag, 29. November 2010

[Weihnachtsmusik] "A Candlelight Christmas" von Joe Bongiorno

Ich verkomme noch zum Werbeblog, aber mit diesem Post möchte ich wirklich ausdrücklich Werbung betreiben, denn ich finde, dass unabhängige Künstler gar nicht genug davon bekommen können, wenn sie so toll sind wie Joe Bongiorno. 

Vor langer Zeit habe ich schon einmal seine Alben vorgestellt, als ich davon erzählt habe, dass ich beim Schreiben eigentlich keine Musik gebrauchen, mit Klaviermusik aber leben kann, sofern sie nicht aus der besonders "schweren", dramatischen Ecke kommt. 
Wenn man von meiner talentierten Freundin Kelly einmal absieht, zählt unter den New-Age-Pianisten und -Komponisten der US-Amerikaner Joe Bongiorno inzwischen zu meinen absoluten Favoriten, weil seine Musik nicht den deutlichen Wiederholungscharakter hat, der New-Age-Stücken oft anhaftet. 
Nachdem ich erst vor kurzem ein etwas kürzeres Stück bei ihm lizenziert habe, um meinen Buchtrailer neu zu machen (was noch eine Weile dauern wird), schneite mir Anfang der Woche die News ins Haus, dass er nun auch ein Weihnachtsalbum aufgenommen hat. 

"A Candlelight Christmas" heißt dieses saisonale Werk, das 12 Titel bietet, die allesamt bekannt sein dürften. In Joe Bongiornos Interpretation klingen sie aber neu und, bis auf die unumstößlichen Klassiker ("O Tannenbaum" ist auch dabei), gar nicht so nach Weihnachten, dafür aber romantisch und nach viel Kerzenschein. 
Dieses Album ist allerdings nur über seine Webseite erhältlich, auf Wunsch als CD oder im Download.
Dafür gibt es einen einfachen, nachvollziehbaren Grund: Die großen Vertriebskanäle möchten natürlich auch ein ordentliches Stück vom Kuchen abhaben, teilweise bis zu 50%, während der Künstler aber seine Arbeit auch zu einem bezahlbaren Preis an den Fan bringen möchte. (Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum BoD-Bücher so teuer sind. Die Margen, die den Händlern eingeräumt werden müssen, müssen mit einkalkuliert werden. Jeder verdient sein großes Stück, der Künstler aber am wenigsten.)
So hat sich Joe Bongiorno entschlossen, die Unabhängigkeit seiner Musik zu bewahren und das Weihnachtsalbum vorerst selbst in die Hand zu nehmen.

Für 9,99 $ gibt es wunderschöne handgemachte Musik zum Träumen.

Sonntag, 28. November 2010

[Weihnachtsfilmklassiker] Miracle On 34th Street

Weihnachten naht, und für mich ist das eine Zeit, um die Klassikersammlung startklar zu machen. 
Bei uns wurde früher zu Weihnachten (ja, bei uns sagt man "zu" und nicht "an" Weihnachten) kaum ferngesehen. Die Erwachsenen hatten zwar ihre Favoriten unter den Weihnachtsshows und für uns Kinder gab es immer das obligatorische Märchen zur Flimmerstunde, die meiste Zeit aber sind wir spazieren gegangen, haben Schallplatten gehört, Geschichten gelesen und tatsächlich auch gesungen. 
Leider ist Weihnachten seit dem Tod meines Vaters nicht mehr dasselbe, und wir haben es uns angewöhnt, die Weihnachtsflucht anzutreten und zu verreisen. 
Inzwischen stehe ich in der Weihnachtszeit auf der Seite der Verkäufer und bin ein fleißiges Bienchen, das Honig an den Schleckerfreund bringt. 
Auf gewisse Weise will sich bei uns deshalb nicht wirklich Weihnachtsstimmung einstellen. Weihnachten bedeutet für uns ein Vierteljahr Stress und nicht selten liegen wir dann an den eigentlichen Feiertagen mit irgendeinem Infekt danieder, denn bekanntlich brechen solche ja immer dann aus, wenn man einmal zur Ruhe kommt. 

Vor einigen Jahren lief mir im Rahmen eines solchen Weihnachtsinfektes im Fernsehnachtprogramm einmal ein alter Weihnachtsfilm über den Weg. 
Mein Fieberkopf hat ihn zwar wahrgenommen, aber wieder vergessen. 


Dann allerdings las ich Maureen O'Haras Autobiographie: Tis Herself: An Autobiography, in der sie unter anderem auch Miracle On 34th Street [UK Import] und ihre Erinnerungen an Natalie Wood anspricht. (Dabei fällt mir ein, dass ich diese Autobiographie schon lange hatte vorstellen wollen.)

Bei diesem Anlass machte es Klick, und ich musste den Film haben. 


Auf Deutsch heißt dieser Weihnachtsklassiker aus dem Jahr 1947 Das Wunder von Manhattan, sollte aber nicht mit dem gleichnamigen Remake von 1994 verwechselt werden, das relativ regelmäßig im Fernsehen gezeigt wird. 

"Das Wunder von Manhattan" erzählt von der alleinerziehendenDoris Walker, einer leitenden Angestellten des New Yorker Stammhauses der Warenhauskette Macy's, und deren Tochter Susan. 
Kurz vor Start der alljährlichen Weihnachtsparade (eigentlich findet die zu Thanksgiving statt und wird im Film übrigens nicht nachgestellt, sondern es wurden Aufnahmen der echten Parade verwendet) wird der bestellte Weihnachtsmanndarsteller mit einer ordentlichen Fahne aufgefunden, sodass rasch einer neuer her muss.  Kris Kringle, zur rechten Zeit am rechten Ort, sieht so aus, wie man sich den Weihnachtsmann vorstellt, und übernimmt den Job. Vom Fleck weg wird er dank guter Leistung als hauseigener Weihnachtsmann eingestellt, der den Verkauf ankurbeln soll. Das läuft nun aber nicht so, wie es sich die Hausleitung vorgestellt hat, denn der neue Weihnachtsmann schickt die potenziellen Kunden auch schon mal zur Konkurrenz, wenn Macy's einen Artikel nicht führt. Obwohl damit Ärger vorprogrammiert scheint, ist die Kundschaft hoch erfreut, sodass die Direktion dies als Anlass für eine neue Marketingidee nimmt. 
In der Zwischenzeit hat Doris ihre liebe Not mit dem netten neuen Angestellten, der unter den Mitarbeitern für Neid und Reibereien sorgt und ihre Tochter, die für ihr Alter ziemlich altklug daherkommt und nicht an den Weihnachtsmann glaubt, vom Glauben an Weihnachten überzeugen will. 
Ihr Nachbar, Rechtsanwalt Fred Gailey, der für Doris und Susan ganz offensichtlich mehr empfindet als nur nachbarschaftliche Freundschaft, steht dem sehr offen gegenüber, denn auch er hegt Bedenken, dass Susan nicht Kind sein kann und viel zu schnell ihren kindlichen Glauben verliert und erwachsen wird. Die Hektik in der Großstadt, die Abwesenheit der Mutter, die sich nach Kräften bemüht, dem Kind ein angenehmes Leben zu ermöglichen, und nicht zuletzt auch die Abgeklärtheit der Mutter haben aus der Sechsjährigen quasi eine kleine Erwachsene gemacht, die sich tief im Inneren aber nach einem ruhigen Leben in einem ruhigen Vorort, in einem eigenen Haus und vor allem mehr Zeit mit ihrer Mutter wünscht.
Nach und nach freunden sich Kris und das Mädchen an und sie vertraut ihm diesen ihren Weihnachtswunsch an. 
Da aber auch ein Weihnachtsfilm etwas Dramatik vertragen kann, kommt es, wie es kommen muss: Die Neider gewinnen und überzeugen Kris' Arbeitgeber davon, dieser sei psychisch gestört, sodass er schließlich in eine Anstalt gebracht wird und schon beinahe bereit ist, zu resignieren.
Nun muss Rechtsanwalt Gailey zeigen, was er kann und dass es nicht nur den Weihnachtsmann, sondern auch Wunder gibt. 

Ich ziehe das Original dem Remake vor, weil ich zu Weihnachten noch hoffnungsloser nostalgisch werde, als ich es ohnehin schon bin. 
Dieser Film ist nicht bunt, übertrieben oder laut, aber charmant-witzig und lebt von seinen Darstellern: Maureen O'Hara, die überzeugend die alleinerziehende Mutter spielt, Edmund Gwenn, der für seine liebenswerte Weihnachtsmanndarstellung einen Oscar als bester Nebendarsteller erhielt, und natürlich der damals 8- oder 9-jährigen Natalie Wood, die hier schon zeigen durfte, was in ihr steckt. "Das Wunder von Manhattan" ist auch der einzige Film, den ich aus John Paynes Repertoire (Fred Gailey) bewusst in Erinnerung habe.
Trotz seiner 63 Jahre gelingt es diesem Film immer noch, mir eine Gänsehaut zu bescheren, wenn Postboten säckeweise Briefe an den Weihnachtsmann in den Gerichtssaal tragen.
Auf jeden Fall ist "Das Wunder von Manhattan" ein Film für die ganze Familie, der einfühlsam von Wundern und Freundschaft erzählt und gleichzeitig Spaß macht.

Sehr empfehlen kann ich die Special-Edition des Films, die in den USA erhältlich ist. 
Sie enthält die Originalversion in schwarzweiß sowie eine liebevoll kolorierte Fassung. 
Ich hatte zunächst Bedenken, weil ich es für überflüssig hielt, einen alten Film nachzukolorieren. Wie einer Dokumentation, die als Extra bei einem anderen Weihnachtsfilm (Vorstellung folgt) zu entnehmen ist, ist das auch keine Arbeit, die sich zwischen Tür und Angel erledigen lässt, aber dazu an anderer Stelle mehr. 
Daneben gibt es einen Audiokommentar von Maureen O'Hara, die in diesem Jahr übrigen 90 Jahre alt wurde. Es ist zwar kein typischer Audiokommentar, der entstand, während der Sprecher den Film sah, sondern eine Aufnahme aus einem Interview, aber deshalb nicht weniger interessant. 
Natürlich ist keine deutsche Tonspur enthalten, aber angesichts der zwei Versionen und diversen Extras verzichte ich darauf gern. Mein Sohn muss allerdings auf eine Fernsehausstrahlung oder so lange warten, bis er genug Englisch kann. 

Ich jedenfalls bin gespannt, ob und zu welcher Nachtstunde uns die deutschen Fernsehsender in diesem Jahr mal wieder einen Klassiker präsentieren. 

Hier ein netter Trailer (Achtung, typische 40er-Jahre Dramamusik zu Beginn) mit witzigen kleinen Begegnungen mit Darstellern anderer Filme des Jahres, unter anderem mit Rex Harrison, der in "The Ghost and Mrs. Muir" zu sehen war.


Noch läuft die Verlosung


Ich poltere also gleich mal mit der Tür ins Haus:

Wieder einmal begebe ich mich auf virtuelles Neuland:

Ab 01.01.2011 wird im Wonderworld Forum eine kleine Leserunde mit mir stattfinden.

Ich freue mich, dass Steffi mir diese Möglichkeit gibt, und bin auch etwas hibbelig, weil ich noch nie an so einer Veranstaltung teilgenommen habe.

Zu diesem Anlass gibt es im Forum  signierte Exemplare meines Buches "Blutsuche: Annes Reise" zu gewinnen.

Für eine Gewinnchance muss aber auch etwas getan werden, und zwar hat sich Steffi die Frage "Was hat bei euch die Faszination an Vampiren ausgelöst?" ausgedacht.

Beantwortet werden soll diese bis 01.12.2010.
Die Gewinner der Exemplare nehmen automatisch an der Leserunde teil und dürfen mich wie eine Zitrone ausquetschen.

Weil Weihnachten vor der Tür steht, verlose ich auch hier zusätzlich 2 Exemplare ganz unabhängig von der Leserunde.

Aber auch ich habe eine Frage:

Welche fantastischen Wesen faszinieren Euch und warum? 

Die Antworten sendet Ihr bitte in Kommentaren zu diesem Post.

Einsendeschluss ist der 19.12.2010. 

Mein Sohnemann wird dann den Glückself spielen.

Ich drücke euch kräftig die Daumen!

Freitag, 26. November 2010

Ein kleines Päuschen ...

... mache ich. 


Ich gönne mir eine kleine Internetauszeit, damit ich endlich mal wieder  zum Schreiben komme (sofern mein eigener Rechner in Bälde wieder funktionstüchtig ist und ich nicht immer den Imker vom Bürostuhl stoßen muss). 


Ein paar Beiträge blogge ich noch vor und auch der Ausschreibungstext wird sporadisch wieder hochgeholt (weil ich noch nicht herausgefunden habe, ob und wie man hier etwas festpinnen kann). 

In diesem Sinne haue ich mal weiter in die Tasten und wünsche euch ein schönes erstes Adventswochenende.


Donnerstag, 25. November 2010

Herbsterinnerungen

Meinen Verfolgern ist ja bekannt, dass ich unheimlich gerne fotografiere und mich nun auch etwas aktiver bei deviantArt herumtreibe. 
Weil ich meistens Naturmotive vor meine Linse hole bzw. mich selber ranrobbe, bis das Makro gegen das Blümchen stößt, bin ich dort Mitglied in verschiedenen Gruppen, in denen die Natur, Pflanzen und Makros im Mittelpunkt stehen. 
Unter anderem bin ich auch Mitglied in der Gruppe Unframed Nature, in der nicht nur Fotografien, sondern auch andere Formen der Kunst, vom Anfänger bis zum Profi, zugelassen sind, womit sie mit Abstand meine Lieblingsgruppe ist. 
Über den gesamten Oktober hinweg, bis Anfang November, veranstaltete die Gruppe einen Wettbewerb: Sharing the magic of autumn. 
Weil ich selber in den letzten Wochen kaum Impressionen irgendwelcher Art fotografieren  und nicht teilnehmen konnte, da ich einfach zu sehr mit anderen Sachen beschäftigt bin, habe ich versprochen, den Gewinnern des Wettbewerbs ein Feature zu widmen, was ich auf meiner dA-Seite bereits getan habe, mit Erlaubnis der Künstler nun aber auch an dieser Stelle tun möchte.


Und hier sind sie, die Herbstimpressionen, die die Gruppenmitglieder zu Siegern erkoren haben. 
Ein Klick auf das eingebettete Bild führt jeweils zur dA-Seite des entsprechenden Künstlers, also draufgeklickt und auch mal in die Galerie geschaut.


Besonders freue ich mich über Platz 1, denn die Trophäe geht an ein traditionelles Kunstwerk. 
Platz 1


Platz 2
(eine Impression aus der Sächsischen Schweiz)

Platz 3
(der Herbstklassiker)


Die Wahlen fielen äußerst knapp aus, und es war auch wirklich keine leichte Aufgabe, aus so vielen tollen Beiträgen für nur 3 abzustimmen.
Nicht aufs Treppchen geschafft haben es die drei folgenden tollen Fotos, die aber auf jeden Fall mehr als einen Blick wert sind. 
Auch die Galerien der Künstler lohnen einen Besuch. 



Kurzgeschichten-Ausschreibung "Magie der Natur" [Update]

    Die Sonne schafft es nicht mehr ganz so hoch an den Himmel, die Tage werden kürzer, und das Kaminholz liegt bereit.
Während sich das Jahr langsam seinem Ende zuneigt, bevölkern neue Anthologieausschreibungen das Netz.
Nachdem ich mich lange mit diesem Thema herumgetragen und hin- und herüberlegt habe, habe ich mich entschlossen, alle Schreibwütigen mit einer eigenen Fantasy-Ausschreibung an die Tastaturen zu locken.
Wer mich inzwischen etwas besser kennengelernt hat, weiß, dass es mir das Naturthema sehr angetan hat, und nun bin ich neugierig auf weitere Verarbeitungen.

Deshalb steht meine Ausschreibung auch unter dem Motto:

"Magie der Natur"

Lasst die vergangenen Jahreszeiten Revue passieren und geht noch einmal mit offenen Augen durch die Lande, sei es in den Wald oder den Stadtpark, um euch inspirieren zu lassen.

Vielleicht könnt ihr sie hören, die Geister, die vor hunderten Jahren von alten Schlehdornhecken gefangen genommen wurden, oder ihr findet den Pfad des Zwerges, der in einer geheimen Höhle die letzten Silbervorräte bewacht, um gegen die prophezeite Ankunft eines gefährlichen Werwolfrudels gewappnet zu sein. Geht auf die Suche nach dem Nektar einer seltenen Pflanze, der einen verwunschenen Nachtfalter zurückverzaubert, braut Tränke des Vergessens oder schwimmt mit Nixen um die Wette, um euch zuerst die magische Perle zu holen, die euer Wasser wieder trinkbar macht.

Lasst euch von bekannter Pflanzenmythologie, dem Mond oder den Sternen oder aktuellen Kontroversen leiten oder erfindet eigene fantastische Naturwelten. 

Gesucht werden farbenfrohe, dunkle, romantische, lustige, gruselige, traurige, märchenhafte, magische, historische, zeitgenössische, kritische, sperrige, urbane, ländliche fantastische Geschichten, in denen sich auf der Erde oder in Anderswelten Menschen, Gestaltwandler, Hexen, Dämonen Feen und Elfen ebenso tummeln dürfen wie Drachen, Zwerge, Geister, Engel oder auch Vampire.
Erotik und Horror sind erlaubt, soweit sie in einem YA-tauglichen Rahmen bleiben. Crossover und Science Fiction sind ebenfalls möglich, solange Roboter, Androiden, ferne Zukunftsvisionen und Co. in glaubwürdigen Naturzusammenhang gebracht werden. 

Pornografische, volksverhetzende und gewaltverherrlichende Texte werden aussortiert!

Ich freue mich, bekannt geben zu können, dass die Anthologie im Wunderwaldverlag erscheinen wird!

Und hier nun die lästigen, aber notwendigen formalen Anforderungen:

Textgestaltung:
  • max. 20.000 Anschläge (inkl. Leerzeichen, laut Zählung in Word über "Wörter zählen", die Geschichten dürfen natürlich auch kürzer sein)
  • Times New Roman Schriftgröße 12 (bitte keine Normseitendiskussion anfangen, wir haben das Format so gewählt, wie es für die Leserjury am besten zu lesen ist)
  • Zeilenabstand 1,5
  • linksbündig
  • bitte keine manuellen Zeilenumbrüche mitten im Satz
  • fortlaufender Text ohne manuellen Seitenumbrüche
  • keine Silbentrennungen, weder manuel noch automatisch
  • Absatzeinzüge dürfen zur Kennzeichnung eingefügt werden
  • Kursivdruck ist erlaubt, wenn zum besseren Verständnis nötig
  • Dateiformat: rtf oder doc
  • Dateiname: Vorname.Nachname_Titel.doc/.rtf
Text:
  • Genre: Phantastik (eine kreative Auslegung des Themas ist ausdrücklich erwünscht)
  • Zielgruppe: Jugendliche und Erwachsene
  • Pro Autor dürfen 2 Kurzgeschichten eingereicht werden.
  • Die Geschichten müssen unveröffentlicht sein (weder Print- noch Internetpublikationen, die Texte dürfen in nicht öffentlichen Forengruppen besprochen werden, dürfen aber anderweitig nicht zugänglich sein). 
  • Bitte nur in sich geschlossene Geschichten und keine Auszüge aus größeren Werken einsenden.  
  • Keine Fanfiction!
  • Sprache: Deutsch
  • Die Geschichte bitte mit einem kreativen Titel versehen, der das Ausschreibungsthema enthalten kann, aber nicht muss, allerdings nicht gleichlauten darf.
  • Die Natur muss für die Handlung von wesentlicher Bedeutung und nicht nur Kulisse sein.
  • Bitte eine inhaltlich ausgereifte, schlüssige und endgültige Version einreichen, denn wenn ein Text einmal eingereicht ist, kann er, wenn er ausgewählt wird, nicht noch einmal neu geplottet werden. 
  • Neue deutsche Rechtschreibung.
  • Auch wenn uns allen einmal Rechtschreibfehler unterlaufen und die Texte nicht unkorrigiert gedruckt werden, sollte bei Einreichung dafür Sorge getragen werden, dass der Beitrag hinsichtlich Orthographie und Grammatik weitestgehend nicht zu beanstanden und  vor allem verständlich ist.
Altersbegrenzung: Keine
(Bei Minderjährigen ist das Einverständnis der Erziehungsberechtigten zur Veröffentlichung erforderlich, und der Autorenvertrag muss ebenfalls von einem Erziehungsberechtigten unterzeichnet werden.) 

Einsendeschluss: 31. Januar 2011, 23:59 Uhr

Einzureichen per E-Mail an:
antho [at] sinjeblumenstein . de
(Bitte in die übliche Adressform bringen, also mit @ und ohne Leerzeichen.
Ich verschicke auf jeden Fall Eingangsbestätigungen. 
Wer nicht binnen Wochenfrist eine Rückmeldung von mir bekommen hat, möge sich dann bitte noch einmal melden.)

Zu beachten:

1. Mit der Teilnahme bestätigen die Autoren (m/w), alleinige Urheber des eingesendeten Beitrages zu sein und keine Rechte Dritter zu verletzen, und geben ihr Einverständnis zur kostenlosen Veröffentlichung der Beiträge in einer Anthologie (Print und ggf. E-Book).

2. Die Geschichten werden nicht von mir allein ausgewählt, sondern anonym von einer kleinen Leserjury gelesen und bewertet. Die Beitragseinreichung verleiht jedoch keinen Anspruch auf Veröffentlichung.

3. Die Anzahl der aufzunehmenden Beiträge steht noch nicht fest.

4. Wird ein Beitrag zur Veröffentlichung ausgewählt, entstehen für den Autor keinerlei Kosten.

5. Honorare können nicht gezahlt werden, die für die Anthologie ausgewählten Autoren haben die Wahl zwischen einem Belegexemplar oder einer Zweitveröffentlichung (Wild Card) in einer Anthologie des Wunderwaldverlags. 
6. Vor Veröffentlichung wird eine Autorenvertrag geschlossen.

7. Erscheinen soll die Anthologie im Frühjahr 2011.

Die Anthologie wird nicht den Titel der Ausschreibung tragen, da dieser nur das Thema widerspiegeln soll.

Sollten Änderungen eintreten, werde ich diese hier bekanntgeben.

Wer Fragen hat, kann diese gern in Form von Kommentaren stellen, damit sie für alle sichtbar sind und ggf. der Ausschreibungstext angepasst werden kann.

Seid kreativ und habt viel Spaß beim Schreiben!

Montag, 22. November 2010

[Hörbuch] "Engelsnacht" von Lauren Kate

Lauren Kate: Engelsnacht 

Produktinformation (lt. amazon)
Audio CD: 1 Seiten 
Verlag: Jumbo Neue Medien (7. Oktober 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3833726830 
ISBN-13: 978-3833726835 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Preis: 19,95

Kurzbeschreibung (lt. amazon)
Wieder geboren, um wieder zu lieben
Lucinda Price ist 17 und den ersten Tag auf dem Internat, als sie ihn sieht: Daniel Grigori, den unglaublich attraktiven, aber auch unglaublich distanzierten Jungen, von dem sie sicher ist, dass sie ihn schon einmal gesehen hat. Doch Daniel behauptet, sie nicht zu kennen er scheint sie sogar zu hassen und weicht ihr aus, wo immer er kann. Doch immer wenn Luce etwas Schlimmes widerfährt, sobald die gefährlichen Schatten sie wieder umtanzen, die sie seit ihrer Kindheit umgeben, ist er zur Stelle. Mehrfach rettet er ihr Leben. Allmählich kommen die beiden sich näher, und da erst erfährt Luce, welches Geheimnis sie beide umgibt: Daniel ist ein gefallener Engel, dazu verdammt, für immer auf der Erde umherzuwandern. Luce aber ist dazu verdammt, alle 17 Jahre wiedergeboren zu werden, sich jedes Mal aufs Neue unsterblich in Daniel zu verlieben und den Tod zu finden, sobald sie und Daniel sich näherkommen.

Meine Meinung
Lauren Kates "Engelsnacht" ist in vielerlei Hinsicht eine Premiere für mich.
Dieses Buch zählt ganz klar zu denen, die ich als reinen Coverkauf einstufe. 
Das Bild bzw. die auf dem Cover abgebildete Dame habe ich schon in vielen Fotomontagen bei DeviantArt gesehen, weshalb mir dieser Jugendroman überhaupt erst aufgefallen war. 
Da wären wir also schon bei Premiere Nr. 1. 
Eigentlich, ja, eigentlich, lese ich keine Jugendliteratur mehr, aber dann kam mir sozusagen Premiere Nr. 2 dazwischen. Weil ich in der nächsten Zeit für das wahre Medium Buch, also das duftende Etwas aus geheimnisvoll knisterndem Papier keine Zeit haben werde (im Marktstand liest es sich nicht so gut, dafür sind aber Hörbücher eine willkommene Abwechslung beim Ein- und Auspacken usw.) belebte ich nach mehreren Monaten der Abstinenz mein audible-Abo neu.
Premiere Nr. 3 ist die Tatsache, dass "Engelsnacht" mein allererster Engelsroman ist, obwohl noch ein paar andere auf meinem SuB liegen. 
Nachdem ich ursprünglich nur kurz in die Geschichte hineinhören wollte, war ich schließlich rasch mitten drin und das Buch vergleichsweise schnell zu Ende. 
Das Hörbuch ist gekürzt.
Da ich aber die schriftliche Version nicht kenne, fehlt mir der Vergleich, und ich hatte beim Hören nicht das Gefühl, dass ich etwas verpasste. Die fehlenden Auflösungen sind plottechnisch bedingt, denn die Geschichte wird in Torment fortgesetzt, wofür "Engelsnacht" unmissverständlich die Grundsteine legt.
Und jetzt folgt Premiere Nr. 4, nämlich mein bisher wahrscheinlich längster Beitrag hier, dessen Langatmigkeit meiner Unsicherheit in Bezug auf das Medium Jugendbuch geschuldet ist. Vielleicht sollte ich da einmal tiefer in mich gehen ...

Zunächst aber zum Inhalt: 

Die siebzehnjährige Lucinda Price hat es nicht leicht. 
Seit ihrer Kindheit wird sie von Schatten verfolgt, die nur sie sehen kann und die sie letztendlich in psychiatrische Hände und die Gewalt von Medikamenten brachten. 
Später erkannte sie, dass sie nur lügen musste, um der geschlossenen Anstalt zu entgehen und in Frieden eine normale Schule zu besuchen. Dort lernte sie einen Jungen, Trevor, kennen, doch bevor sich mehr entwickeln konnte, kam er bei einem Brand ums Leben, für den vermeintlich Lucinda, genannt Luce, verantwortlich war. 
Per Gerichtsbeschluss darf sie von nun an in einer Besserungsanstalt  leben.
Sword & Cross heißt ihr neues Zuhause, in dem sie ein Zelle mit vergittertem Fenster bewohnt, nebst kameraverwanzter Schule und angrenzendem, nicht sonderlich einladendem Friedhof. 
Bereits am ersten Tag muss sie allen Kontakt zur Außenwelt aufgeben. Ihr Handy, und damit die Verbindung zu ihrer besten Freundin, wird konfisziert.
Zum Glück begegnet sie Ariane, die sie sofort mit Beschlag belegt,  dass man meinen  möchte, sie führte etwas  im Schilde, und Penn, die als Einzige nichts ausgefressen hat, sondern nur an der Schule ist , weil ihr inzwischen verstorbener Vater der Schulgärtner war. Aber auch unangenehme Begegnungen muss sie bereits an diesem ersten Tag erleben und Peinlichkeiten bleiben ihr ebenfalls nicht erspart.
Und da ist noch Daniel Grigori, der sich ihr gegenüber abweisend verhält und ihr sogar den Stinkefinger zeigt. 
Trotz aller Ablehnung und Distanz seinerseits rückt er in den Mittelpunkt Luces Interesse, und sie kann das Gefühl, sie kenne Daniel bereits, nicht abschütteln.
So dauert es nicht lang, bis sich ein erster Unfall ereignet und Daniel ihr das Leben retten darf ... Daneben wird Luce außerdem von dem frechen, gut aussehenden Cam angegraben, dessen Absichten unergründlich scheinen.

Sehr schade finde ich, dass der Klappentext dieses Engelsromans eigentlich schon alles verrät. 
Der schöne Prolog, im Hörbuch vorgetragen von Jacob Weigert, stellt eine Rückblende dar und gibt sich ausreichend geheimnisvoll. Er zeigt die Geschehnisse in der Vergangenheit aus männlicher Sicht und macht einfach Lust auf mehr, wenn man nur nicht diese verräterische Kurzbeschreibung gelesen hätte ... 
Die Geschichte, die in der Gegenwart spielt und die Erlebnisse der Protagonistin Luce  in dritter Person verfolgt, wird von Julia Nachtmann gelesen, die ihr Sache gut macht. 
Ihr gelingt es, den verschiedenen Charakteren von gleichgültig bis aufmüpfig eigenes Leben einzuhauchen und den Vortrag somit nicht eintönig zu gestalten. 
Da ich im Vorfeld kaum etwas zu diesem Buch gelesen habe, muss ich allerdings sagen, dass ich zunächst Schwierigkeiten hatte, mir die Schreibweisen der Namen vorzustellen. Die musste ich nämlich nachträglich noch einmal nachschauen. 
Ich führe mir recht selten Hörbücher zu Gemüte und zumeist verfolge ich eher Serien, sodass ich, was die Sprecher anbelangt, einerseits verwöhnt, andererseits aber auch einseitig belastet bin. Gerade deshalb empfand ich es als Wohltat, einmal andere, für mich neue Sprecher zu hören. 

Also zurück zur Geschichte. 
Ich bin einen Tag danach noch immer zwiegespalten. 
Sehr mochte ich beispielsweise die Beschreibungen der Umgebung des Internats, die sich als vielfältiger entpuppte, als auf den ersten Blick angenommen.
Die Schatten und die bedrohliche Atmosphäre gegen Ende des Romans haben mich sehr angesprochen, während die Engel doch einigermaßen klischeehaft und teilweise auch etwas kitschig waren. Allerdings störte mich das nicht, weil es der Autorin in meinen Augen durchaus gelungen ist, ein fantasievolles Ganzes zu erschaffen. 
Massiv gestört hat mich aber Luces Geschmachte.
Während sie sich einerseits den Kopf zerbricht, woher sie Daniel kennt, sodass man auf eine tiefergehende Hinterfragung der Gefühle hofft, verfällt sie immer wieder in pubertäres Gegaffe.
Nun gut, vielleicht war ich schon immer zu gesetzt und auf die "wesentlichen Dinge" konzentriert, um davon angesprochen zu werden, aber immerhin ist hier von einer jahrtausendealten "großen Liebe" die Rede und selbst für die müsste es doch einen Grund geben. Theoretisch. 
Diese Anziehung spiegelt sich in unzähligen Wiederholungen wieder, beispielsweise in der unerklärlichen Wärme, die Luce durchströmt, sobald Daniel sie berührt, oder in der Beschreibung seiner Haut oder Haare.
Die Romantik, die einige Szenen mit ihrem Ambiente und der zarten Annäherung der beiden Protagonisten bieten, vermisse ich leider sehr oft in Luces Gefühlen, die mir größtenteils auf äußerliche Schwärmereien reduziert scheinen.
Während sie zu Beginn unter dem Verlust Trevors, den sie ja nie wirklich hatte kennenlernen dürfen, sichtbar leidet und, obwohl sie natürlich nicht Schuld an dessen Tod hat, von leisen Schuldgefühlen geplagt wird, findet sie für meine Begriffe viel zu schnell und exklusiv Gefallen an Daniel. Ihre halbherzige Zuneigung zu Cam, dessen Geschenke sie immer ebenso halbherzig zurückzugeben versucht, wirkt auf mich erzwungen, genauso wie die Dreiecksgeschichte Luce, Daniel, Cam.
Ebenfalls störend empfand ich die Häufung von "sagte er", "fragte er" oder "sagte er flüsternd" in den Dialogen und die häufig distanzierte Betrachtung des Geschehens, wie "eine Hand näherte sich" oder "irgendwo ertönte" irgendwas. Eine aktivere Einbeziehung der Protagonistin, also dass sie aktiv sieht, hört und fühlt, habe ich etwas vermisst.
Merkwürdig kam mir außerdem vor, dass Luce und ihre Freundin Penn überall herumschnüffeln konnten.
Bereits zu Beginn wurden alle Schüler auf die gut sichtbaren Kameras aufmerksam gemacht, sodass es mir rätselhaft erscheint, dass die beiden Mädchen nicht bemerkt wurden, als sie mehr über Daniel herausfinden wollten.
Wenn die Schule schon mit Kameras gespickt ist, müsste es die Bibliothek ja auch sein, sodass man von außen hätte bemerken müssen, dass sich dort noch Personen aufhalten. Allerdings hätte dann Daniel nicht hereinfliegen können.
Ebenso wird in der ach so strengen Besserungsanstalt eine Party nach der anderen geschmissen, ohne dass es von Aufsichtspersonen bemerkt, geschweige denn geahndet wird. (Ich habe meine Internatszeit, und das war ein stinknormales Internat, sehr anders in Erinnerung, und auch wir waren 13-/14-jährig, fern der Heimat, ganz bestimmt keine Engel.)
Dass Daniel Luce nicht alle Geheimnisse preisgeben kann, nachdem sie bereits selbst an deren Oberfläche gekratzt und Daniel als Engel enttarnt hat, war jedoch nachvollziehbar, denn jede Information kann für Luce den Tod bedeuten.
Jede Wiederbegegnung der beiden Liebenden ist auf ihre Weise einzigartig, so auch diese in der Neuzeit, aber dennoch kann Daniel nie Gewissheit haben, dass ihm Luce nicht beim nächsten Kuss, bei der nächsten Offenbarung usw. wieder entgleitet.
Natürlich wird im Laufe der Geschehnisse deutlich, dass es sich um eine Fortsetzungsgeschichte handelt, sodass bewusst an tiefgehenden Informationen gespart wird. So erfahren wir nicht die kleinsten Details von Lauren Kates  Engelmythologie und auch nicht die eigentlichen Wurzeln der Liebe zwischen Daniel und Luce.
In diesem Zusammenhang mochte ich den Charakter des Daniel, der sich bewusst auf Distanz hält, aber nicht in Dauergejammer nach dem Motto "Wir dürfen uns nicht lieben" verfällt. Obwohl ich ihm eine gewisse Genervtheit zugestanden hätte, wenn man bedenkt, dass er Luce über unzählige Jahre nie entkommen kann, so sehr er auch seine eigene Liebe abschütteln oder verleugnen will, sondern ihr eben alle 17 Jahre wiederbegegnet und sie sich immer wieder in ihn verliebt, empfand ich ihn als angenehm gesetzt und ruhig. Selbst ein Engel dürfte ja einmal irgendwann die Nase voll haben, dass seine Liebe immer unerfüllt bleibt, aber Daniel fügt sich seinem Schicksal, sodass man es ihm gönnt, dass er zumindest in "Engelsnacht" Luce ein wenig länger als üblich behalten darf. Wer weiß, was noch kommt ... hoffentlich aber ein bisschen mehr als die dramatisch verpackte, aber dann doch langweilige Engelsschlacht.
Überrascht hat mich die Autorin mit der Tatsache, dass es neben Daniel und einer Protagonistin, bei der ich von Anfang an sicher war, dass sie zu ihm gehört, noch mehr Engel in Sword & Cross gab.
Ihren Umgang mit der erfrischend bodenständigen, menschlichen Penn kann ich ihr allerdings kaum verzeihen.
Aber wie gesagt, wer weiß, was noch kommt.

Insgesamt und auch rückblickend gesehen, ist "Engelsnacht" ein Jugendbuch, das ich im empfohlenen Alter von 12 bis 15 Jahren vermutlich nicht gelesen hätte.
Trotz des Genres Fantasy wünsche ich mir immer einen Hauch Realität (ja, ich wiederhole mich). Ich vermisse das Leben, das es neben dem Schwarm ja auch noch gibt, und habe mich oft gefragt, ob Luce denn keine anderen Probleme als Daniels goldene Haut hat.
Charaktere, die mit Übergewicht zu kämpfen haben und unter Akne leiden oder wegen Bergen von Hausaufgaben oder Problemen mit dem Busfahrplan einfach nicht täglich zu Dates rennen können, dann aber trotzdem in den Armen des gewandelten Schul-Beaus landen, sagen mir trotz des Klischees mitunter mehr zu als von Mysteriösem verfolgte Protagonisten, die ansonsten vielleicht nur mit Mathe und der Entscheidung zwischen zwei Jungs zu kämpfen haben.

Wenngleich mir das fantastische Ambiente, das die Autorin zweifelsohne gut erschaffen hat, gefiel, bleibt bei mir doch ein Gefühl zurück, dass "Engelsnacht" ein recht oberflächliches Buch ist. Oberflächlich in zweideutigem Sinne, nämlich, da es nur an der Oberfläche der Geschichte kratzt, daneben aber auch die Thematik des Aufenthalts in einer Besserungsanstalt nach einem dramatischen Ereignis durch eine kitschige Liebesgeschichte in den Hintergrund rücken lässt und das reale Leben der Protagonistin verharmlost. Das aber wollen wird doch lesen. oder? Liebesgeschichten.
Gleichzeitig habe ich auch den Eindruck, dass ich selbst mit meinen zarten 34 Jahren und dem in den letzten Jahren selbst errichteten Abstand zu Jugendliteratur nicht wirklich in der Lage bin, "Engelsnacht" schlüssig zu bewerten.
Müsste ich Punkte vergeben, so rangierte "Engelsnacht" in dieser angenehm und mitreißend vorgetragenen, wenn auch gekürzten Hörbuchfassung bei 3 von 5 Weißdornzweigen.

Samstag, 20. November 2010

Ankündigung und Verlosung [Update]

Ich poltere also gleich mal mit der Tür ins Haus:

Wieder einmal begebe ich mich auf virtuelles Neuland:
Ab 01.01.2011 wird im Wonderworld Forum eine kleine Leserunde mit mir stattfinden.

Ich freue mich, dass Steffi mir diese Möglichkeit gibt, und bin auch etwas hibbelig, weil ich noch nie an so einer Veranstaltung teilgenommen habe.

Zu diesem Anlass gibt es im Forum  signierte Exemplare meines Buches "Blutsuche: Annes Reise" zu gewinnen.
Für eine Gewinnchance muss aber auch etwas getan werden, und zwar hat sich Steffi die Frage "Was hat bei euch die Faszination an Vampiren ausgelöst?" ausgedacht.
Beantwortet werden soll diese bis 01.12.2010.
Die Gewinner der Exemplare nehmen automatisch an der Leserunde teil und dürfen mich wie eine Zitrone ausquetschen.

Weil Weihnachten vor der Tür steht, verlose ich auch hier zusätzlich 2 Exemplare ganz unabhängig von der Leserunde.

Aber auch ich habe eine Frage:

Welche fantastischen Wesen faszinieren Euch und warum?

Die Antworten sendet Ihr bitte in Kommentaren zu diesem Post.

Einsendeschluss ist der 19.12.2010.

Mein Sohnemann wird den Glückself spielen.

Dann drücke ich mal kräftig die Daumen!

Freitag, 19. November 2010

[Musik] "Marcher vers le Nord" von Annie Blanchard

Leider hat mir die Zeit einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass ich meinen Französischen Freitag nicht kontinuierlich verfolgen konnte.

Aus selbem Grund ist es mir sogar entgangen, dass zwischenzeitlich ein neues Album von Annie Blanchard erschienen ist, obwohl ich in meinem Blog darauf hingewiesen habe.
2007 war Annie Blanchards Debütalbum Sur l'autre rive erschienen, das ich bereits vorgestellt habe. Nach langer Pause, in der die Künstlerin aus der Acadie natürlich keineswegs untätig war, sondern auf Akustiktournee war und eifrig an neuem Material gearbeitet hat, ist nun der Nachfolger erschienen.
Annie Blanchards zweites Album heißt "Marcher vers le Nord" und ist hierzulande offenbar nur über iTunes zu einem vernünftigen Preis zu bekommen.
Auf ihrer Internetseite kann man aber auch Hörproben lauschen.
Obwohl es heißt, Annie Blanchard habe Neues ausprobieren wollen, unterstreicht sie auch hier ihren Ruf als Botschafterin des akadischen Folks.
Sie selbst sagt, ihr Debütalbum sei ruhiger, balladengeprägter gewesen und sie habe sich mehr Farben gewünscht.
Aus der Zusammenarbeit mit regionalen Künstlern sind individuelle, farbigere, aber auch flottere Songs entstanden.
Neben intimen ruhigen Stücken, wie "Il était là", das ihrem Vater gewidmet ist, und "Je suis bien ici", in dem sie wieder von ihrer Verbundenheit mit ihrer acadischen Heimat erzählt, präsentiert sie auf "Marcher vers le Nord" auch wieder unverkennbare Country-Melodien in der Ballade "Mille détours" und dem flotten "Dis pourquoi" und "Quand je reviendrai".  
Selbstverständlich kommt die Liebe nicht zu kurz, die sie mit ganz unterschiedlichen Klängen besingt; zwischen "Un monde pour toi", "T'es tout ce que j'ai" und "Marcher vers le Nord" (ein Duet mit Laurence Jalbert) liegen klanglich durchaus Welten.
Ein besonders schönes, eingängiges Stück für Balladenfans ist "Amarrée", in dem es um das Meer geht, aber auch das gitarrenbegleitete "Sauver l'amour" lädt zum Träumen und (den Sprachkundigen) zum genaueren Zuhören ein.
"Pierre à Jean-Louis" zählt zu Annie Blanchards Bühnenprogramm und erinnert bewusst an ihren Markensong "Évangeline".
Mit einem augenzwinkernden "Trop-plein d'amour" klingt das Album aus und lädt direkt zum Nocheinmalhören ein.
Ich denke, dass sich Annie Blanchard mit "Marcher vers le Nord" und den dortigen 12 Titeln nicht neu erfunden, sondern als Künstlerin gefestigt hat und mit ihrer Musik nicht nur zum Träumen, sondern auch zum Tanzen entführt.

Titelliste 
  1. Un monde pour toi
  2. Mille détours
  3. Dis pourquoi
  4. Il était là
  5. Je suis bien ici
  6. Sauver l'amour
  7. Amarrée
  8. Marcher vers le Nord (duo avec Laurence Jalbert)
  9. T'es tout ce que j'ai
  10. Quand je reviendrai
  11. Pierre à Jean-Louis
  12. Trop-plein d'amour

Sonntag, 14. November 2010

... über "Krieger des Lichts 02: Ungezähmte Begierde" von Pamela Palmer

Pamela Palmer
"Krieger des Lichts 02: Ungezähmte Begierde"


Ungezähmte Fortsetzung ohne große Überraschungen


Krieger des Lichts 02. Ungezähmte Begierde
Produktinformation (lt. amazon.de)
Broschiert: 347 Seiten
Verlag: Lyx (November 2010)
Sprache: Deutsch
Übersetzung: Wolfgang Thon
ISBN-10: 3802583116
ISBN-13: 978-3802583117
Originaltitel: Obsession Untamed
Ladenpreis: 9,95 €

Kurzbeschreibung (lt. amazon.de)
Die FBI-Agentin Delaney leidet unter furchtbaren Alpträumen. Auf rätselhafte Weise steht sie in mentaler Verbindung mit einem Serienmörder. Wann immer sie die Augen schließt, erlebt sie die Morde, die er begeht, aus seiner Perspektive. Als eines Nachts ein Mann in ihr Haus einbricht, fürchtet sie, es könnte der Serienmörder sein. Stattdessen handelt es sich bei dem Einbrecher jedoch um den unsterblichen Gestaltwandler Tighe. Mit Hilfe von Delaneys Visionen will er ein gefährliches übernatürliches Geschöpf aufspüren. Eigentlich hat Tighe nichts für menschliche Frauen übrig, doch Delaneys verletzliche Schönheit zieht ihn schon bald in ihren Bann.

Inhalt
Krieger des Lichts 02. Ungezähmte Begierde setzt an, wo Krieger des Lichts 01. Ungezähmtes Verlangen aufhörte. Es vergeht also kaum Zeit zwischen den Handlungen der Romane und der rote Faden, der im Reihenauftakt begonnen wurde, wird hier weitergestrickt. Aus diesem Grund sollte Pamela Palmers Reihe auf jeden Fall in der Erscheinungsreihenfolge gelesen werden, um die Hintergründe des Geschehens erfassen zu können.
Fortgesetzt werden nun die Erlebnisse der Tiergestaltwandler, die die Autorin Therianer nennt. Unter der Führung des Löwen, Lyon, der Hauptcharakter des Reihenauftaktes war, leben 9 Tiere, die von den ursprünglichen Therianern übrig geblieben und anhand ihrer Namen (Lyon, Paenther, Foxx, Wulfe, Tighe usw.) leicht zu identifizieren sind,  zusammen.
Dank der Strahlenden, die in Band 1 gefunden und inthronisiert wurde, sind sie wieder in der Lage, sich in Tiere zu verwandeln, um unter anderem auch die Menschen zu schützen.
Sie sind unsterblich und halten sich naturgemäß von den Menschen fern, um nicht aufzufallen.
Leider aber war in Band 1 etwas schief gegangen, und durch die Machenschaften der Hexe Zaphene, die Vhyper auf ihre Seite ziehen konnte, wurden die Gestaltwandler geklont. Mit Ausnahme von Tighes Klon konnten diese jedoch vernichtet werden.
Die Ausgangssituation der Fortsetzung ist nun die, dass Tighes Klon und auch Vhyper mit der wichtigen Dämonenklinge auf der Flucht sind.
Und genau dieser Klon macht inzwischen Karriere als "D. C. Vampir". Er tötet sich durch die Bevölkerung und hat flugs FBI-Agentin Delaney Randall im Nacken. Als sie meint, ihn gestellt zu haben, entkommt sie seinem Angriff nur knapp und wird fortan von Mordvisionen geplagt.
Wie sich herausstellt, teilen sich Tighe und sein Klon die Seele, sodass er visionsartig dessen Taten erlebt. Plötzlich aber werden diese Visionen, die ihn eigentlich den Verstand verlieren lassen, aber notwendig sind, um seinen Klon zu finden, "gestohlen", und er findet heraus, dass diese nun bei Delaney sind, die er für tot hielt. Er muss die junge Frau also finden, um die Visionen aus ihrem Kopf zu entfernen. 
Es gelingt ihm aber nicht, ihren Geist zu bereinigen, anstatt dessen beschert er ihr, wie Lyon schon Kara, ein atemberaubendes erotisches Erlebnis.
Während die übrigen Therianer auf den Tiger einreden, Delaney müsse getötet werden, holt er sie in ihr Quartier, doch auch dort können sie ihre unerklärliche Anziehung nicht verleugnen. Es fällt ihr schwer, Tighe zu vertrauen, immerhin gleicht er ihrem Angreifer aufs Haar. Ganz offensichtlich hat er etwas zu verbergen, versteckt seine Augen ständig hinter einer Sonnenbrille, und dennoch ist Delaney ihm gegenüber machtlos.
Die Zeit wird knapp. Der Klon des Tigers muss dringend gefunden werden, denn seine Seele wird zunehmend schwächer und droht gänzlich zu vergehen. Geschieht das, wird der eigentlich unsterbliche Tiger sterben.
Es kommt schließlich zur unvermeidlichen Paarungszeremonie, bei der Tighe die Sterbliche zwar an sich bindet, sich aber nicht an sie, denn nicht nur Delaney schleppt gewaltige Vergangenheit mit sich herum ... 

Meine Meinung 
Auch nach "Ungezähmte Begierde" bleiben die "Krieger des Lichts" eine Reihe, die mich unentschlossen zurücklässt.
Einerseits gelingt es der Autorin, in diesem Fall mit dem kleinen Nebenhandlungsstrang um Paenther, ihre Handlung so zu gestalten, dass mit Ende des Buches zwar die Liebesgeschichte unter Dach und Fach, aber der rote Faden eben ungeklärt ist. Damit bleibt immer ein Hauch Neugier bestehen. Auch wenn man weiß, dass der nächste Krieger mit einer Gefährtin versorgt wird, muss man nicht unbedingt sofort Schema F befürchten, denn Kara und Delaney sind vollkommen unterschiedliche Charakter mit unterschiedlichem Hintergrund als Mensch.
Andererseits gibt es leider Einiges, das mich nicht in Begeisterungsstürme ausbrechen lässt.
Ich lese gern erotische Romane, aber dann muss für mich eben alles stimmen.
Was in meinen Augen für Pamela Palmers Geschichten zwangsläufig nicht passt, ist das Attribut "Romantik", obwohl das nun rein gar nicht ausschlaggebend für erotische Interpretationen ist. Nun mag jeder einen anderen Begriff mit Romantik verbinden, für mich jedenfalls kann es bei den Gestaltwandlern der Autorin von vornherein nicht wirklich romantisch zugehen. Die tierischen Protagonisten werden animalisch dargestellt und haben, auf den ersten Blick, kein vorangiges Interesse an Beziehungen und Bindungen. Ebenso scheinen sie nicht dazu bestimmt, menschliche Partnerinnen zu haben. Da weibliche "Artgenossen" nicht wie Sand am Meer zu finden sind, müssen zwangsläufig sterbliche Protagonistinnen her. Da Pamela Palmers Geschichten nicht in einer Anderswelt angesiedelt sind, sondern ihre Gestaltwandler, wenn auch zurückgezogen, in der Menschenwelt leben, sind Begegnungen mit Menschenfrauen vorprogrammiert. Der Konflikt, der automatisch entsteht, wenn unsterblich auf sterblich trifft, ist auch bei Pamela Palmer nicht neu. Anders als im Vampirroman sind ihre Therianer erfrischenderweise aber nicht in der Lage, den Menschen zu wandeln, sodass man zunächst einer sorgenvollen Beziehung entgegenblickt, in der irgendwann der Unsterbliche ohne Gefährtin dasteht. Das umschifft die Autorin in "Ungezähmte Begierde" aber gekonnt mit einer kleinen Überraschung.
Kommt es zu Bindungen, spielen Paarungsrituale eine tragende Rolle. Dort geht es eindeutig um Sex, der keine Rücksicht auf das menschliche Schamgefühl nimmt, dem weiblichen Part zwar immer Höhen der Befriedigung verschafft, ihn aber gleichzeitig zum Paarungsobjekt degradiert. Das passt zwar zu den animalischen Hauptcharakteren, fordert aber einige Toleranz vom Leser. Damit halte ich die Reihe auch nicht für eine Empfehlung für Fans von Lara Adrian usw., denn deren Geschichten halte ich für emotional und romantisch deutlich ausgefeilter.
Wie bereits in "Ungezähmtes Verlangen" vermisse ich auch in "Ungezähmte Begierde" die sich anbahnende Liebe. Die Handlung spielt sich in nur wenigen Tagen ab, sodass das Wachsen der Emotionen und Beziehung eher ausgeschlossen ist. Wieder habe ich das Gefühl, es hat ein Unsichtbarer mit dem Finger geschnippt, sodass die Protagonistin endlich erkennt, dass sie ihren Tiger von ganzem Herzen liebt, ja sogar für ihn sterben würde und damit letzten Endes das Tier zähmt. 
Die "Krieger des Lichts" sind Bücher, die ich zwischendurch immer wieder weglegen will, weil mich das aufgezwungene erotische Knistern und dieses "Sie ist so wunderschön, aber ich darf mich nicht an sie binden" buchstäblich erschlägt. Es gibt Elemente, die sich wiederholen, z. B. die Tatsache, dass Tighe Delaneys Gefühle auf der Zunge schmecken kann. Erst hielt ich das für eine Metapher, und kurz bevor dieser Fakt bei mir die Nervgrenze in Sachen Wiederholungen überschritt, wurde erklärt, dass es tatsächlich so ist. Während ich ein Fan von mentalen Verbindungen zwischen Protagonisten bin, fühlte ich mich von Delaneys kursivgedruckten Hilferufen "Tighe, Tighe ..." schon beinahe belästigt, weil sie mir so gar nicht zu ihrem Charakter zu passen schienen. Daneben sind die Romane auch sprachlich keine Lieblingsbücher, was auf keinen Fall an der Übersetzung liegt. Gefühlsbeschreibungen etc. sind in "Ungezähmte Begierde" eher zurückgenommen, sodass mir das Sichhineinleben schwerfiel. Auch wird die erotische Sprache hier wesentlich deutlicher. 
Band 1 hat mir doch einen Hauch besser gefallen, da die Entwicklung der weiblichen Protagonistin Kara dort besser ausgearbeitet ist, während in Band 2 die vermeintlich taffe Delaney in verschiedener Hinsicht unterworfen und manipuliert wird. So nährt sich das Gefühl, dass die weiblichen Parts in Pamela Palmers Reihe nur schmückendes Beiwerk sind (vor allem sind sie wieder einmal schön, nein, wunderschön und wohlproportioniert), während das Maskuline im Vordergrund steht.
Echte Spannung kommt erst gegen Ende auf, während die in "Ungezähmtes Verlangen" noch präsente Gefahr durch die Drager und die drohende Erweckung des Satanan ein wenig im Hintergrund bleiben, weil die Geschichte um Tighes Seelenrettung schon komplex genug ist.

Alles in allem sind diese Fantasy-Romane bislang Geschichten, die mich als Beobachter außen vor, mich also zuschauen lassen, mir aber trotz Settings in der menschlichen Welt kaum Identifikationspotenzial bieten. Ja, auch bei Fiktion und Fantasy wünsche ich mir einen Funken Realität, der es mir gestattet, mich in Stories hineinzuleben.
Leider ist mir hier die Erotik schon fast überpräsent, sodass man rasch Details und Szenen überliest, weil man sie schlichtweg nicht mitbekommt.

Fazit
"Ungezähmt" ist bei Pamela Palmer Programm.
Wer ungezähmte Fantasy-Erotik lesen will, ist mit ihrer Reihe gut beraten.
Ansonsten kann ich mein Fazit zu "Ungezähmtes Verlangen" auf "Ungezähmte Begierde" anpassen:
Pamela Palmers "Krieger des Lichts 02: Ungezähmte Begierde" ist kein atemberaubend spannendes, aber auch kein langweiliges Buch und ein netter Zeitvertreib bei grauem Regenwetter.
Es bietet quasi von allem ein Quäntchen: Magie und Legenden, Gut und Böse, Kampf und Tote, Erotik und Liebe. Anspruch (inhaltlich und sprachlich): 3 von 5 (hier liegt der Inhalt vor der Sprache)
Auf jeden Fall ist diese Reihe etwas für Leser, die (fantastische) Erotik mögen, die nicht durch die Blume dargestellt wird, und sich von starken, maskulinen und animalischen Protagonisten angezogen fühlen.
Freunde zarter Romanzen werden vermutlich enttäuscht, dabei sollte man jedoch weder sprachlich anspruchsvoll sein noch ausgeklügelte fantastische Welten und Szenarien erwarten.

Aufmachung: 4 von 5
Brutalität (Kampfszenen/Gewalt/Gore/Tempo): 3 von 5
Erotik (Häufigkeit/Explizität/Sprache): 4 von 5
Gefuehl/Subtilität: 1 von 5
Humor: 1 von 5
Spannung/Handlungsdichte/Dynamik: 3 von 5

Gesamteindruck:
3 von 5 Weißdornzweigen







In der aktuellen Ausgabe des LoveLetter Magazins gibt es übrigens ein Interview mit Pamela Palmer, das mir durchaus Hoffnung auf einen ansprechenderen dritten Band macht, in dem Paenther gefunden werden muss.

Samstag, 13. November 2010

[Blogparade] Bücher unterm Weihnachtsbaum

Langsam, aber sicher kann man es nicht mehr leugnen.
Saisonale Süßigkeiten singen sirenengleich ... und ich bin jetzt schon satt, wenn ich an all die Lebkuchen und Co. denke.
Passend zum Aspekt Besinnlichkeit, na ja, und Schenken hat Alexandra eine Blogparade ins Leben gerufen.
Weil bei uns immer Bücher unter dem Weihnachtsbaum liegen bzw. auch schon im Nikolausstiefel stecken, mache ich also einmal mit.

Da ich allerdings nicht so genau weiß, wer aus Familie und Freundeskreis mich hier beobachtet, werden die Beschenkten schön unter Verschluss gehalten.

Zu allererst gibt es ein bisschen Werbung in eigener Sache.
In der Regel werfe ich mit meinen Arbeiten im engeren Kreis nicht um mich und verschenke sie nur an ausgewählte Adressaten, von denen ich weiß, dass sie sich ehrlich freuen und nicht nur, weil sie mich kennen.
So wird eine liebe Freundin auf jeden Fall mein Buch Blutsuche: Annes Reise bekommen.
Meine Mama hat passenderweise direkt vor Weihnachten Geburtstag, sodass ich mir sämtliche Anthologien bis zu diesem Anlass aufgespart habe. Da sie ganz sicher hier nicht liest, verrate ich also, was sie bekommt, nämlich: die Anthologien Mystische Helden, Wald ohne Wiederkehr (Hrsg. Thomas Tippner) mit meiner Kurzgeschichte "Irrruf", Dark Vampire mit meiner Kurzgeschichte "(Nimmer)Wiedersehen", Avatare, Roboter & andere Stellvertreter (Hrsg. Susanne O'Connell) mit meiner Kurzgeschichte "Fruchtmond" und Die Literareon Lyrik-Bibliothek - Band 11: BD 11, in der eines meiner Gedichte vertreten ist. Zum Jahresende kommen zwar noch 3 andere Anthologien (2 mit Gedichten und 1 mit einer Kurzgeschichte), da diese aber noch nicht gelistet sind, halte ich mich an dieser Stelle zurück.
Zwei weitere Freunde bekommen ebenfalls


Da ich mit den Science-Fiction-Geschenken für einen familieninternen Fan fast immer daneben greife, habe ich mich dieses Mal ebenfalls für Anthologien entschieden, denn das ist einfach mal etwas anderes. Verschenkt werden die Geisterspiegel-Anthologie Dark Future und der Science-Fiction-Band der aus der Weltentor-Ausschreibung des Noel-Verlages hervorgegangen ist.


Ich selbst wünsche mir ausnahmsweise einmal keine Bücher, weil ich noch so viele auf meinen SuB liegen habe, dass ich kaum noch hinterherkomme.


Dafür darf Sohnemann aber umso mehr schmökern.
Da wir aber schon jede Menge Vorlesebücher haben und noch längst nicht alle geschafft haben, tun wir etwas für oder gegen den Wissensdurst, auch wenn wir schon ein bisschen vorgreifen.
Kürzlich entdeckte er den Himmel und die Sterne für sich, und weil ich in der Schule nie Astronomie (sorry, Spezialschule mit neusprachlicher Orientierung) hatte und daher in diesem Bereich selbst unter argen Wissenslücken leide, kommen uns folgende Lückenfüller ins Haus:




Von seiner Freundin wird er ebenfalls ein Buch bekommen. Da ich gefragt wurde, ob wir es schon haben, bin ich also schon vorinformiert, dass Yakari nun bald bei uns wohnen wird:


Mein Sohn liebt die Zeichentrickserie und wird sie ungemein über das Buch freuen.

Die Kinder in der Verwandtschaft bekommen vornehmlich Quartettspiele und Puzzle, aber bei zwei Büchern konnte ich einfach nicht widerstehen.
Häufig liegen in unserer Kindertagesstätte Bücher zur Ansicht und Bestellung aus, und da habe ich mir für meine kleine Nichte diese beiden sehr liebevoll gestalteten Bücher ausgesucht:




Sicher, solche Bücher stellen das elterliche Nervenkostüm immer auf die Probe und irgendwann krächzen sie unschön vor sich hin, aber diese beiden Bücher sind irgendwie, wie soll ich sagen, liebreizend mit ihren wunderschönen Illustrationen und Klappelementen.

Daneben bin ich noch auf Hörbuchsuche, die aber noch nicht erfolgreich abgeschlossen ist, sodass ich mir vorbehalte, diesen Beitrag zu aktualisieren.
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