Samstag, 10. April 2010

... über "Unsterbliche Leidenschaft" von Rosemary Laurey

Und weiter geht es mit Band 3.

Band 3
Unsterbliche Leidenschaft (engl. Original: Be Mine Forever)



ISBN: 978-3898979443

Aus dem Inhalt:

Wir wissen bereits, dass Angela Ryan aus dem Koma erwachte und neben ihrem Gedächtnis und ihrer Identität auch ihr Blut verloren hat. Es ist nun sechs Monate her, dass sie und ihre Freundin Jane von Vlad gefunden und nach Ohio in Dixies und Kits Obhut gebracht wurden. Es konnte zwar herausgefunden werden, dass sowohl Angela als auch Jane Ghule sind, aber mehr konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Während Jane in Ohio bleibt, geht Angela mit Justin, Stella und Sam nach England, um diversen Hinweisen nachzugehen, von denen sie sich Auskunft über ihre Identität erhofft. In England begegnet sie erwartungsgemäß Tom Kyd, der sofort die Beschützerrolle übernimmt.

Meine Meinung:

Während Übergangsband 2 noch halbwegs eigenständig zu lesen war, ist dieser dritte Teil ein typischer Reihenband, dem man ohne Kenntnis der Figuren und Ereignisse kaum folgen kann.
Trotz der Eignung als leichte Zwischendurch-Lektüre macht "Unsterbliche Leidenschaft" kaum noch Spaß und reizt nicht wirklich zu mehr.

Ghule sind von vornherein keine liebreizenden, ansprechenden Wesen, sodass insbesondere die Ess-, nein, Fress-Szenen wirklich eklig sind, und ich bin der Meinung, eine hätte genügt. Obwohl ich mich für hart im Nehmen halte, hat es Frau Laurey geschafft, mir die Ghule dauerhaft zu vermiesen.

Warum Tom ausgerechnet der Richtige für Angela sein soll, ist mir vollkommen schleierhaft. Trotz ihres Identitätsverlustes ist sie sehr wohl in der Lage, eigenständig zu handeln, aber da kommt Tom daher und übernimmt die übermächtige Beschützerrolle. Für mich ist überhaupt nicht nachvollziehbar, was die beiden verbindet, aber vermutlich sind beide schon wieder so verschieden, dass sie klischeehaft zueinander gehören müssen, wie die erotischen Szenen unschwer verdeutlichen wollen.

Das Geschehen plätschert so vor sich hin, während die Altbekannten für meine Begriffe ein paar Gastauftritte zu viel bekommen, wodurch eine gründliche Charakterisierung der Protagonisten verloren geht. Schlussendlich wird der Leser quasi aus dem wohlverdienten Schlaf gerissen wird, als dann endlich der böse, böse Vampir auf den Plan gerufen wird, der mit vereinten Kräften bezwungen wird.

Angelas Hexenkraft ist durchaus eine Überraschung, und noch immer gefällt mir der Hexen-Vampir-Konflikt in Rosemary Laureys Vampirwelt. Es findet sogar eine kleine Annäherung statt.
Tom hätte ich jedenfalls nicht als den altmodischen, alles an sich reißenden Mann eingeschätzt.
Gwyltha allerdings kann in diesem dritten Teil mal zeigen, was in ihr steckt.

Sprachlich unterscheidet sich "Unsterbliche Leidenschaft" nicht von den Vorgängerbänden, allerdings kann ich in diesem Fall nichts zur Übersetzung sagen, weil ich ab diesem Band die englischen Originale gelesen habe.

Alles in allem kann man, es sei denn, man ist wirklich ein Fan dieser Reihe, an dieser Stelle die Lektüre einstellen und sich Band 4 und 5 sparen, denn besser werden diese leider nicht.

Bewertung: 2 von 5 Weißdornzweigen











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