Dienstag, 31. August 2010

... visuelle Dienstagsbastelei

... okay, es ist eigentlich eine Montagsbastelei, denn ich hatte gestern einen kleinen Regenhänger und war lese- und schreibfaul. Deshalb habe ich mit Gimp herumgespielt.

Ich hebe immer alle Fotos auf, es sei denn, sie sind total verschwommen und verhunzt. Meistens rappelt es mich irgendwann, und ich habe Lust zu spielen, obwohl ich keine Ahnung von Fotomontagen und Co. habe. Bei mir ist das reines Experimentieren.

Beim letzten Experiment ist nun Folgendes herausgekommen (wieder komprimierte Qualität):



Inspiriert hat mich folgendes Lied:

... Tag 23: Welches deiner Bücher hat ein mieses Cover, jedoch einen tollen Inhalt?

Meins ;-)

Ach, so richtig mies finde ich eigentlich keines der Cover meiner Bücher im Regal.
Leider steht hinter den Covern, die mich weniger hinreißen, meistens auch eher ein 3-Punkte-Inhalt.
Mir fällt partout kein Buch ein, bei dem ich gesagt hätte: "Wow, das war richtig toll, warum in aller Welt aber hat es so ein scheußliches Cover."

Montag, 30. August 2010

... über "Krieger des Lichts 01: Ungezähmtes Verlangen" von Pamela Palmer

Pamela Palmer
"Krieger des Lichts 01: Ungezähmtes Verlangen"

Animalische, aber unspektakuläre neue Gestaltwandlerreihe für Erotikfans



Produktinformation
Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Lyx (10. Juli 2010)
Sprache: Deutsch
Übersetzung: Wolfgang Thon
ISBN-10: 3802583108
ISBN-13: 978-3802583100
Originaltitel: Desire Untamed
Größe und/oder Gewicht: 18 x 12,4 x 3 cm

Kurzbeschreibung
Kara MacAllisters beschauliches Kleinstadtleben ist mit einem Schlag vorbei, als ein mysteriöser Fremder sie aus ihrem Haus entführt. Der atemberaubend gut aussehende Lyon ist jedoch kein gewöhnlicher Mensch, sondern gehört einem Volk unsterblicher Gestaltwandler an. Lyon glaubt, dass Kara dazu ausersehen ist, ihn und sein Volk vor einer uralten Bedrohung zu retten. Auch wenn es Kara schwer fällt, seinen Worten Glauben zu schenken, fühlt sie sich zu dem wilden Krieger unwiderstehlich hingezogen. Da bricht das lange prophezeite Unheil über die Welt herein, und nur gemeinsam können Kara und Lyon der Gefahr begegnen.

Inhalt
Es war einmal eine Gruppe von Gestaltwandlern, genannt Therianer, deren Aufgabe darin bestand, die menschliche Welt und damit auch sich selbst vor Dämonen, den sogenannten Dradern, einem ziemlich bissigen, angriffslustigen, fliegenden Völkchen, das sich von Energie ernährt, vornehmlich von menschlichen Kindern, zu schützen.
Doch um diese Aufgabe erfolgreich erfüllen zu können, benötigen die Gestaltwandler eine, nennen wir sie einmal, Königin, die in ihrem Geschlecht als "Strahlende" bezeichnet wird, weil sie, und das ist wörtlich zu nehmen, sich so mit der Energie der Elemente aufladen kann, dass sie erstrahlt. Mit diesem Strahlen stärkt sie die Therianer und versetzt sie in die Lage, sich in ihre Tiergestalt zu verwandeln, in der sie mächtig und in der Lage sind, die Drader zu vernichten.
Pferdefuß an dieser ganzen Sache ist, dass es nur eine "Strahlende" geben kann, und wenn diese einmal stirbt, was durchaus passieren kann, zumal die Therianer nicht unsterblich sind, wenn auch ein recht langes Leben haben, muss eine neue Strahlende her.
Diese wird nun aber nicht von irgendjemandem ausgesucht, sondern von der "Göttin" auserwählt und mit einem besonderen Mal gezeichnet.
Ist sie einmal gefunden und inthronisiert, dürfte der Weiterverfolgung der Schutzaufgabe der Therianer nichts im Wege stehen.
Genau da setzt nun Palmers Roman ein:
Die "Strahlende" ist tot.
Es steht außer Zweifel, dass eine neue gezeichnet wurde, nur muss diese erst aufgefunden werden.
Lyon, der Löwe und wie zu erwarten Anführer der Gruppe, ist der "Sucher" und in der Lage, sie mental zu erspüren. Also macht er sich auf den Weg, um die "Strahlende" heimzuholen.
Dass diese aber gar nicht weiß, dass sie eine Therianerin ist, geschweige denn von einer solchen Welt je etwas geahnt hätte, und somit auch nicht wie andere Therianerinnen darauf gewartet hatte, von der Göttin gezeichnet zu werden, hat er sich nun wiederum nicht erträumt.
Kara MacAllister ist siebenundzwanzig Jahre alt, Grundschullehrerin und hat überaus menschliche Sorgen.
Ihre Mutter ist schwerkrank und liegt im Sterben.
Genau in diesem unpassenden Moment platzt Lyon ohne jegliches Feingefühl herein, fordert sie auf, ihre Brust zu entblößen, auf der sich vor einiger Zeit ein Zeichen gebildet hat. Dann entführt er sie kurzerhand und speist sie mit sehr schwammigen Informationen ab.
Als es ihr noch während der Fahrt die Flucht gelingt und sie nach Hause zurückkehrt, kann sie nur noch miterleben, wie ihre Mutter stirbt, nachdem sie ihr mit einem knappen "Nein" bestätigt, dass sie nicht ihre leibliche Mutter war.
In einem verständlichen Gemütszustand der Verwirrung und sehr schlecht vorbereitet wird Kara nun in das Quartier der Gestaltwandler gebracht.
Dort trifft sie auf die übrigen Männer, die bis auf wenige Ausnahmen ein unangenehmes Berührungsverhalten an den Tag legen, sowie eine Frau, die ihr von Anfang an feindselig gegenübertritt und sich offenbar dort durch verschiedene Betten schläft, und nicht zuletzt auf die Köchin, die ein Flamingo ist.
Sehr häppchenweise offenbart Lyon ihr, was sie nun erwartet.
Auf seltsame Weise ist er in der Lage, in ihr ungekannte erotische Gefühle auszulösen, sodass sie bereits von einem Kuss, der sie auf die Paarungszeremonie vorbereiten soll, einen welterschütternden Orgasmus erleidet.
Bei dieser Paarungszeremonie muss sie sich von allen Gestaltwandlern küssen lassen und derjenige, an dessen Fingerspitzen blaue Flammen züngeln werden, soll auf ewig der Gefährte der inthronisierten "Strahlenden" sein. Nur er ist ihr bestimmt und kann ihr ein Kind schenken.
Lyon ist der Einzige, dem Kara traut, und insgeheim hofft sie natürlich, dass er der Auserwählte ist, während er sich immer wieder einzureden versucht, er habe ohnehin keine Zeit für eine Frau.
Doch nicht nur bei dieser Paarungszeremonie muss Kara eine Überraschung erleben ...

Meine Meinung
Sollte mein Text einen Hauch von Sarkasmus versprühen, so ist das durchaus beabsichtigt.

Das Positive zuerst:
Auch wenn der attraktive Herr auf dem Cover Lyon nicht gerecht wird, bin ich beinahe verliebt in dieses Cover. Noch dazu kommt, dass man keinen deutschen Fantasietitel erfunden, sondern den englischen Titel übersetzt hat. Das führt zwar zu einer nahtlosen Einreihung in alle ungezähmten, vor Verlangen schmachtenden Gefährtinnenromane, aber er passt nun einmal wie die Faust aufs Auge.
Nicht erklären kann ich mir die schwarze Ornamentik am unteren Rand, aber ansonsten bin ich doch mehr als zufrieden, weil die Umschlaggestaltung sehr wohl etwas vom Inhalt vermittelt, und wenn es nur der Löwe Lyon ist. Ich mag den violett-blauen Ton, weil er mich an die Flammen der Paarungszeremonie erinnert.
Ein kleiner Wermuthstropfen ist allerdings, dass das Cover des Folgebandes sehr ähnlich gestaltet ist, was schon im Vornherein ein wenig Langeweile aufkommen lässt.

Pamela Palmers neue Romantic-Fantasy-Reihe - ja, es ist schon wieder eine Reihe, und es ist mittlerweile gemeinhin bekannt, dass ich reihenmüde bin - bietet wenig Neues oder Überraschendes.
Bereits anhand der Namen der männlichen Haupt- und Nebencharaktere ist deutlich erkennbar, um welches Tier es sich handelt, die Veränderung der Schreibweisen, wie Lyon, Wulfe, Hawke, Foxx, Tighe, Vhyper etc., kennen wir bereits von J. R. Ward.
Daher ist es schon verwunderlich, wie lange es bei Kara dauerte, bis der Groschen fiel und sie sich sagte, dass sie nun in einem Haus voller Tiere angekommen war.
Das Gefährtinnenkennzeichnungsschema (längstes Wort des Jahres?) kennen wir ebenfalls zur Genüge, ebenso wie das "Ich fühle mich zu dir hingezogen, weiß aber nicht, warum"-Gefühl. Auch erinnern mich die therianischen Enklaven an Adrians Dark Havens.
Global betrachtet befinden sich Kara und Lyon von der ersten bis zur letzten Zeile unter einer erotischen Dauerspannung, die für mich als Leser eher anstrengend denn anregend war.
So redet sich Lyon alle gefühlten fünf oder zehn Seiten ein, dass er als Boss der Truppe gar keine Zeit für eine Frau hat, muss aber jedes Mal sich und sein Tier im Zaume halten, sobald die blonde Kara mit ihren goldenen Wimpern und ihrem betörenden Duft um die Ecke kommt.
Bei so viel Selbstzerfleischung und Lechzen bleibt die Handlung etwas auf der Strecke, sodass man den Eindruck hat, außer dem Angeschmachte passiert lange Zeit nichts.
Für mich war dies beinahe zu viel des Guten, und ich habe das arme Buch teilweise wirklich angeschnauzt, dass ich es ja nun endlich begriffen habe, dass er sie will, aber nicht haben kann, weil die Göttin sie unter Umständen ohnehin für einen anderen aus der Gruppe vorgesehen hat.
Außerdem bekommt Kara buchstäblich bei jeder Berühung durch Lyon einen so heftigen Orgasmus, dass ich mich durchaus fremdschämte.
Überhaupt ist die Erotik in Palmers Roman sehr animalisch, was im Grunde schon wieder positiv ist, denn so wird die tierische Seite der Gestaltwandler wenigstens nicht unter den Teppich gekehrt und auf den attraktiven, großen Menschen beschränkt.
Die Tatsache, dass die Inthronisation unbestritten ein sexuelles Ritual ist, bei dem glücklicherweise nur der Auserwählte zum Zug kommt, während die übrigen Gestaltwandler zwar nicht zuschauen, aber Körperkontakt mit der "Strahlenden" haben, geht deutlich weiter als bei anderen Autorinnen.
Sicherlich hebt sich soviel Animalität vom grauen Einheitsbrei ab, dürfte aber auch nicht jeder Leserin zusagen.
Leider erfährt man nur recht wenig über die Therianer, und Karas Herkunft ist ebenfalls nicht klar, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob wir je mehr über sie erfahren werden, außer, dass sie die Strahlende ist. 
Viel zu schnell ist der Tod der Mutter und ihr Leben bei den Menschen in den Hintergrund getreten. Ich meine, dafür, dass sie 27 Jahre lang von einem Menschen liebend umsorgt wurde, ihn nun verloren hat und, pardon, wie einen Hund verscharren musste, ist dieser Teil des Plots recht flott in Vergessenheit geraten.

Auch die gefühlsbetonte, romantische Seite der Beziehung oder Nicht-Beziehung blitzt nur verhalten auf.

Gut gefallen haben mir hingegen die Szenen, in den Kara lernt, mit der Natur Kontakt aufzunehmen und ihre Energie in sich aufzunehmen. Da war ich sozusagen in meinem Element. Der Konflikt mit den Magiern, die eine weitere Bedrohung neben den Dragern darstellen, ist in meinen Augen ebenfalls ausbaufähig.

Nicht überzeugen konnte mich die Sprache des Romans, und in diesem Falle wünschte ich mir sogar den Vergleich mit dem Original.
Die Beschreibung der Intimitäten ist vergleichsweise deutlich, aber ansprechend und weder verblümt noch schwülstig, aber auch nicht nachlässig und grob, und ich bin immer wieder erfreut, wenn ich nicht in jedem dritten Satz das Wort "Schwanz" lesen muss.
Allerdings gab es eben Sätze, wie auf Seite 189: "Einen schrecklichen Augenblick lang dachte Lyon, er würde jetzt gleich wild werden müssen." (Kursivdruck aus Originaltext übernommen). Ja, was denn nun? Jetzt? Oder doch gleich? Das mag ja Werbeneudeutsch sein, aber ich finde es furchtbar, und wenn ich das in einer Übersetzung geschrieben hätte, wäre ich im schlimmsten Falle durchgerauscht.
Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier sehr flott lektoriert wurde, denn darüber hinaus findet sich häufig z. B. zweimal im Satz das Wort "beinahe" oder "fast" (das passiert mir auch hin und wieder), sodass das schon auffällig ist.

Warum bleibe ich nun aber doch an dieser Reihe hängen?
Weil wir keinem Standard-Schema F entgegenblicken, zumindest hoffe ich das.
Es gibt schließlich nur eine "Strahlende".
Die anderen Gestaltwandler mit Gefährtinnen zu versorgen, scheint mythologisch, magisch oder wie auch immer nicht zwingend notwendig, ist aber doch wünschenswert, und wie es aussieht, kann diese Gefährtin eigentlich irgendwer sein.
Außerdem möchte ich nach dem in gewisser Hinsicht offenen Ende wissen, wie es weitergeht.

Fazit
Pamela Palmers "Krieger des Lichts 01: Ungezähmtes Verlangen" ist kein atemberaubend spannendes, aber auch kein langweiliges Buch und war ein netter Zeitvertreib bei grauem Regenwetter.
Es bietet quasi von allem ein Quäntchen: Magie und Legenden, Gut und Böse, Kampf und Tote, Erotik und Liebe.
Auf jeden Fall ist diese neue Reihe etwas für Leser, die (fantastische) Erotik mögen, die nicht durch die Blume dargestellt wird, und sich von starken, maskulinen und animalischen Protagonisten angezogen fühlen. 
Freunde zarter Romanzen werden vermutlich enttäuscht, dabei sollte man jedoch weder sprachlich anspruchsvoll sein noch ausgeklügelte fantastische Welten und Szenarien erwarten.

Anspruch (inhaltlich und sprachlich): 3 von 5 (hier liegt der Inhalt vor der Sprache)
Aufmachung: 4 von 5
Brutalität (Kampfszenen/Gewalt/Gore/Tempo): 3 von 5
Erotik (Häufigkeit/Explizität/Sprache): 4 von 5
Gefuehl/Subtilität: 1 von 5
Humor: 0 von 5
Spannung/Handlungsdichte/Dynamik: 3 von 5

Gesamteindruck:
3 von 5 Weißdornzweigen



... Tag 22: Welches deiner Bücher hat ein tolles Cover, jedoch einen miesen Inhalt?

Zuletzt hat mich das Cover von Eileen Wilks "Wolf Shadow" verführt. Inhaltlich stellte sich jedoch heraus, dass diese Reihe doch nichts für mich ist, auch wenn ich es nicht als "miesen Inhalt" bezeichnen möchte.

Sonntag, 29. August 2010

... Tag 21: An welchem Buch hängst du besonders und kannst es einfach nicht weggeben kannst, weil z. B. zu viele Erinnerungen dran hängen?

Heute poste ich einmal zwei Tage an einem, da die Antworten recht kurz ausfallen:

Ich hänge an allen Büchern, die ich besitze, und kann mich sehr schlecht von Büchern trennen, es sei denn, wir haben sie doppelt und dreifach, was nach Haushaltszusammenlegung doch vorkommt.

... Tag 20: Welches Buch hat dich am meisten negativ überrascht?

Ich wage es kaum zu sagen, aber am meisten hat mich dieses Jahr Lara Adrians "Gesandte des Zwielichts" enttäuscht.


Auf den Charakter Andreas Reichen hatte ich mich sehr gefreut, hatte dann aber schlichtweg das Gefühl, dass unheimlich viel Potenzial verschenkt wurde und mir auch der Charakter der Claire extrem unsympathisch war. Darüber hinaus empfand ich die Erotik als hart an der Grenze und habe seither so gar keine Lust auf die weiteren Bände der Midnight-Breed-Reihe.

Samstag, 28. August 2010

[Posteingang] "Didn't I feed you yesterday" von Laura Bennett

Ich habe so lange auf dieses Buch gewartet, dass ich tatsächlich vergessen habe, dass ich darauf wartete.
Vor einiger Zeit erreichte mich über Twitter einmal ein Link, und damals sagte ich mir, dass ich dieses Buch unbedingt haben muss.
Warum?
Keine Ahnung, ehrlich gesagt.
Normalerweise hasse ich Mutterschaftsbetrachtungen oder Bücher, die vorgeblich von Säuglingen verfasst wurden.
Diese treiben mir nämlich alles andere als Lachtränen in die Augen.

Trotzdem verlockte es mich irgendwie, und ich fiel heute aus allen Wolken, als unsere nette Postbotin wie üblich nur einmal bimmelte, um mir Folgendes zu überreichen:


Produktinformation

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Ballantine Books; Auflage: 1 (6. April 2010)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0345516370
ISBN-13: 978-0345516374
Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,2 x 2,8 cm

Kurzbeschreibung

Laura Bennett is not a soccer mom or a PTA mom or a helicopter mom—and she’s certainly not mother of the year. Another breed of mother entirely, Laura is surely more Auntie Mame than June Cleaver. As a busy mother of six, Laura is on an impossible mission: raising a brood of fast-moving, messy, wild sons in the jungles of Manhattan. So what other choice does she have than to sit back, grab a martini, and let the boys be, er, boys?
In Didn’t I Feed You Yesterday?, Laura gives her irreverent take on modern motherhood and proves that a strong sense of humor and an even stronger sense of self are the mother’s milk of sanity. In a series of refreshingly candid and hilarious anecdotes, she unapologetically breaks every rule in the Brady Bunch playbook: She gives her kids junk food, plays favorites, and openly admits to having “a genetic predisposition to laissez-faire parenting.” Children, she observes, don’t need constant supervision from neurotic, perfectionist parents. Allow kids to make mistakes and entertain themselves and they’ll turn out just fine—even if you do sometimes forget to pick them up from school.
Beyond the mayhem of a life among males, Laura celebrates the glories of womanhood with a generous helping of wit and style. She gives thanks to the fashion gods for the essentials—red lipstick, Manolo Blahniks, and Lycra shapewear—but reminds us that true style comes from an inner compass that points directly at oneself. In every aspect of life, Laura gives one simple, powerful piece of advice: “Dress like you want it or stay home.”
Brutally honest, outrageous, and sure to raise a few eyebrows, Didn’t I Feed You Yesterday? is a riotously funny read—and it’ll go fabulously well with your new handbag.

Erster Eindruck
Besonders viel habe ich noch nicht lesen können, weil mich mein hartnäckiger Augustendschnupfen um die nötige Konzentration bringt.

Die ersten Sätze lauten:
"Not long ago I was on an airplane with all six of my children. We were in that purgatory part of the trip between the use of the electronic devices and the use of electronic devices."

Es folgt eine Beschreibung des Chaos, das 6 Kinder im Flugzeug verursachen können, obwohl es sich gerade mal in der Sicherheitsinformationsphase befindet.

Nun ja, Hut ab, Frau Bennett. Ich traue mich nicht mal mit einem Kind in ein Flugzeug.

Wie dem auch sei, ich habe kaum 10 Seiten gelesen, schon bin ich versucht, zu zitieren und zu zitieren.
Ich glaube, ich liebe Laura Bennett bereits jetzt für Ausführungen, wie:

"We have all collectively micromanaged our pragnancies and written our superfluous birth plans and succumbed to the pressure of feeding our kids 100 percent organic hand-milled baby food using a reduced carbon footprint. These unrealistic goals have created a population of neurotic mothers whose neurotic kids inevitably end up at my house on a playdate.

...

When I was first pregnant, twenty years ago, times were different. There were no Internet chat rooms or message boards where women felt free to demoralize other mothers."

Dann will ich einmal brav weiterlesen, um zu erfahren, wie Karrierefrau und Manolo-Trägerin Bennett 6 Kinder gemanagt bekommt, ohne den Verstand zu verlieren.


... über "Jägerin der Nacht 02: Dayhunter" von Jocelynn Drake

Jocelynn Drake
"Jägerin der Nacht 02: Dayhunter"

Actionreiche, aber unromantische Europareise mit einer ordentlichen Portion Intrigen und Vergangenheitsbewältigung


Produktinformation

Broschiert: 443 Seiten
Verlag: Lyx (15. Mai 2010)
Sprache: Deutsch
Übersetzung: Jasper Nicolaisen
ISBN-10: 3802582632
ISBN-13: 978-3802582639
Originaltitel: Dayhunter
Größe und/oder Gewicht: 18 x 12,6 x 3,6 cm
Preis: 9,95 €

Kurzbeschreibung (lt. Umschlag)
Nach der ersten blutigen Schlacht gegen die Naturi muss die Vampirin Mira neue Kräfte sammeln. Die Bedrohung durch die grausamen Elfenwesen ist größer denn je. Sollte die Königin der Naturi aus der Verbannung zurückkehren, wäre die Welt der Menschen und Nachtwandler der Vernichtung preisgegeben. Mit ihrem Verbündeten, dem Vampirjäger Danaus, reist Mira nach Venedig zum Sitz der Nachtwandlerfürsten. Aber die uralte Lagunenstadt ist ein gefährliches Pflaster. Krieg liegt in der Luft. Unheilige Bündnisse und ein erschütternder Verrat nehmen in den Schatten bedrohliche Gestalt an. Die Grenzen zwischen Freund und Feind verschwimmen. Bald weiß Mira nicht mehr, wem sie trauen kann, und die Zeichen häufen sich, dass sie von Anfang an nur als Marionette der Mächtigen benutzt wurde. Die große Schlacht, die schon immer Miras Schicksal war, steht kurz bevor. Da trifft sie eine weitere schockierende Enthüllung: Danaus, der Einzige, dem sie noch vertrauen konnte, ist in Wahrheit nicht der, der er zu sein scheint.

Inhalt und Meinung
"Dayhunter" ist die Fortsetzung von Jägerin der Nacht 01. Nightwalker und setzt direkt an den Ereignissen des Vorgängers an, sodass sich eine Art Fernsehseriengefühl einstellt.
Während andere Reihen des Vampirgenres durchaus in beliebiger Reihenfolge gelesen werden können, ist das bei Jocelynn Drakes Romanserie nicht zu empfehlen, da die Handlungsstränge dieses zweiten Bandes ohne Vorkenntnis kaum zu verstehen sind. Im Gegensatz zu anderen einschlägigen Reihen verliert die Autorin kaum Zeit für umfangreiche Rückblicke und Erklärungen in Bezug auf den Auftaktband, sondern beschränkt sie auf ein notwendiges Minimum und verfolgt den dort begonnenen Handlungsbogen umgehend weiter.

Von "Nightwalker" ist der Leser noch daran gewöhnt, dass es bei Jocelynn Drake nicht zimperlich zugeht. 
So startet sie ihren Fortsetzungsband auch gleich mit einem weiteren Kampf, als sie ihre erschöpften vampirischen Protagonisten auf Nahrungssuche schickt. 
Mich persönlich hat es allerdings etwas genervt, dass sie jede gefühlte Seite darauf herumhackte, wie anstrengend doch der Endkampf des Reihenauftaktes war und wie fertig nun alle Beteiligten waren. 
In diesem Zustand der Erschöpfung und des Bluthunger treffen sie nun auf Mitglieder der Daylight Coalition, die sich als weitere Gefahr für die Naturi entpuppt.
Diese Koalition des Tageslichtes ist für mich der einzige Hinweis, warum der Roman ausgerechnet Dayhunter heißt. Über den gesamten Text hinweg habe ich mich nämlich gefragt, woher in aller Welt der Titel kommt, der "Tag" impliziert, denn die Nachtwandler, also Vampire, denen die Protagonistin Mira angehört, sind in Drakes Mythologie nicht nur terminologisch Wesen der Nacht. 

In Kapitel 3 brechen Mira, Tristan, der Vampir, den sie in Band 1 bei ihrer gemeinsamen Schöpferin Sadira aufgegabelt hatte, und der undurchsichtige Danaus nach Venedig auf, wo der Konvent, die Oberhäupter der Nachtwandler, ihren Sitz haben.

Da Mira mit ihren sechshundert Vampirjahren schon Einiges auf dem attraktiven Buckel hat, ist diese Reise selbstverständlich nicht ihre erste. In der Tat unternimmt sie dadurch zu ihrem eigenen Missfallen eine Zeitreise durch ihre Jahrhunderte, und wir erfahren noch mehr über sie und ihre Vergangenheit.
Schon früher hatten sie Reisen mit Jabari, ihrem Mentor, dorthin geführt, und auf ihre Weise liebt sie die Lagunenstadt, in der es vor Nachtwandlern nur so wimmelt.

Wie zu erwarten war, wird Mira dort mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und trifft nicht nur (am Rande) auf einen alten Liebhaber, sondern auch auf Sadira und Jabari, der für sie unausweichlich zu sein scheint.
Beim Lesen brach recht schnell Verwirrung über mich herein, denn Jabari ist ein solch zwiespältiger Charakter, dass es für mich nicht nachvollziehbar ist, warum er Mira gleichzeitig benutzen, ihr aber im selben nicht vorhandenen Atemzug ans Leder will.
So setzt er den Lykanthropen Nicolai auf sie an, um sie vor der historischen Kulisse von Campo Santa Margherita ins Vampirjenseits zu befördern, und zwar nur Augenblicke, nachdem sie erfahren hat, wer bzw. was Danaus wirklich ist.

Die Identität des menschlichen Jägers will ich an dieser Stelle nicht preisgeben, allerdings muss ich sagen, dass diese Entdeckung für mich deutlich unspektakulärer war, als ich sie angesichts des reißerischen Klappentextes vermutet hätte.
Ich weiß zwar nicht, was ich mir vorgestellt hätte, aber eine gewisse Enttäuschung kann ich nicht leugnen.
Bislang ist mir seine Aufgabe unklar, und obwohl Mira und Danaus einander regelmäßig beteuern, dass sie sich, wenn der Generalplan, die Naturi zu vernichten, erfüllt wurde, gegenseitig umbringen, erahne ich das als Verzögerungstaktik, bevor beide Charaktere, die gegensätzlicher nicht sein könnten, wenigstens im gemeinsamen Bett oder unrealistischerweise in einer Beziehung landen.

In der Zwischenzeit bietet sich Mira hinreichend Gelegenheit, ihre brennend heißen Fähigkeiten zu zeigen, denn sie wird mit einigen Überraschungen konfrontiert, z. B. paktiert der Konvent mit dem Erzfeind und es werden Fäden gesponnen, die sich kaum entwirren lassen.
Erfahrungsgemäß geht es da heftig und blutig zu, und allzu zarte Gemüter sollten sich warm anziehen, auch wenn man bei Jocelynn Drake natürlich nicht von Horror per se sprechen kann.

Besonders gut hat mir gefallen, dass es nicht auffällt, dass "Dayhunter" von einem anderen Übersetzer bearbeitet wurde, nachdem "Nightwalker" noch in den Händen von Antje Görnig gelegen hatte. Auch Jasper Nicolaisen gelingt es sehr gut, die bildreiche Sprache der Autorin zu übertragen.
Die Sprache des Romans zählt für mich seinen deutlichen Pluspunkten.
Jocelynn Drake versetzte mich mühelos nach Venedig und verlieh mir den Eindruck, dass sie entweder ausgezeichnet recherchiert hat oder selbst vor Ort war, um ihre Szenerien zu erschaffen. Im Übrigen führt die Handlung die Protagonisten und den Leser nicht nur nach Venedig, wo der Plot zwar größtenteils installiert ist, sondern für den Showdownn auch nach Kreta, wo Mira einen weiteren Teil ihrer menschlichen Vergangenheit zu bewältigen hat und zum großen Kampf auf die Naturi trifft.
Daneben sind Jocelynn Drakes Beschreibungen von Gefühlsregungen und physischen Schmerzen nicht von den üblichen Klischees geprägt, was die Lektüre für mich sehr angenehm macht.

Trotz allem stelle ich fest, dass ich mich mit der Jägerin-der-Nacht-Reihe schwertue.
Einerseits hebt sie sich deutlich ab vom romanzenlastigen Markt, andererseits gelingt es mir aber nicht, mich mit den Charaktern zu identifizieren oder besondere Sympathien für sie zu entwickeln.
Mira ist nach all den Jahrhunderten ihrer vampirischen Existenz zwar eigenständig, lässt sich aber trotzdem bei jeder Gelegenheit von den Nachtwandlerbossen herumschubsen. Außerdem weigert sich vehement, den freien Platz im Konvent einzunehmen, was mir auf seltsame Weise arg halbherzig vorkommt, während es gleichzeitig verständlich ist, dass sie nach allem, was ihr als Mensch und Vampir in der Vergangenheit passiert ist, eigentlich ihre Ruhe will.
Danaus ist und bleibt für mich undurchsichtig. Er ist sozusagen Tag und Nacht an Miras Seite und müsste längst begriffen haben, dass ein Vampir nicht töten muss, um sich zu nähren. Aber nein, was macht er? Er tötet vor Miras Augen eine Vampirin, als diese Nahrung für einen verwundeten Artgenossen beschaffen will.
Insgesamt zeichnet sich für mich trotz der engen Verknüpfung der Romane noch kein "Big picture" ab, und ich hege keinen mich zum Nägelkauen veranlassenden Drang, die Fortsetzung zu lesen.

Jägerin der Nacht 03. Dawnbreaker, der dritte Band der Reihe, erscheint im Dezember.
Nachdem ich ursprünglich der Auffassung war, es handele sich lediglich um eine Trilogie, stellte ich nun mit einigem Entsetzen fest, dass im Original bereits 2 weitere Bände erschienen sind und Band 6 wohl im nächsten Jahr folgt.
Wenn ich ehrlich bin, hatte ich auf ein rascheres Ende gehofft und bin auch nicht sicher, was Jocelynn Drake denn noch aus der Story heraussaugen möchte.


Fazit
"Jägerin der Nacht 02: Dayhunter" ist ein Vampirroman, der sich von den Romanzen distanziert und comic-hafte Action gepaart mit fantastischen und mythologischen Elementen, wie Werwölfen, bösen Elfen (hier Naturi), Harpyien und auch noch menschlichen Zauberern in den Mittelpunkt rückt.
Zwischen den beiden Hauptcharakteren gibt es (noch?) keine Romanze, geschweige denn erotische Begegnungen.
Wer Jeaniene Frosts Night-Huntress-Reihe um Cat und Bones mag, kann unter Umständen am Kick-Ass-Charakter der Mira und der Geschwindigkeit der Handlung Gefallen finden, muss aber deutlich bereit sein, auf explizite Sexszenen (obwohl Mira in diesem Band doch einmal zum Zuge kommt) und flotte Sprüche zu verzichten.
Alles in allem betrachte ich diese Romanreihe noch immer noch nicht als Muss für alle Vampirfans.

Anspruch (inhaltlich und sprachlich): 3 von 5
Aufmachung: 1 von 5 (ich finde die Cover einfach unpassend und langweilig)
Brutalität (Kampfszenen/Gewalt/Gore/Tempo): 3,5 von 5
Erotik (Häufigkeit/Explizität/Sprache): 2 von 5
Gefuehl/Subtilität: 1 von 5
Humor: 0 von 5
Spannung/Handlungsdichte/Dynamik: 3 von 5 (Band 1 war für mich spannender)

Gesamteindruck:
3 von 5 Weißdornzweigen






"Jägerin der Nacht  02: Dayhunter" ist übrigens meine zweite Reiseetappe im Rahmen von Natiras Challenge "5 Bücher - 5 Länder".
Somit sind bereits Russland und Italien abgearbeitet.

... Tag 19: Welches Buch hat dich am meisten positiv überrascht?

Ein Buch, an das ich ohne besondere Erwartungen herangegangen bin und deshalb positiv überrascht war, ist definitiv Jonathan Troppers "Sieben verdammt lange Tage".


Ebenso positiv überrascht hat mich, nachdem gemeinhin über BoD-Autoren geschimpft und gelästert wird, Sylvia Seyboths "Vampir in Untermiete".

Freitag, 27. August 2010

[Musik] "Ashes of the innocent" von Vladimir Agaev

Wie bekannt ist, hat Nathália Suellen das Cover zu meinem Roman gestaltet. 
Obwohl die Zusammenarbeit nun schon wieder eine Weile zurückliegt, beobachte ich sie doch weiterhin und bin neugierig auf Neues.

Nun hat Nathália mit einer ihrer Fotomontagen den Musiker Vladimir Agaev inspiriert, der das folgende Stück komponiert hat, das ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Noch mehr gibt es auf seiner Playlist bei MySpace Music


Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende und hoffe, dass die Wetterlage nicht noch schlimmer wird.

[Musik] Natasha St-Pier und Pascal Obispo "Le paradis blanc"

Hier noch einmal Natasha St-Pier, und zwar im Duett mit Pascal Obispo.
Meinen frankophilen Freunden wünsche ich viel Spaß.

[Musik] "De l'amour le mieux" von Natasha St-Pier

Vor kurzem stellte ich Natasha St-Piers Best-of-Album vor, das mich veranlasst hat, mir ein weiteres zu kaufen.
Weil mir auf diesem 10 Jahre umspannenden Querschnitt die Titel "Tu trouveras" und "Alors on se raccroche" am besten gefielen, habe ich mich entschlossen, mir das Album "De l'amour le mieux", das Beste der Liebe, zu kaufen, auf dem sie ebenfalls zu finden sind.





Unter den 14 Titeln von "De l'amour le mieux" sind neben "Tu trouveras" und "Alors on se raccroche" auch "Nos rendez-vous" und "Là-bas" auf besagtem Best-of wiederzufinden.
Die übrigen Lieder waren für mich somit neu.

Wie der Albumtitel verrät, dreht sich "De l'amour le mieux", das 2002 als drittes Album der Künstlerin erschien, komplett um die Liebe mit ihren Höhen und Tiefen.
Es darf also ungehemmt geschwelgt werden in Melodien und Texten, die deutliches Identifikationspotenzial bieten, ohne Kitschpfützen zu verursachen.

"Tu trouveras" (mit Pascal Obispo) ist vermutlich Natasha St-Piers Markensong und inzwischen zu meinem absoluten Favoriten avanciert. Das war natürlich vorprogrammiert, denn ich komme einfach nicht an Balladen vorbei.
Wem fehlen nicht einmal die richtigen Worte, sodass man wünscht, der andere könne zwischen den Zeilen lesen, um alles zu erfassen, was man selbst nicht auszusprechen wagt?

Ernüchtert geht es weiter mit "Nos rendez-vous", denn dort stellt die Interpretin im Grunde das Ende einer Beziehung fest, einer Beziehung, in der einer zu schnell, der andere hingegen zu langsam war, sodass sich beide eben immer verpassten.

Positiver sind dann "Grandir c'est dire je t'aime", in dem "Ich liebe dich" keine Floskel ist, die leichtfertig dahin gesagt wird, und "Tous les au-revoir se ressemblent" bringt auch melodisch einen flotter-positiveren Touch mit und erzählt davon, dass auf jedes Ende eben auch ein Neuanfang folgt.

"Alors on se raccroche" ist, wie gesagt, einer meiner Favoriten, was zum einen an den angenehmen Gitarrenklängen und zum anderen am lebensnahen Text liegt. Es geht nämlich um den Alltag, der sich einschleicht und die Partner einander nicht mehr überraschen können, aber trotzdem aneinander festhalten.

An Tanzstundenmusik (in positivem Sinne) erinnert mich "Les chansons ne servent à rien", das behauptet, das Lieder zu nichts gut seien und nichts ersetzen können, denn die Zeit, die zählt, sei jetzt im Augenblick.

Balladenfreunde werden sich über "De l'amour le mieux" sehr freuen, einen angenehmen Titel der wieder mit Akustikgitarre zu verführen weiß. "Ich will eine Liebe, die man gibt, bevor man zu alt ist", singt Natasha St-Pier, "Ich möchte für uns eine Liebe, von der Liebe das Beste, um uns zu unserer besten Erinnerung machen zu können ..." Hach.

Auch "Pourquoi tant de larmes" wird Liebhaber von Kuschelmusik nicht kalt lassen. Hier wird metaphorisch geweint, bevor es ebenso balladig weitergeht mit "Toi qui manques à ma vie", einer Liebeserklärung.

Nach so viel Gekuschel und Geträume bietet "On peut tout essayer" eine wunderbare Abwechslung, denn genau darum geht es auch, dass man einmal alles ausprobieren und sich die Flügel verbrennen kann. Ich wage kaum zu sagen, dass dieses Lied auf meiner Putzsongliste steht ...

Wie wahr, wie wahr: Diamanten sind einsam, das sagt uns "Les diamants sont solitaires". Wenn jeder auf seine Weise glänzt, gibt es überall auf der Erde Kieselsteine, und nur die Diamanten sind wirklich einsam. Ein flottes Lied mit melodisch-positiver Stimmung.

Mit einem dramatischen Klavierintro startet "L'amour emporte tout", gaukelt dann eine Ballade vor, lässt aber schlussendlich doch den Fuß wippen. Die Liebe trägt eben alle davon, Starke und Verrückte, Engel und Neider ... 
 
"Là-bas" bildet den Abschluss dieses dritten Albums von Natasha St-Pier.
Im Duett mit Florent Pagny singt sie von einem Ort, zu dem er gehen will, weil er dort frei sein kann, nicht von Träumen erdrückt wird, während sie ihn nicht gehen lassen will, denn Liebe und Glück stehe ihnen noch bevor.

Bisher vorgestellt:
Annie Blanchard: Sur l'autre rive
Annie Villeneuve: Quand je ferme les yeux
Annie Villeneuve: Annie Villeneuve
Cindy Daniel: Le tout premier jour
Céline Dion: D'elles
Natasha St-Pier: Tu Trouveras... 10 Ans De Succès
Garou: Seul
Cindy Daniel: J'avoue

... Tag 18: Welches Buch erwartest du in Zukunft am meisten?

Am meisten erwarte ich definitiv Olivia de Havillands Autobiografie: Now is the time.

Donnerstag, 26. August 2010

... Ausflug in Bildern

Das schöne Wetter Ende letzter Woche mussten wir ausnutzen und besuchten daher nicht nur das Josephskreuz und die Fachwerkstadt Stolberg, sondern fuhren am Samstag direkt noch einmal los, um wieder einmal das Kyffhäuser-Denkmal aus der Nähe zu betrachten.
Da das Internet umfangreiche Informationen über diese Sehenswürdigkeit bietet, vor allem hier: http://www.kyffhaeuser-denkmal.de/web/de/home/home.asp,  und ich zugegebenermaßen zu faul bin, an dieser Stelle alles noch einmal mit eigenen Worten niederzuschreiben, möchte ich euch heute einen kunterbunten Bildermix des Denkmals, seiner Details und Umgebung zeigen.
Wie immer sind die Bilder komprimiert, damit die Seite nicht ewig lädt.  

... Tag 17: Welches Buch aus deinem letzten Spontankauf landete in deinem Regal?

Normalerweise berichte ich nicht über meine Neuanschaffungen, weil ich sonst unweigerlich das Gefühl bekäme, ich müsse dann alles hier rezensieren.
Nun will ich aber einmal eine Ausnahme machen.



Zuletzt haben mich meine Lesefreundin Franca und schließlich auch noch Soleil angesteckt, sodass ich mir Katie MacAlisters "Dragon Love"-Reihe angeschafft habe.
Obwohl ich mir auch ein Buchkauf-Verbot auferlegt habe, weil mein Bücherstapel nun aber wirklich einmal kleiner werden sollte, sind mir bei dieser Gelegenheit über booklooker spontan noch folgende Bücher ins Haus geflattert:





Mittwoch, 25. August 2010

... über "Dunkler Kuss der Leidenschaft" von Mona Vara

HINWEIS: Erotikroman. Nicht geeignet für Leser unter 18 Jahren!
Mona Vara
"Dunkler Kuss der Leidenschaft"

Klassische Vampirthematik gepaart mit ordentlicher Erotik und überraschender Romantik


Produktinformation
Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Ullstein Tb (4. Dezember 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548269958
ISBN-13: 978-3548269955
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,8 cm
Neupreis: 7,95 €

Kurzbeschreibung (lt. Rückentext)

Die junge Patricia Smith kommt ins Schloss von Maximilian Churtham, um dessen umfangreiche Bibliothek zu ordnen. Der mysteriöse Schlossherr meidet jedes Zusammentreffen und verlässt nur in der Nacht das Haus. Im Dorf wird gemunkelt, ein Vampir treibe sein Unwesen. Als Patricia eines Tages Churtham gegenübersteht, vergisst sie die Gerüchte – überwältigt von seiner hypnotisch-erotischen Anziehungskraft. Welches dunkle Geheimnis umgibt diesen Mann, der in ihr brennende Leidenschaft entfacht?

Inhalt und Meinung

Nach Im Harem des Prinzen: Erotischer Roman und Liebesnächte in Florenz ist "Dunkler Kuss der Leidenschaft" nun der dritte Roman von Mona Vara, den ein Spontankauf in mein Bücherregal gebracht hat.
Auch dieses Buch ist nicht neu, denn es war zuvor im Plaisir d'Amour-Verlag unter dem Titel "Patricia - Der Kuss des Vampirs" erschienen.

Ich hatte den Roman schon etwas länger im Auge, allerdings haben mich das kitschige Cover und der Titel abgeschreckt, aber die Neugier auf Mona Varas Verarbeitung des Vampirthemas siegte schlussendlich.

In gewohnter Manier ist auch diese Geschichte in historischem Umfeld, nämlich in der Grafschaft Devon in der Mitte des 19. Jh.s., angesiedelt.
Gleich zu Beginn begegnen wir der Protagonistin Patricia Smith, genannt Pat, an ihrem neuen Wohnsitz und Arbeitsplatz.
Dort scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen, denn nachts erwacht sie nicht nur von Gewitter, sondern auch erotischem Frauenlachen und dem Klang von Peitschen und Pferdehufen.
Diese Anfangsszene ist bereits so lebendig und atmosphärisch, wenn auch nicht spukgeladen, dass ich gerne weitergelesen habe.
Die Informationen, die der Leser am nächsten Morgen über Patricia erhält, sind jedoch nicht überraschend und der Charakteristik von Mona Varas anderen Protagonistinnen recht ähnlich.
Auch Patricia ist Erbin eines nicht unbeträchtlichen Vermögens, und ihr Onkel hatte nichts Eiligeres zu tun, als ihre Eheschließung anzuberaumen (das erinnert doch an "Liebesnächte in Florenz"). Wie "Im Harem des Prinzen" hat die Protagonistin kein Bedürfnis nach einer lieblosen Beziehung und zieht es vor, sich aus dem Staub zu machen (wird dabei aber natürlich nicht von einem Sklavenhändler entführt).
Obwohl sie nicht am Hungertuch nagt, sucht sie sich eine Stellung. Somit landete die belesene und gebildete junge Frau also in Lord Churthams Schloss, dessen Bibliothek sie nun sortieren darf. 
Den Arbeitgeber bekommt sie hingegen nicht zu Gesicht, sondern erahnt lediglich des Nachts seine Gegenwart, da schlecht das ältere Haushälterehepaar für die nächtlichen Geräusche verantwortlich sein kann. 
Die Merkwürdigkeiten nehmen kein Ende, denn nicht nur während der Anreise wird sie von der Besorgnis eines Mitreisenden, eines gewissen Pentwell, buchstäblich erdrückt, sondern im Dorf auch noch von einer Wildfremden mit einem Knoblauchkranz behängt. 
Erzählt wird im Grunde die bekannte Vampirmythologie, derzufolge der Vampir Knoblauch fürchtet, Kirchen meidet und in der Sonne vergeht. Für mich ist das aber überhaupt nicht schlimm, denn ich bevorzuge sowieso die nächtliche Betrachtung des Vampirs.

Ebenfalls noch zu Beginn der Geschichte bedient sich die Autorin eines Szenenwechsels und illustriert einen Teil des Handlungsstrang in einem Bordell, wo sie einen mysteriösen Vampir namens Strigon sowie weitere Personen ins Spiel, die alles andere als menschlich und natürlich sind. Ich muss zugeben, dass mich dieser Perspektivenwechsel, bei dem die Protagonistin naturgemäß abwesend war, sehr gestört und sich mir der Eindruck aufgedrängt hat, er geschehe lediglich, um den Leser mit Erotik bei der Stange zu halten. 
Ohne viel verraten zu wollen, darf ich sagen, dass ich eines Besseren belehrt und wieder versöhnt wurde. 
Als Patricia dem Lord schließlich begegnete, war mir klar, dass wir es mit einem Vampir zu tun haben müssen.
Und dieser Mann, dem Patricia imaginär um den Hals fällt, ist dermaßen ruppig und auch noch schnippig, dass es mir keineswegs einleuchtete, warum sich die Protagonistin auf dem Fuße in ihn verguckt. Darüber hinaus scheint er ihr nicht romantisch zugetan, wie wir in Perspektivenwechseln erfahren. Ihre anfängliche Furcht gefällt ihm offenbar, und er macht sich bei passender Gelegenheit stets über ihren Vampirwahn (der ihr von Dorfbewohnern und nicht zuletzt auch noch von der Butlergattin eingesäuselt wurde) lustig.

Es mag sein, dass ich momentan kein detektivisches Gespür zutage fördern kann, denn für mich war dieser Roman in keiner Weise vorhersehbar. 
Der Klappentext wartet nämlich außerdem mit der leicht reißerischen Headline "In Leidenschaft entbrannt - zu einem Vampir? auf und hält die Zweifel über lange Strecken des Romans aufrecht.
Das ist auch gut so, schließlich bot sich mir ein wunderbares Verwirrspiel, bei dem ich mich ständig fragte, wer nun wer ist, denn Gut und Böse waren für mich nicht sofort deutlich zu erkennen. Neben Vampiren werden auch Hexen, Succubi und andere überraschende Wesen eingeführt, sodass man nicht jeder Erscheinung blind glauben darf.

Fazit

"Dunkler Kuss der Leidenschaft" bietet alles, was man von Mona Vara gewöhnt ist: eine Jungfrau, die trotz Unerfahrenheit nicht auf den Kopf gefallen ist und sich rasch mausert, einen männlichen Gegenpart, der etwas zu verbergen hat und gezähmt werden muss, eine schöne bildhafte Sprache, die atmosphärische Szenerien erschafft, und natürlich angenehm beschriebene deutliche, abwechslungsreiche Erotik.
Jetzt kommt das ABER:
Dem geprüften Vampirfan wird die Geschichte vermutlich etwas klischeehaft und altbekannt erscheinen, und die Spannungselemente, die zweifelsohne vorhanden sind, kommen bei ihm unter Umständen etwas zu flach an.
Auch darf man keine zu tiefgründige Charaktergestaltung erwarten.
Während die Protagonistin Patricia überaus rasch bekannt ist, muss man sehr geduldig auf die Auflösung des Charakters Maximilian Churtham warten.
Wer jedoch wie die Autorin selbst Romantik und Happy Ends liebt, kommt voll auf seine Kosten und wird auf jeden Fall überrascht werden.

Weil mir insgesamt das Wow-Gefühl fehlte, das i-Tüpfelchen sozusagen, ich mich dennoch sehr gut unterhalten fühlte, gibt es von mir

4 von 5 Weißdornzweigen




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