Samstag, 14. August 2010

Antworten Nr. 8, 9 und 10

Nicht nur von Tanja, sondern auch in anderem Zusammenhang wurden mir folgende Fragen gestellt:

Welches Genre interessiert dich am meisten?

Fantasy, allerdings mit Einschränkungen.
Zum Beispiel liegen mir die epische und die heroische Fantasy nicht wirklich.
Mit RPG und der dazugehörigen Literatur kann ich gar nichts anfangen.
Sehr gerne lese ich allerdings Dark und Urban Fantasy und Romantisches sowieso.
Auch echter Horror darf mir gerne ins Haus schneien.
Momentan habe ich so meine Schwierigkeiten mit Young-Adult-Literatur, ganz unabhängig davon, ob die Geschichten im Fantastischen oder Realen angesiedelt sind. 
Analog dazu verweise ich auf meine Antwort zum Thema Warum schreibst du gerade das, was du schreibst?

Welchen Schriftsteller verehrst du?

Ich muss hier enttäuschen, denn ich "verehre", im Sinne von "Ehrfurcht haben", überhaupt niemanden, auch habe ich kein echtes literarisches Vorbild. 
Bewunderung hingegen empfinde ich durchaus.

Als Antwort auf solche Fragen werden oft die ganz Großen der Weltliteratur erwartet.
Es gab eine Zeit, da habe ich in der Tat Tolstoi gern und auch freiwillig gelesen.

Es gibt viele Schriftsteller, die mich auf ganz unterschiedliche Weise inspirieren, und da gebe ich mich auch mit dem Kleinen zufrieden.

Zum Beispiel bewundere ich Christine Feehan für ihre Produktivität.
Besonders produktive Autoren werden oft schräg beäugt und ganz unabhängig davon, ob man ihre Bücher nun als Groschenromane und deshalb nicht als „literarisch“ betrachtet, ich finde es schier unglaublich, welche Fantasie sie zu haben scheint.
Sie hat mehrere Serien auf dem Markt und noch jede Menge Ideen in der Schublade.
Für mich ist so etwas absolut bewundernswert.

Sprachlich inspirierend ist für mich Anne Rice, sie versteht es einfach, eine intensive, berührende Sprache zu entwickeln, die mir imponiert.
Ich glaube, sie ist unheimlich schwer zu übersetzen, und immer wenn ich etwas von ihr lese, bin ich froh, dass ich keine Literatur übersetze.
Man entwickelt sich auch als Autor weiter, und obwohl ich nun schon ein paar Notizbücher mit einprägsamen Phrasen, Synonymen etc. zusammengetragen habe, ertappe ich mich beim Lesen immer wieder, dass ich denke: „Wow, warum bist du nicht auf solch einen Ausdruck gekommen.“
In die Kategorie sprachliche Inspiration fällt auch Gustaf Sobin, dessen Roman „Auf der Suche nach einem verlöschenden Stern“ es mir sehr angetan hat, weil es ihm gelingt, mit intensiver Sprache auf wenigen Seiten viel Emotion und erstaunliche Dichte aufzubauen.

Katie MacAlister wiederum bewundere ich für ihren Witz, denn ich merke bei mir, dass ich auf dem Papier nicht wirklich witzig kann, obwohl ich es gerne würde.
Sie hat für sich eine ausgewählte, angenehme Sprache gefunden, die ihren Humor nie platt wirken lässt.
Das gefällt mir.

Weil ich vornehmlich über irreale Fantasiewelten schreibe, wird mir hin und wieder vorgeworfen, ich sei zu faul zu recherchieren.
Das stimmt nicht.
Auch Fantasy bedarf der Recherche und eingehenderen Beschäftigung, trotzdem gestehe ich ein, dass ich wohl keinen Atem hätte, so historisch Fundiertes zu schreiben, wie beispielsweise Anne und Serge Golon mit ihrer Angélique-Reihe.
Ich ziehe den Hut vor allen, die sich dem historischen Roman verschrieben haben!

Welches ist dein Lieblingsbuch?

Unter der neueren Literatur habe ich immer mal Favoriten, aber ein echtes Lieblingsbuch ist für mich ein Buch, das ich immer und immer wieder lesen kann.
In diesem Sinne habe ich mehrere Lieblingsbücher, die sogar überhaupt nicht aus meinem Lieblingsgenre stammen.

Mein erstes Lieblingsbuch ist älter als ich selbst: Karl Veken/Katharina Kammer: Die unromantische Annerose. Tagebuch einer Achtzehnjährigen (1964).
Vorgestellt habe ich dieses Buch einmal hier

Das zweite ist ein Jugendbuch, das noch heute in meinem Bücherregal steht: Christa Grasmeyer: Aufforderung zum Tanz (1986) – etwas für Ballettratten.
Vorgestellt habe ich dieses Buch bereits hier

Das dritte schließlich ist ein autobiographisch angehauchter Roman: Olivia de Havilland: Every Frenchman has one (1962).
Vorgestellt habe ich dieses Buch ebenfalls und zwar hier.

Und auf keinen Fall fehlen in dieser Aufzählung darf Auf der Suche nach einem verlöschenden Stern von Gustaf Sobin.

Keine Kommentare:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...