Donnerstag, 13. Mai 2010

... Tag 4 – Dein Hassbuch

Wie im Vorgängerbeitrag erwähnt, habe ich kein Lieblingsbuch. Analog gibt es auch kein Buch, das ich hasse.
"Hassen" ist wahrscheinlich auch ein radikaler Ausdruck, denn wenn es ein Buch gäbe, das ich wirklich hassen würde, dann wäre es sicherlich schon längst durch den Kamin gefahren.

Dennoch existieren Bücher, mit denen ich mich beim besten Willen nicht anfreunden kann, Bücher, die mir nicht nur nicht gefallen, sondern mich dazu gebracht haben, dass ich beim Lesen die Hände zur Faust geballt habe und Seiten ausreißen wollte.

Solche Anti-Favoriten sind momentan:

Adrian, Lara: Ashes of Midnight (Midnight Breed)

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Dell; Auflage: Original (26. Mai 2009)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0440244501
ISBN-13: 978-0440244509
Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 10,8 x 2,5 cm

Kurzbeschreibung:

A woman driven by blood. A man thirsting for vengeance.

A place where darkness and desire meet...

As night falls, Claire Roth flees, driven from her home by a fiery threat that seems to come from hell itself. Then, from out of the flames and ash, a vampire warrior emerges. He is Andreas Reichen, her onetime lover, now a stranger consumed by vengeance. Caught in the cross fire, Claire cannot escape his savage fury—or the hunger that plunges her into his world of eternal darkness and unending pleasure.

Nothing will stop Andreas from destroying the vampire responsible for slaughtering his Breed brethren . . . even if he must use his former lover as a pawn in his deadly mission. Blood-bonded to his treacherous adversary, Claire can lead Andreas to the enemy he seeks, but it is a journey fraught with danger—and deep, unbidden desires. For Claire is the one woman Andreas should not crave, and the only one he’s ever loved. A dangerous seduction begins—one that blurs the lines between predator and prey, and stokes the flames of a white-hot passion that may consume all in its path. . . .

Warum?

Ich mag die Midnight-Breed-Reihe von Lara Adrian, und sie zählt zu den Serien, die ich meist zuerst auf Englisch und später dann auf Deutsch lese, aber generell drängt sich mir inzwischen der Eindruck auf, dass so langsam die Luft raus ist.
Ich war von "Ashes of Midnight" unendlich enttäuscht, denn ich hatte mir sehr viel mehr vom Charakter Andreas Reichen erhofft.
In meinen Augen ist dieser Roman unausgegoren, Claire ist mir unsympathisch, und sprachlich gleitet der Text, der meines Erachtens bei Lara Adrian ohnehin immer etwas grenzwertig ist, wenn es um die Erotik geht, nur noch ins Platte ab.
Ich denke, hier wurde einfach Potenzial verschenkt, und vermutlich tue ich mich mit dem Nachfolger "Shades of Midnight" so schwer, weil "Ashes of Midnight" meine Midnight-Breed-Müdigkeit eingeleitet hat.


Wenn ich das nächste Buch erwähne, werden die Fans sicherlich den Kopf schütteln.

Es ist, und ich ducke mich schon einmal prophylaktisch:

Ward, J. R.: Lover Avenged: A Novel of the Black Dagger Brotherhood

Taschenbuch: 672 Seiten
Verlag: Signet; Auflage: Reprint (24. November 2009)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 045122857X
ISBN-13: 978-0451228574
Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 12,3 x 3,6 cm

Kurzbeschreibung:

Rehvenge is used to living in the shadows and dealing with the roughest night walkers around-including the Black Dagger Brotherhood. As his secret identity as a sympath is threatened, he turns to the only light in his ever darkening world- a female vampire untouched by corruption, who's the only thing standing between him and eternal damnation.

Warum?

Ich traue mich kaum, es zu sagen, denn selbst für mich klingt das nach Augenwischerei: Ich liebe J. R. Ward. Ja, das ist wahr: Hätte ich die Wahl zwischen ihr und Lara Adrian, um mich auf einer einsamen Leseinsel über Wasser zu halten, würde ich, ohne zu zögern, für J. R. Ward optieren.
Auch ihre Bücher lese ich seit geraumer Zeit zunächst auf Englisch und dann noch einmal auf Deutsch, wodurch natürlich für andere Bücher deutlich Lesezeit verloren geht, aber bislang war es mir das immer wert, denn ich konnte die Fortsetzung auf Deutsch einfach nicht abwarten (von der Zweiteilung der Bände im Deutschen wollen wir gar nicht erst anfangen). 
Aber im Falle von "Lover Avenged" kann ich einfach nicht über meinen Schatten springen. Rehv als Charakter hat sich mir über die vergangenen Bände als so unsympathisch eingeprägt, dass ich schlichtweg nicht in der Lage bin, meine Aversion abzustreifen und ihn als Hauptcharakter eines eigenen Buches innerhalb der Black-Dagger-Reihe zu akzeptieren. Ich habe nichts gegen gebeutelte, gequälte Problemcharaktere, aber Rehv ist mir entschieden zu viel.
Obwohl "Lover Avenged" in gewohnt hervorragendem Stil und eindringlich geschrieben ist, tröstet mich das nicht darüber hinweg, dass ich mit Rehv nicht "klar komme" und ich mir immer wieder sagen muss, dies sei nur ein Übergangsband auf dem Weg zu John.

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