Freitag, 27. August 2010

[Musik] "De l'amour le mieux" von Natasha St-Pier

Vor kurzem stellte ich Natasha St-Piers Best-of-Album vor, das mich veranlasst hat, mir ein weiteres zu kaufen.
Weil mir auf diesem 10 Jahre umspannenden Querschnitt die Titel "Tu trouveras" und "Alors on se raccroche" am besten gefielen, habe ich mich entschlossen, mir das Album "De l'amour le mieux", das Beste der Liebe, zu kaufen, auf dem sie ebenfalls zu finden sind.





Unter den 14 Titeln von "De l'amour le mieux" sind neben "Tu trouveras" und "Alors on se raccroche" auch "Nos rendez-vous" und "Là-bas" auf besagtem Best-of wiederzufinden.
Die übrigen Lieder waren für mich somit neu.

Wie der Albumtitel verrät, dreht sich "De l'amour le mieux", das 2002 als drittes Album der Künstlerin erschien, komplett um die Liebe mit ihren Höhen und Tiefen.
Es darf also ungehemmt geschwelgt werden in Melodien und Texten, die deutliches Identifikationspotenzial bieten, ohne Kitschpfützen zu verursachen.

"Tu trouveras" (mit Pascal Obispo) ist vermutlich Natasha St-Piers Markensong und inzwischen zu meinem absoluten Favoriten avanciert. Das war natürlich vorprogrammiert, denn ich komme einfach nicht an Balladen vorbei.
Wem fehlen nicht einmal die richtigen Worte, sodass man wünscht, der andere könne zwischen den Zeilen lesen, um alles zu erfassen, was man selbst nicht auszusprechen wagt?

Ernüchtert geht es weiter mit "Nos rendez-vous", denn dort stellt die Interpretin im Grunde das Ende einer Beziehung fest, einer Beziehung, in der einer zu schnell, der andere hingegen zu langsam war, sodass sich beide eben immer verpassten.

Positiver sind dann "Grandir c'est dire je t'aime", in dem "Ich liebe dich" keine Floskel ist, die leichtfertig dahin gesagt wird, und "Tous les au-revoir se ressemblent" bringt auch melodisch einen flotter-positiveren Touch mit und erzählt davon, dass auf jedes Ende eben auch ein Neuanfang folgt.

"Alors on se raccroche" ist, wie gesagt, einer meiner Favoriten, was zum einen an den angenehmen Gitarrenklängen und zum anderen am lebensnahen Text liegt. Es geht nämlich um den Alltag, der sich einschleicht und die Partner einander nicht mehr überraschen können, aber trotzdem aneinander festhalten.

An Tanzstundenmusik (in positivem Sinne) erinnert mich "Les chansons ne servent à rien", das behauptet, das Lieder zu nichts gut seien und nichts ersetzen können, denn die Zeit, die zählt, sei jetzt im Augenblick.

Balladenfreunde werden sich über "De l'amour le mieux" sehr freuen, einen angenehmen Titel der wieder mit Akustikgitarre zu verführen weiß. "Ich will eine Liebe, die man gibt, bevor man zu alt ist", singt Natasha St-Pier, "Ich möchte für uns eine Liebe, von der Liebe das Beste, um uns zu unserer besten Erinnerung machen zu können ..." Hach.

Auch "Pourquoi tant de larmes" wird Liebhaber von Kuschelmusik nicht kalt lassen. Hier wird metaphorisch geweint, bevor es ebenso balladig weitergeht mit "Toi qui manques à ma vie", einer Liebeserklärung.

Nach so viel Gekuschel und Geträume bietet "On peut tout essayer" eine wunderbare Abwechslung, denn genau darum geht es auch, dass man einmal alles ausprobieren und sich die Flügel verbrennen kann. Ich wage kaum zu sagen, dass dieses Lied auf meiner Putzsongliste steht ...

Wie wahr, wie wahr: Diamanten sind einsam, das sagt uns "Les diamants sont solitaires". Wenn jeder auf seine Weise glänzt, gibt es überall auf der Erde Kieselsteine, und nur die Diamanten sind wirklich einsam. Ein flottes Lied mit melodisch-positiver Stimmung.

Mit einem dramatischen Klavierintro startet "L'amour emporte tout", gaukelt dann eine Ballade vor, lässt aber schlussendlich doch den Fuß wippen. Die Liebe trägt eben alle davon, Starke und Verrückte, Engel und Neider ... 
 
"Là-bas" bildet den Abschluss dieses dritten Albums von Natasha St-Pier.
Im Duett mit Florent Pagny singt sie von einem Ort, zu dem er gehen will, weil er dort frei sein kann, nicht von Träumen erdrückt wird, während sie ihn nicht gehen lassen will, denn Liebe und Glück stehe ihnen noch bevor.

Bisher vorgestellt:
Annie Blanchard: Sur l'autre rive
Annie Villeneuve: Quand je ferme les yeux
Annie Villeneuve: Annie Villeneuve
Cindy Daniel: Le tout premier jour
Céline Dion: D'elles
Natasha St-Pier: Tu Trouveras... 10 Ans De Succès
Garou: Seul
Cindy Daniel: J'avoue

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