Freitag, 30. Juli 2010

[Musik] "Tu trouveras ... 10 ans de succès" von Natasha St-Pier

Im Grunde bin ich kein sprunghafter Mensch, aber nachdem ich gestern noch durch Twitter getanzt bin und von Garou ganz verzückt war, lief mir eine mir bis dato unbekannte kanadische Sängerin über den Weg, sodass ich mich kurzfristig entschlossen habe, den frankokanadischen Werwolf mit der sexy Reibeisenstimme erst einmal zu vertagen.

Begegnet ist mir Natasha St-Pier mit ihrem Best-of-Album "Tu trouveras ... 10 ans de succès".




Wie sie sich bislang mit ihrer musicalgeschulten Stimme an mir vorbeigesungen hat, ist mir zwar ein Rätsel, aber ich freue mich über diese Überraschung.
 
Natasha St-Pier, Jahrgang 1981, ist wie Annie Blanchard akadischer Herkunft.
Mit 18 wurde sie im Musikal "Der Glöckner von Notre-Dame" als Fleur de Lys besetzt, das übrigens von keinem Geringeren als Luc Plamondon vertextet wurde.
Zuvor hatte die junge Künstlerin zwar bereits ein Album mit dem bezeichnenden Titel "Émergence" (Auftauchen) veröffentlicht, das in Kanada recht erfolgreich war, aber darüber hinaus unentdeckt blieb.
Dank ihres Musical-Engagements wurde Natasha St-Pier auch international bekannt, sodass ihr zweites Album, das im Jahr 2000 erschien, in Frankreich bereits Goldstatus erreichte.
Seither war die Sängerin nicht untätig und kann zahlreiche Alben,  Auftritte und Kooperationen mit den Größen der französischen Musikszene für sich verbuchen.
Natasha St-Pier ist momentan auf Tour und wird im letzten Quartal in Belgien und Frankreich zu sehen und zu hören sein.
 
Mit "Tu trouveras ... 10 ans de succès" verschafft sie nun mit sage und schreibe 17 Titeln einen Überblick über ihre Arbeit in der vergangenen Dekade.
Für mich als Neueinsteigerin ist dieses Album sehr angenehm, denn es bietet eine sehr bunte Mischung, die Lust auf mehr macht.
Aus Zeitmangel kann ich heute nicht sehr ins Detail gehen, sondern möchte nur einen kurzen Überblick geben:
 
Die Titel sind mehrheitlich flott, elektronische Klänge sind ebenso vertreten wie poppige Melodien, und es gibt einen kleinen Kooperationsauszug, denn es werden zwei Duette, "Mourir demain" (mit Pascal Obispo) und "Là-bas" (mit Florent Pagny), vorgestellt. "Mourir demain" befasst sich auf unerwartet musikalisch-fröhliche Weise mit den Dingen, die man gerne tun würde, müsste man am nächsten Tag sterben.
Balladenfreunde werden mit "Tu trouveras", "Tu m'envoles" und dem nicht ganz so in die Balladenschublade passenden "Tant que c'est toi" (6:25!) auf ihre Kosten kommen. "Tu m'envoles" ist eine wunderbare Liebeserklärung. Wer möchte nicht gerne hören, dass er den Partner in andere Sphären entrückt und sein Leben in den schönsten Farben zeichnet.
Mein persönlicher Favorit ist neben dem gitarren- und streicheruntermalten "Nos rendez-vous" das akustisch-melodische "Alors on se raccroche". 
Besonders attraktiv ist auch der Titel "Un ange frappe à ma porte", der mit asiatischen Klängen und teilweise japanischem Text überrascht und die Künstlerin verschiedene stimmliche Facetten zeigen lässt.
Darüber hinaus gibt es einen englischen Song "Trade it all", das sich balladisch einschleicht, dann aber ganz andere Töne anschlägt. Ich muss allerdings sagen, dass ich Mühe habe, den Text zu verstehen.
Etwas schade finde ich, dass die kanadische Ausgabe noch zwei Bonustitel hat (18. "Laisser l'été avoir 15 ans" (mit Claude Dubois, den ich unheimlich gerne höre) und 19. "Quand on aime on a toujours vingt ans" (mit Jean-Pierre Ferland und Marie-Élaine Thibert)), was ich bei anderen Künstlern schon häufiger beklagt habe.

Zum Glück gibt es youtube:



 
Titelliste:
 
1. Tu trouveras
2. L'instant T
3. Je n'ai que mon âme
4. Mourir demain
5. Un ange frappe à ma porte
6. Nos rendez-vous
7. Tant que c'est toi
8. Vivre ou survivre (version chorale)
9. Tu m'envoles
10. Embrasse-moi (single version)
11. Alors on se raccroche
12. Ce silence
13. 1,2,3
14. Tant que j'existerai
15. Là-bas
16. Haut les cœurs
17. Trade it all
 
Einfach wie üblich bei amazon oder iTunes vorbeischauen und reinhören!
 
Bisher vorgestellt:
Annie Blanchard: Sur l'autre rive
Annie Villeneuve: Quand je ferme les yeux
Annie Villeneuve: Annie Villeneuve
Cindy Daniel: Le tout premier jour
Céline Dion: D'elles

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