Freitag, 3. Dezember 2010

[Weihnachtsmusik] "Noel chez moi" von Anne Villeneuve

Es weihnachtet immer noch ... überall werden wir von Klängen des frohen Festes heimgesucht. Heimgesucht, weil wir vielleicht das eine oder andere Liedlein nicht mehr hören können. 

Zu den französischen Weihnachtsklängen trägt nun auch Annie Villeneuve etwas bei. 
Nach Quand je ferme les yeux und Annie Villeneuve hat die kanadische Künstlerin vor kurzem Weihnachtsalbum veröffentlicht. 

Ich muss gestehen, dass ich trotz Französischstudiums sehr unbedarft bin, was klassische französische Weihnachtsmusik angeht, weil dies weder in der Schule noch an der Uni je ein Thema war und ich mich, wie bereits erwähnt, weihnachtlich eher zurückhalte. 

Ein paar Weihnachts-CDs besitze ich durchaus, wenn auch keine französischen. 
So kam mir doch das neue Album von Annie Villeneuve recht gut zu Passe, um mir mal etwas Französischsprachiges ins Haus zu holen, zumal ich die Sängerin auch noch recht gerne höre und meine, dass ihre Stimme gut zu Weihnachten passt.

Leider gibt es "Noel chez moi" (Weihnachten bei mir) wieder einmal nur bei Archambault oder iTunes.
(Ich entschuldige mich für das unvollständige "e", aber wo bitte sind die Sonderzeichen?)
Annie Villeneuve präsentiert 12 Titel, von denen man einige kennt, andere aber - zumindest - für meine Ohren noch neu sind. 

So fehlen nicht: 
"Joyeux Noel", ein ruhiges Stück, das Céline Dion bereits, auch auf Englisch, interpretiert hat und bei dem man im Hintergrund ein Feuer leise knistern hört, wenn man genau hinhört. 
"Ave Maria", das mir in Annie Villeneuves schnörkelloser Gestaltung sogar besser gefällt, als das bei Céline Dion der Fall war. 
"Amazing Grace", das Annie Villeneuve auf Englisch singt, wie man es kennt. 
"Happy Xmas (War Is Over", der John-Lennon-Klassiker ebenfalls auf Englisch, wobei ich mich hier beschweren muss, dass mein Download auch nach dem zweiten Versuch hier einen Fehler aufweist und das Lied tatsächlich kurz hüpft, als läge eine Schallplatte auf dem Teller. 
Wer "O heilige Nacht" schon immer mal auf Französisch hören wollte, wird mit Titel Nr.  7 "Minuit, Chrétiens" erhört.  
"Stille Nacht, heilige Nacht" ist mit "Sainte Nuit" ebenfalls vertreten.

Unbekannt hingegen waren mir: 
"Marie-Noel", das den Schnee und die Farben der Weihnacht und vor allem die Weihnachtserinnerungen der Kindheit besingt.
"Le sentier de neige", das romantisch von dem Pfad im Schnee, zwischen Tannen, die Zeuge eines Kusses und des ersten "Ich liebe dich" waren, erzählt. Es handelt sich hierbei um den "Weihnachtswalzer", der auch auf Joe Bongiornos Weihnachts-CD zu hören ist. Da ich ein deutsches Äquivalent bislang aber noch nicht kenne, zählt dieses Lied für mich unter "unbekannt".
"Quand  les hommes vivront d'amour", ein Stück, das passend zur Weihnachtszeit von der Liebe berichtet und davon, dass es auf der Welt kein Unglück mehr gäbe, wenn die Menschen von der Liebe lebten. 
"Le Père Noel a pris un coup", mein Liebling auf dieser CD, denn das Lied ist so richtig flott-lustig. Man stelle sich vor, der Weihnachtsmann nimmt überall ein Schnäpschen ein, damit ihm warm wird, und am Ende ist er so fröhlich und betüddelt, dass er die falschen Geschenke bringt. 
"23 décembre", ebenfalls ein flottes Stück, das mit charmantem kanadischem Akzent aufwartet, sodass ich es bestimmt noch zwanzig Mal hören muss, bis ich alles verstanden habe.
"Noel chez moi", das vorletzte, titelgebende Lied, das zu romantisch-akustischen Klängen in Erinnerungen an die Weihnachten der Kindheit schwelgt. Dieses Lied wurde von Annie Villeneuve selbst geschrieben und komponiert.

Titelliste: 
  1. Joyeux noël
  2. Marie-Noël
  3. Le sentier de neige
  4. Sainte nuit
  5. Ave Maria
  6. Amazing Grace
  7. Minuit, chrétiens
  8. Quand les hommes vivront d'amour
  9. Le Père Noël a pris un coup
  10. 23 décembre
  11. Noël chez nous
  12. Happy Xmas
Trotz der unvermeidlichen Klassiker bietet "Noel chez moi" doch Abwechslung für meine Ohren, die von deutschen Kinderchören auf Weihnachtsmärkten, so liebreizend sie auch sein mögen, und einer englischsprachigen Übermacht im Radio durchaus etwas malträtiert sind. 

Wer französische Musik mag und gerne schwelgt und auch mal schmunzelt, macht ganz bestimmt nichts falsch, Annie Villeneuves vornehmlich weihnachtlich-romantische Interpretationen in die virtuelle Musiksammlung aufzunehmen.

Hier ein kleiner Auszug: 

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