Mittwoch, 29. Dezember 2010

[Blogparade] Zum Jahresende 2010 ...

Eigentlich wollte ich ja nicht mitmachen. Warum? Keine Ahnung. Oder doch. Irgendwie hatte ich keine Lust, mich noch an eine Blogparade ranzuhängen. Eigentlich habe ich auch genug zu tun, denn ein paar Kurzgeschichten möchten fertig werden. Trotzdem hat mich das Blogparadenfieber noch gepackt, weshalb ich nun auch die Fragen von Katrin von den BuchSaiten beantworten. 

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?
Bücher, von denen ich mir wenig verspreche, lese ich ja eigentlich nicht. Also, wenn mich ein Buch von seiner Beschreibung her nicht anspricht, bleibt es in der Regel liegen. Das heißt, dass ich mir von keinem der Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe, wirklich wenig versprochen habe. Ohne besondere Erwartungen bin ich allerdings an Jonathan Troppers "Sieben verdammt lange Tage" herangegangen. Ich wiederhole mich, ich weiß. Dieses Buch hatte mich wie das Kind die Jungfrau erreicht, und ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe. Mir wäre eine amüsant-zynische Verarbeitung des Themas Tod in der Familie mit seinen vielen kleinen Episoden definitiv entgangen. Vorsichtig herangegangen bin ich auch an die erotische Vampirliteratur, da ich dort schon einige Fehlgriffe beklagen musste. Deshalb hat mir "Dunkler Kuss der Leidenschaft" von Mona Vara umso besser gefallen.  
 
Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?
Große Erwartungen hatte ich an J. R. Wards "Lover Avenged", bzw. ich  habe dieses Buch unbedingt auf Englisch kaufen müssen, weil ich nicht auf die deutsche Ausgabe warten wollte. Gesagt, getan im November 2009. Angefangen habe ich allerdings erst im Januar 2010. Dann aber, auch hier wiederhole ich mich, habe ich mich durchgequält.  
Ich traue mich kaum, es zu sagen, denn selbst für mich klingt das nach Augenwischerei: Ich liebe J. R. Ward auf gewisse Weise.  Ja, das ist wahr: Hätte ich die Wahl zwischen ihr und Lara Adrian, um mich auf einer einsamen Leseinsel über Wasser zu halten, würde ich, ohne zu zögern, für J. R. Ward optieren.
Auch ihre Bücher lese ich seit geraumer Zeit auf Englisch, bislang war es mir das immer wert, denn ich konnte die Fortsetzung auf Deutsch einfach nicht abwarten (von der Zweiteilung der Bände im Deutschen wollen wir gar nicht erst anfangen). 
Aber im Falle von "Lover Avenged" kann ich einfach nicht über meinen Schatten springen. Rehv als Charakter hat sich mir über die vergangenen Bände als so unsympathisch eingeprägt, dass ich schlichtweg nicht in der Lage bin, meine Aversion abzustreifen und ihn als Hauptcharakter eines eigenen Buches innerhalb der Black-Dagger-Reihe zu akzeptieren. Ich habe nichts gegen gebeutelte, gequälte Problemcharaktere, aber Rehv ist mir entschieden zu viel.
Obwohl "Lover Avenged" in gewohnt eindringlichem Stil geschrieben ist, tröstet mich das nicht darüber hinweg, dass ich mit Rehv nicht "klar komme" und ich mir immer wieder sagen muss, dies sei nur ein Übergangsband auf dem Weg zu John, der inzwischen längst erschienen ist, aber noch ungelesen im Regal steht. 
Ein weiteres Buch, das mich enttäuscht hat, weil ich, sagen wir, ein Faible für die Autorin habe, ist "Jenseits GmbH 01" von Amber Benson. Obwohl mir die Idee gefiel, war mir das Buch schlichtweg zu oberflächlich.
 
Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum? 
Ich lese nun schon seit Jahren Vampirliteratur, aber dennoch flutscht mir etwas durch die  Lappen oder ich komme einfach nicht zum Lesen, wenn das Leben der Literatur einen Tritt versetzt. So fand erst in diesem Jahr Kathryn Smith mit ihrer Schattenritter-Reihe zu mir. Ich glaube, dass ich diese Reihe vorher nicht wahrgenommen habe, da sie mir aufgrund der eintönigen Cover mit dem historischen Schriftzug schlichtweg nicht aufgefallen ist. Im Grunde sticht diese Romanserie nicht aus dem Romanzengenre hervor, aber für mich war sie insofern eine Neuentdeckung, dass ich lange nichts historisch Angehauchtes gelesen habe. Ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt und die Lektüre stets als angenehm und kurzweilig empfunden.
Außerdem möchte ich auf jeden Fall Jennifer Benkau als persönliche Neuentdeckung des Jahres einstufen, denn ihr Mut, mit Nybbas Träume Charaktere vorzustellen, die nicht sonderlich gefällig sind, hat mir sehr imponiert. Zu Weihnachten habe ich Phoenixfluch geschenkt bekommen und sofort mit Lesen begonnen. Ich muss sagen, dieses Buch gefällt mir auf Anhieb noch besser. 

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?
Ich muss Tanja vom Lese-Leuchtturm zustimmen: Dieses Jahr gab es wirklich sehr viele Bücher mit schönen Umschlägen. Nach meinem Dafürhalten sogar sehr viele im Jugendbuchbereich, was natürlich dazu geführt hat, dass ich die meisten davon nicht gelesen und auch nicht im Schrank stehen habe.
Sehr gut gefallen mir (im Gegensatz zu anderen, stimmt's Soleil?) die Cover der Darkyn-Reihe von Lynn Viehl. Allerdings muss ich einräumen, dass sie zumindest für mich nett anzusehen sind, inhaltlich aber nicht wirklich passen. Na ja, vielleicht mit viel Fantasie. 
Ein Buch aber, das ich wegen seines Covers haben wollte, ist: Babel 01. Hexenwut von Cay Winter. Vor ein paar Wochen habe ich angefangen, es zu lesen, bin aber noch nicht fertig. 
Natürlich gefällt mir mein eigenes Cover auch sehr gut. *Hüstel*  

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2011 lesen und warum?
Diese Frage ist nun wirklich gemein. Ich fühle mich sofort unter Druck gesetzt, wenn ich jetzt eine Liste mit Büchern poste, die ich gerne oder gar unbedingt lesen möchte. 
In erster Linie möchte ich gerne meinen SuB abbauen, bevor ich mich an die vielen verführerischen Neuerscheinungen setze. 
Dazu zählen
- der letzte Band von Kathryn Smiths Schattenrittern: Die Schattenritter: Ewige Versuchung: Roman
- Stacia Kanes: City of Ghosts
- Jackie Kesslers: Ein Sukkubus in Nöten (hatte ich im Sommer schon als Lektüre angekündigt, dann aber liegenlassen)
- Jeaniene Frosts: Eternal Kiss of Darkness
und noch vieles mehr ...

Dann mal auf ins neue Lesejahr!


Kommentare:

mirjam hat gesagt…

Huhu liebe Sinje,
Ich habe die Blogparade auch bei Tanja entdeckt und finde die Fragen wirklich spannend. So habe ich ebenfalls beschlossen, diese noch auf meinem Blog zu beantworten. Nur wann? *g*

Interessant finde ich, dass ich viele deine Bücher gar nicht kenne. Aber "Sieben verdammt lange Tage" von Jonathan Troppers wartet seit geraumer Zeit darauf, bis es endlich gelesen wird.

Ich wünsche eine gute Nacht!

liebe Grüsse, mirjam

Sinje hat gesagt…

Das ist etwas, was ich wiederum an den Blogparaden mag. Man liest von Büchern, von denen man noch nie etwas gehört hat.
Schlaf gut!
LG
S.

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