Mittwoch, 5. Mai 2010

... über Musik

Ich gebe zu, dass auch ich Autoren gerne die Frage stelle, welche Musik sie beim Schreiben hören. Die Antworten sind sehr unterschiedlich, und ich selbst zähle mich zu jenen, die sich bislang von Musik eher gestört fühlen.

Es gibt Augenblicke, in denen musikalische Untermalung einer Szene hilft, aber auch Zeiten, in denen absolute Stille, so es sie denn geben kann, dem Prozess zuträglicher ist.

Verstehe ich etwas von Musik? Nein.

Höre ich gern Musik? Ja, auch wenn manch einer meinen Musikgeschmack ebenso als „abstrus“ einstufen würde wie meinen Literaturgeschmack.
(Verzeih, Bruderherz, aber diesen Seitenhieb konnte ich mir nicht verkneifen, und ich weiß, dass du mitliest.)
Unsere häusliche CD-Gemeinschaft könnte konträrer nicht sein, und damit meine ich nicht die Kinder-CDs, die einfach in unseren Haushalt gehören.

Wenn ich Plauderlaune bin, werde ich also hier auch einmal meine Musikmeinung kundtun.

Wenngleich ich auch einen recht einseitigen Musikgeschmack habe, begleiten mich vornehmlich instrumentale Klänge doch in vielen Lebenslagen ... vor allem beim Wäscheaufhängen habe ich gern Stöpsel im Ohr und lasse mir Instrumentals vorspielen oder ein Liedchen trällern, während der Hausputz nach Flotterem verlangt.

Meiner talentierten Freundin Kelly gelang es, mich für Klaviermusik zu begeistern, und nach und nach stellte ich für mich fest, dass Klaviermusik so ziemlich die einzige Richtung ist, die ich beim Schreiben dulde.

Obwohl ich gern jungen französischen Künstlern lausche, tun sie mir beim Schreiben nicht gut, denn französische Texte lenken mich ab, es sei denn, ich befasse mich mit einem französischsprachigen Umfeld.
Gesang überhaupt lenkt mich ab, lässt mich abschweifen und auf den Text hören, anstatt mich auf meinen eigenen zu konzentrieren.

Klaviermusik, so es nicht die ganz schwere Klassik ist, wie meine Oma zu sagen pflegte, stört mich nicht und lässt die Gedanken klar.
Trotzdem gab es bei der Entstehung von Szenen in „Blutsuche“ Momente, in denen ich nahezu exzessiv bestimmte Songs und Musikstücke gehört habe.
Was soll ich sagen?
Seitdem bin ich ein Fan von Fred Astaire.

Wenn ich dann aber überarbeite und Korrektur lese, brauche ich wieder Stille.

Für meine kontemplativen Augenblicke außerhalb des Schreibens habe ich Joe Bongiorno (http://www.joebongiorno.com/) entdeckt.
Er ist mir sozusagen online über den Weg gelaufen, und ich bin begeistert, weil seine Musik für meine Begriffe wunderbar abwechslungsreich ist.
Auf meinem MP3-Player stapeln sich New-Age-Titel, auch Twilight-inspirierte Stücke, aber Joe Bongiorno höre ich immer wieder, weil seine Stücke eben keinen extremen Wiederholungscharakter haben, wie bei anderen Künstlern auffällt.

Am liebsten mag ich die Alben - ja, das ist ausdrücklich Werbung, und ich werbe gerne für freischaffende Künstler: Destined - Solo Piano und Somewhere Within - Solo Piano.
Sein neues Album Mesmerized - Solo Piano ist durchweg sehr ruhig angelegt, und ich muss leider sagen, dass es mir ein wenig eintönig ist, sich aber bestimmt gut für romantische Augenblicke und zum Träumen geeignet.

Mr. Bongiorno war darüber hinaus so freundlich, mir die Verwendung eines seiner Stücke ("Introspect") für meinen langen Selfmade-Buchtrailer zu erlauben: http://www.youtube.com/watch?v=Vkj5MW8oMos.

Mehr über Musik gibt es demnächst.

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