Montag, 10. Mai 2010

... über "Teuflische Lust" von Kerstin Dirks

HINWEIS: Erotikroman. Nicht geeignet für Leser unter 18 Jahren!
 
Kerstin Dirks: Teuflische Lust

Broschiert: 224 Seiten
Verlag: Ullstein Tb (1. November 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548281133
ISBN-13: 978-3548281131
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2 cm

Kurzbeschreibung

Bei einem Antiquitätenhändler entdeckt die Studentin Alexia eine alte Schatulle, die mit geheimnisvollen Zeichen verziert ist. Als sie die Schatulle zu Hause öffnet, ist sie zu ihrer Enttäuschung leer. Sie ahnt nicht, dass sie in diesem Moment einen unsichtbaren Dämon freigelassen hat - den Gestaltwandler Kendrael, der nach jahrhundertelanger Gefangenschaft nun seinen angestauten Sexhunger befriedigen will...

Meine Meinung

Ich frage mich immer noch, warum ich das Buch eigentlich gelesen habe.
Vermutlich, weil es mir Dämonen angetan haben, und der Incubus Kendrael durchaus reizvoll war. Darüber hinaus ist dieses zwar nicht mein erster Erotikroman, allerdings der erste mit fantastischem Plot.

Angesichts des Titels fragte ich mich, was denn Incubi mit dem Teufel zu tun haben, und stürzte mich in eine kurze Recherche, die mich dann eines Besseren belehrte. Man lernt eben nie aus.

Die Geschichte startete durchaus interessant, auch wenn das Einfangen von Dämonen in diversen Gefäßen nichts Innovatives ist. So ist es auch vorprogrammiert, dass besagter Dämon dort auch wieder rauskommt.

Und wie es der Teufel so will, fällt das alte Schächtelchen der guten Alexia in die Hände, die mit dem männlichen Wesen nicht wirklich viel am Hut hat und sich für die ganz große Liebe aufspart. Eine Jungfrau ist natürlich immer von besonderem Interesse, sodass Kendrael beginnt, sie mit allen Mitteln zu umwerben, während er dem Intimleben der weiteren Hausbewohner neues Leben einhaucht.

Der Dämon auf wohltätiger erotischer Mission war nun so gar nicht mein Traumcharakter. Die Vorstellung, dass er in jede Gestalt schlüpfen kann, ist ebenso verführerisch wie beängstigend, wenngleich dämonischer Gruselfaktor fehlt.
Auch Alexia scheint mir keine Person zu sein, der nachzustellen es sich lohnt, allerdings dürfte eine tiefgreifende Charakterisierung für diesen Roman nicht notwendig sein. Überhaupt scheinen die Protagonisten ganztags, sei es nun in Gedanken oder in voller Aktion, mit Intimitäten beschäftigt zu sein, denn normales Alltagsleben ist nur am Rande spürbar.

Die Autorin arbeitet die Erotik brav ab, sodass man das Gefühl hat, dass irgendwie jeder, der im Buch erwähnt wird, sexuell versorgt werden sollte, bietet zum Schluss dann sogar doch noch die Überraschung, dass der Dämon aus Liebe zum Mensch wird. Ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet, und für mich wirkte diese Entscheidung arg aufgesetzt, um aus der reinen Erotik noch eine Liebesgeschichte zu machen.

Die Sprache des Buches ist für meine Begriffe recht einfach gehalten, und es gab tatsächlich Sätze, die mich angesichts ihrer naiven Schlichtheit zum Kopfschütteln gebracht haben. Leider kann ich nicht zitieren, da ich das Buch von einer Freundin geliehen hatte. Trotzdem ließ sich der Text angenehm lesen, denn er glitt nicht ins Vulgäre ab, und das ist ein wirklicher Pluspunkt.

Ich meine, dieser Roman ist eine ganz nette Unterhaltung für zwischendurch, aber kein verpflichtendes Highlight der erotischen Fantasy, deshalb bin ich mit Punkten knauserig und vergebe

2 von 5 Weißdornzweigen

1 Kommentar:

Evi hat gesagt…

Vielen Dank für die Rezi, liebe Sinje!
Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen erotischen Büchern - kann ich mir dieses hier also sparen *gg*
(und mit Dämonen hab ichs eh nicht so...)
LG, Evi

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