Dienstag, 28. Dezember 2010

Jahresrückblick 2010 - Quartal III und IV

Zu meinem Leidwesen muss ich sagen, dass das zweite Halbjahr lese- und schreibtechnisch sehr mager ausfiel. 
Obwohl ich eine Challenge angenommen habe, konnte ich den anfänglichen Elan nicht beibehalten (Challenge-Bilanz folgt). 
Der Juli war vergleichsweise arbeitsintensiv, denn Ende Juli war die Deadline für eine Reihe von Kurzgeschichtenausschreibungen. Am Ende habe ich tatsächlich nur an Susanne O'Connells Stellvertreter-Ausschreibung teilgenommen, dafür heute aber noch ein paar Geschichten zum Feilen in der Schublade. 
Ich bin ein recht wetterfühliger Mensch und konnte mich deshalb angesichts des ständigen Regens oft einfach zu nichts aufraffen. 
Jeden Augenblick Sonne habe ich genutzt, um Fotos zu machen. 
Meinen Blog habe ich im Sommer wieder mit einem Stöckchen gefüttert und außerdem eure Fragen beantwortet. Da fällt mir auf, dass noch zwei oder drei Antworten fehlen, die ich bei Gelegenheit nachreichen werde. 
Da bei uns das letzte Quartal sehr viel Arbeit beinhaltet, musste ich meinen Blog sträflich vernachlässigen.
Nebenbei habe ich aber trotzdem meine Ausschreibung vorbereitet, worüber ich noch nicht öffentlich berichten konnte.  
Im Verborgenen wird außerdem bereits am Cover für den zweiten Teil von "Blutsuche" gearbeitet. 
Gelesen habe ich nicht viel, aber es stehen noch ein paar Buchvorstellungen meinerseits aus. 

Nahezu überall lese ich vom persönlichen Buch des Jahres, und ich muss gestehen, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, ob ich überhaupt ein Buch des Jahres 2010 habe. 
Wie üblich bin ich sowohl positiv als auch negativ überrascht worden, habe an Altem herumgelesen, mich an Neuem versucht, dabei festgestellt, dass ich kaum noch Lust habe, Reihen zu lesen. Mittlerweile bin ich dankbar, wenn Geschichten vorzugsweise mit einem Buch, max. aber dann mit drei Büchern abgeschlossen sind. Plötzlich brenne ich nicht mehr auf den nächsten Band von Lara Adrians Midnight-Breed-Reihe oder J. R. Wards Black Daggern. 
Ich habe mich an Mary Janice Davidsons Meerjungfrau Fred gewagt und beschlossen, dass ich, obwohl mir die komödiantische Aufarbeitung des Meerjungfrauenthemas nicht wirklich zusagte, gerne mehr über die Wesen aus dem Wasser lesen möchte. 
Festgestellt habe ich außerdem, dass Eileen Wilks Wolf Shadow 01: Verlockende Gefahr nichts für mich ist, obwohl ich neuerdings ein Faible für Gestaltwandler entwickelt habe.

Natürlich gibt es viele Bücher, die ich sehr mochte. 
Allen voran Jonathan Troppers Sieben verdammt lange Tage: Roman, aber auch Jeaniene Frost konnte mit First Drop of Crimson (Night Huntress World) bei mir punkten. 
Während ich dank Engelsnacht (in Form des Hörbuches) und leider auch Shiver (Wolves of Mercy Falls) (tut mir leid, denn offenbar fanden alle dieses Buch ganz großartig, deshalb habe ich den Schwanz eingezogen und mich nicht dazu geäußert) und The Short Second Life of Bree Tanner: an eclipse novella feststellen musste, dass ich noch nicht wieder in Jugendliteraturlaune bin, entdeckte ich im erotischen Bereich die Autorin Mona Vara für mich. Die Empfehlung bekam ich übrigens von der Autorin Ursula Donner, wofür ich ihr sehr dankbar bin. 

Insgesamt war 2010 in vieler Hinsicht ein normal durchwachsenes Jahr. 
Ich habe mich aus meinem Schreibkämmerchen getraut, Geschichten und Gedichte eingereicht und kann auf einige Veröffentlichungen zurückblicken, über die ich mich freue und auf die ich stolz bin, auch wenn sie mich weder reich noch berühmt machen (ich sag nur: kleine Brötchen schmecken mir trotzdem immer noch am besten).  
Im Übrigen habe ich mein Baby "Blutsuche" ziemlich unbeobachtet laufen lassen, sozusagen einen Abnabelungsprozess durchlebt, um meinen Kopf frei für die Fortsetzung und gänzlich anderes zu haben. Deshalb fühlt sich die bevorstehende Leserunde im Wonderworld-Forum ein wenig wie eine Zeitreise an und wahrscheinlich schreibe ich hinterher das Buch zum zehnten Mal um :-)

Ich habe trotzdem kreative Schübe und kreative Durststrecken durchlebt, aber viel Neues ausprobiert, das mir wirklich Spaß macht, deshalb muss ich mich für das etwas weinende Auge entschuldigen, denn twitter, Facebook, Blogger und deviantArt sind allesamt Zeiträuber erster Klasse. 
Treu bleiben werde ich ihnen aber. 
Sicherlich werde ich nicht täglich überall vorbeischauen, und einen Generalplan zur Gestaltung meines Blogs habe ich ebenfalls nicht. Wenn ich was zu sagen habe, werde ich das tun, wenn nicht, wird's eben wieder mal ein paar Fotos geben. Von Challenges werde ich vermutlich Abstand nehmen, da sich gezeigt hat, dass ich diese kaum durchhalten kann.

Von Vorsätzen und Plänen für 2011 halte ich mich vorsorglich zurück. 

Einen Plan habe ich allerdings, nämlich die Gestaltung meiner eigenen Website, zu der ich dann auch mit meinem Blog umziehen werde. Allerdings werde ich technische Null damit ganz schön zu tun haben. 

Ich lasse also das neue (virtuelle) Schreib- und Lesejahr einfach auf mich zukommen.

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