Mittwoch, 11. August 2010

Mein Bauch und ich aka Antwort Nr. 6

Tanja hat mir versprochen, mir Löcher in selbigen zu fragen, also geht die nächste Antwort um meinen Bauch.

Sie wollte wissen:

Schreibst du aus dem Bauch heraus?

Nein, ich habe zwei Hände, die geschwind über die Tastatur huschen und eine Spur von Buchstaben am Bildschirm hinterlassen.

Meine Geschichten überfallen mich immer eiskalt von hinten, gern auch nachts oder mitten auf der Straße. Bin ich Wachzustand nutze ich die nächstbeste Gelegenheit, um mir eine Notiz zu machen.
Oft trifft mich ein Gedanke, der unvollständig ist.
Zum Beispiel:
Eine junge Frau geht im Wald spazieren, stolpert, stürzt und als sie sich wieder aufrappelt, sitzt auf dem Baumstumpf gegenüber eine Elfe.
Schön und gut, aber was zum Geier macht die Elfe da und warum kann die Frau sie sehen und vor allem wohin soll diese Begegnung führen?
Fragmente über Fragmente ...
Auch solche halte ich fest, schließlich weiß man nie, wann sich ein verknüpfender Anschluss einschleicht.
Trotzdem bin ich ein organisierter Schreiber und schreibe nie - aus dem Bauch heraus - drauflos, wenn ich nicht von Anfang an einen echten Bogen von A bis Z habe. Zwischenschritte sind erst einmal wenig von Belang, aber ich muss die Idee haben, was mein Charakter zuerst tut und wie seine Geschichte endet, denn sonst neige ich dazu, mich zu verheddern.

Doch da setzt die nächste Frage an.
Nämlich die Frage nach "Wie schreibe ich?".

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