Sonntag, 6. Juni 2010

... Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???

Das ist eine ganz schwere Aufgabe für mich, die ich nur umschiffen kann, denn eigentlich stelle ich mir gemeinhin die Frage "Warum um alles in der Welt muss alles auf Teufel komm raus auf die Leinwand gebracht werden?"

Ja, ich weiß, damit das Geld, das die Leser schon für die Bücher ausgegeben haben, gleich noch einmal ausgegeben wird, um ins Kino zu gehen und DVDs zu erwerben, oder damit die Leute, die sowieso nicht lesen, auch noch was davon haben und ebenfalls ihren finanziellen Beitrag in die Kassen schütten. 

Nun gut, das funktioniert offenbar nicht immer, denn es kommt vor, dass Filme so erfolgreich sind, dass sie die literarische Vorlage vollkommen überschatten.
Ha, an dieser Stelle müssten Beispiele über Beispiele folgen, und ich muss gestehen, dass ich den Forumsthread, in dem ich einmal darüber gelesen habe (sogar mit ernstzunehmender Quellen- und Zahlenangabe), nicht mehr auffinden kann.
Also stelle ich diese Aussage mal frech und unbegründet in den Raum.

Vielleicht gehört auch eine gehörige Portion Bereitschaft dazu, sich auf eine Literaturverfilmung einzulassen, denn eigentlich weiß man im Voraus, dass es vermutlich niemanden auf der großen, weiten Welt gibt, der genauso aussieht, wie man sich gerade einen Protagonisten vorstellt. Und man muss wohl auch bereit sein, Kürzungen und anderweitige Änderungen in Kauf zu nehmen. Intoleranz in Sachen Hinzufügungen und Neuerfindungen gegenüber der literarischen Vorlage kann ich aber durchaus nachvollziehen.

Mal salopp gesagt, kann von mir aus alles verfilmt werden, ich bin ja nicht gezwungen, es mir anzuschauen.
Es wird immer Menschen geben, die sich lieber Bilder, Farben und Handlung vor die Nase setzen lassen, als sich selbst anhand des geschriebenen Wortes ein imaginäres Bild zu erschaffen.
Ich brauche keine Literaturverfilmungen, aber ich liebe Bilder, ganz gleich, ob sie textuell oder kameratechnisch dynamisch oder statisch in Szene gesetzt werden, und ohne das Medium Film könnte ich gar nicht sein.
Dazu muss ich sagen, dass es Tage gibt, an denen ich genug von Buchstaben habe, weil mich den ganzen Tag Buchstaben und Texte in Schriftform umgeben. An solchen Tagen hilft mir ein Buch nicht, abzuschalten, während bewegte Bilder oder aber gar keine Bilder, sondern vorgelesene Bücher es können.

Sollte aber wirklich einmal jemand auf die Idee kommen, J. R. Wards Black Dagger oder Lara Adrians Mitternachtsjungs auf Zelluloid, ups, pardon, digital auf die Leinwand bringen zu wollen, falle ich vom Glauben ab und revidiere meine neutrale Einstellung in Richtung "Warum zur Hölle ...?"

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