Sonntag, 30. Mai 2010

... Tag 22 – Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat

Das dickste Buch, das ich besitze, mit Ausnahme diverser einsprachiger Wörterbücher und einbändiger Lexika, ist "Krieg und Frieden" von Leo N. Tolstoi.
Eigentlich ist es auch schon wieder nicht DAS dickste Buch, denn ich besitze es nur auf Russisch in einer Ausgabe, die aus zwei Bänden besteht, wobei der zweite Band zum Großteil die Übersetzungen der französischen Textpassagen des Romans beinhaltet.

Auf Deutsch ist dieser Klassiker seitenmäßig aber auch ein "ganz schöner Wälzer".

Z. B.


Gebundene Ausgabe: 1645 Seiten
Verlag: Patmos
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3491960541
ISBN-13: 978-3491960541
Originaltitel: Vojna i mirI
Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 13 x 6,4 cm

Kurzbeschreibung



"Krieg und Frieden" ist eine Ilias des 19. Jahrhunderts, ein Monumentalroman über die für Rußland und die europäischen Staaten schicksalhafte Epoche der Napoleonischen Kriege zwischen 1806 und 1812 mit einem Ausblick im Epilog auf die folgenden acht Jahre. Tolstois weitgespannte historische Perspektive, die in der atemberaubenden Schilderung der entscheidenden Schlachten von Schöngraben, Austerlitz und Borodino gipfelt, führt über den ursprünglichen Plan einer Familienchronik mit historischem Hintergrund hinaus.
 
Ich habe Tolstois Roman vor nunmehr 20 Jahren gelesen, und fragte mich heute jemand nach seinem genauen Inhalt, müsste ich leider passen.
Damals habe ich das Werk in seiner Komplexität noch gar nicht erfassen können.
Die Schlachten haben mich erschlagen, während mich das umfassende Adelsporträt der Epoche fasziniert hat. Einen besonderen Hemmschuh stellten zu jenem Zeitpunkt die vielen französischen Passagen dar, da ich die Sprache noch nicht ausreichend beherrschte. 
Glücklicherweise hatte ich mir eine zweibändige Ausgabe aus der Bibliothek besorgt, sodass ich die Übersetzungen daneben legen konnte.
Ich weiß noch, dass mich alle für verrückt erklärten, mir freiwillig solch schwere Kost anzutun, aber aus irgendeinem Grund hat dieser Roman in der örtlichen Bücherei immer nach mir gerufen, so lange, bis ich schließlich nachgab.
 
Oft habe ich seitdem meine russische Ausgabe in den Händen gehalten und überlegt, ob ich mich an das Original wage, nachdem ich bereits bei Anna Karenina so mutig gewesen war.
Bislang habe ich immer widerstanden, aber ich bin sicher, dass ich es irgendwann tun werde (und wenn mein Russisch bis dahin verlustig gegangen sein sollte, hole ich mir eben wieder eine deutsche Ausgabe, denn die fehlt mir sowieso im Regal).

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